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30.08.2014, 00:18

Dortmund: Das Positive überwiegt

Reus: "Wir haben den Faden verloren"

Der 3:2-Sieg in Augsburg am 2. Spieltag klingt letztlich enger, als er war. Und doch zeigt er eine gewisse Portion Wahrheit über das aktuelle Borussia Dortmund: Der Klub um Trainer Jürgen Klopp nämlich hat noch einige Baustellen fertig zu stellen, ehe der angestrebte Spielstil über die volle Distanz erreicht wird. Zu leicht lässt sich die Defensive noch aus dem Konzept bringen, zu leicht verliert der BVB den Faden. Dennoch zeigten sich die Beteiligten am Ende zufrieden - über die Leistung bis zum 3:0 und die ersten drei Punkte in der Bundesliga.

Roman Weidenfeller, Jürgen Klopp, Sebastian Kehl
BVB-Coach Jürgen Klopp muss seinem Team um Roman Weidenfeller (links) und Sebastian Kehl (rechts) noch die Abläufe eintrichtern.
© Getty ImagesZoomansicht

Wenig ließen die Schwarz-Gelben in Augsburg zunächst anbrennen. Der FCA mühte sich zwar, fand gegen die gut stehende Defensive um Innenverteidiger Neven Subotic aber kaum Lücken. Die zurückgekehrte Nummer eins Roman Weidenfeller hatte demnach extrem wenig zu tun. In der Offensive wiederum griffen die Rädchen beim BVB viel besser ineinander, als noch eine Woche zuvor gegen Leverkusen (0:2). Marco Reus, Henrikh Mkhitaryan und Co. lauerten stets auf schnelle Gegenzüge nach Balleroberung. Genau dieses Prinzip ging zu Beginn auch voll auf: Reus kombinierte sich mit Kevin Großkreutz in den Strafraum, erzielte das 1:0 (11.). Drei Minuten später folgte nach einem Eckball das 2:0 durch Innenverteidiger Sokratis, ehe Joker und Neuzugang Adrian Ramos in der Schlussphase die Entscheidung besorgte (78.) - das dachten alle Beteiligten zumindest.

Denn urplötzlich zeigten sich die Westfalen unkonzentriert, verunsichert und durchaus nervös. Außenseiter Augsburg wusste dies auszunutzen, kam mit zwei Treffern (82. und 89.) heran und ließ das schwarz-gelbe Lager gehörig zittern. Subotic fand dahingehend gegenüber dem Bezahlsender Sky klare Worte: "Als Mannschaft haben wir das in der Schlussphase nicht gut gemacht. Wir haben aufgehört, zu verteidigen. Wir haben zwar versucht, weiter Fußball zu spielen, aber das haben wir nicht mehr so gemacht wie in den 80 Minuten zuvor. Das darf nicht passieren, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen." Reus ergänzte kurz und knapp: "In der zweiten Halbzeit haben wir den Faden verloren."

Klopps Vergleich

Ähnliche Probleme offenbarten die Borussen auch eine Woche zuvor zu Hause gegen Bayer: Die Werkself machte hier zu Beginn direkt Druck, erzielte das 1:0 nach neun Sekunden und versetzte den BVB in eine Art Schockstarre. Von dieser konnten sich die Westfalen erst so richtig in der Schlussphase dieser Partie erholen. Coach Klopp erklärte sich und sein Team nach der Augsburg-Partie in diesem Bezug: "Fußball ist leider nicht wie Radfahren. Das Radfahren verlernt man nicht, Fußball zwar auch nicht komplett, aber die ganz genauen Abläufe müssen immer wieder eingefordert werden."

Adrian Ramos und Marco Reus
Nach seinem Treffer verlor der BVB den Faden: Torschütze Adrian Ramos (hier mit Marco Reus).
© Getty ImagesZoomansicht

Dies scheinen genau die größten Baustellen zu sein - die Abläufe. Immer wieder brechen dem BVB nämlich Spieler verletzt weg, Rückkehrer wie Neven Subotic (Kreuzbandriss) oder Neuzugänge wie Ciro Immobile (gegen den FCA nicht eingesetzt) müssen erst wieder in die Spielidee integriert werden oder eben mit dieser aufgezogen werden. Dahingehend hatte Klopp jedoch schon im Vorfeld betont: "Die Situation ist so wie sie ist, wir akzeptieren sie und hantieren damit."

Bei allem Zittern gen Spielende verlor der 47-Übungsleiter aber nicht das Positive aus den Augen: "Nach einer Heimniederlage nach Augsburg zu fahren ist nicht vergnügungssteuerpflichtig. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, wir waren klar überlegen. Wir haben die richtigen Räume zugestellt, richtig attackiert, selbstbewusst Fußball gespielt und im richtigen Moment die Tore geschossen." Allein was fehlte: "Wir haben vergessen, den Sack zuzumachen." In diesen Tenor stimmte auch Ex-Kapitän Sebastien Kehl mit ein: "Wir müssen uns sicher noch weiter steigern, aber wir haben einen Schritt nach vorne gemacht und besseren Fußball gespielt als vor einer Woche."

Den nächsten Schritt gilt es dann am nächsten Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg zu gehen, wenn zu Hause die Auftaktniederlage gegen Leverkusen ausgemerzt werden soll. Bis dahin sollte solch ein weiterer Vorwärtsschritt auch vollzogen sein, denn nach der Länderspielpause beginnt die Champions-League-Gruppenphase. Der Kracher gegen Arsenal (16. September, 20.45 Uhr) steht vor der Tür.

1. Bundesliga, 2014/15, 2. Spieltag
FC Augsburg - Borussia Dortmund 2:3
FC Augsburg - Borussia Dortmund 2:3
Es ist angerichtet

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl erwartet den Anpfiff.
© Getty Images

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