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29.07.2014, 00:24

Stuttgart: 3,1 Mio. Verlust - Gespräche mit Daimler

Bobic gesteht Fehler ein - Buchwald im VfB-Ehrenrat

Der VfB Stuttgart hat am Montag bei seiner Mitgliederversammlung die Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 vorgelegt: Erneut ist ein Minus zu verzeichnen. Präsident Bernd Wahler warb für eine Ausgliederung der Profiabteilung und stellte einen Daimler-Einstieg in Aussicht. Mit deutlichen Worten übernahm Sportvorstand Fredi Bobic die Verantwortung für den sportlichen Misserfolg im vergangenen Jahr, ehe es an die Wahlen ging, bei denen dem Aufsichtsrat die Entlastung verweigert wurde.

Bernd Wahler
Will eine Ausgliederung des Profi-Bereichs erreichen: VfB-Präsident Bernd Wahler.
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Hauptgründe für die negative Bilanz sollen unter anderem das Verpassen der Europa-League-Gruppenphase und das in den Januar verlegte Heimspiel gegen den FC Bayern München sein, so Finanzvorstand Ulrich Ruf. Der Verein gab zudem eine Steigerung des Umsatzes um 5,6 Millionen Euro auf 114,8 Millionen Euro bekannt. "Wir haben einen Plan, wo wir die Umsätze hinbringen wollen und auch in welchen Bereichen. Aber die kommunizieren wir nicht in der Öffentlichkeit", ließ Klubboss Bernd Wahler wissen und ergänzte, dass "wir die Sponsoreneinnahmen um etwa zehn Prozent steigern konnten für das kommende Jahr".

Der Finanzvorstand erklärte außerdem das Zustandekommen des geringeren Verlustes: "Der Verlust ist nicht so hoch, weil alle Töchter Gewinn gemacht haben und am Jahresende noch der Transfer von Tunay Torun zustande kam." In der Winterpause war der Angreifer, der für den VfB lediglich neun Ligaspiele absolviert hatte, zu Kasimpasa Istanbul gewechselt.

Wahler bestätigt Gespräche mit Daimler

Die Vereinsspitze um Präsident Wahler nutzte zudem die Bühne, um erneut für eine Ausgliederung der Fußball-Profis aus dem Verein zu werben. "Für mich sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache und die sind klar pro Ausgliederung", sagte der 56-Jährige. Über eine mögliche Ausgliederung soll idealerweise im Frühjahr 2015 abgestimmt werden. Wahler bestätigte bei der Versammlung zudem "gute Gespräche" mit Daimler, sollte es mit der Ausgliederung klappen: "Die Daimler AG hat Bereitschaft und Interesse gezeigt, sich am VfB zu beteiligen." Nach Wahlers Plänen sollen nur 25 Prozent der Anteile veräußert werden, was auch in der Satzung festgehalten werden soll.

Die Stimmung auf der Mitgliederversammlung war aber nach sportlich mageren Jahren kritisch. Das bekamen Vorstand und Aufsichtsrat auch in Zahlen zu spüren: Während der Vorstand des Jahres 2013 noch mit 52,3 Prozent entlastet wurde, fiel das Votum für den Aufsichtsrat negativer aus: Diesem wurde mit nur 46,7 Prozent Zustimmung die Entlastung verweigert. Vor einem Jahr war bereits dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt - anders als anderen Mitgliedern des Gremiums - die Entlastung für 2012 verweigert worden. Hundt hatte die Position auch noch im ersten Halbjahr 2013 inne.

Buchwald im Ehrenrat

Bei einer planmäßigen Neuwahl des Aufsichtsrats stimmten dann aber 69,8 Prozent für die Kandidaten. Das Gremium bilden nun Joachim Schmidt, Eduardo Garcia, Hansi Müller, Hartmut Jenner, Martin Schäfer und Wilfried Porth. In den Ehrenrat, der 92,4 Prozent der Stimmen erhielt, wurde Guido Buchwald neu aufgenommen.

Ich war sehr naiv und habe nicht die richtige
Mischung zwischen jungen und alten Spielern gefunden. Ich habe mich in vielen Aufgaben verstrickt, habe viel Zeit vergeigt.Fredi Bobic

Fredi Bobic
"Ich habe Fehler gemacht": Fredi Bobic auf der VfB-Mitgliederversammlung.
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Der Kritik musste sich auch Sportvorstand Fredi Bobic stellen - mit deutlichen Worten übernahm er aber auch die Verantwortung für den sportlichen Misserfolg im vergangenen Jahr. "Ich habe Fehler gemacht", gestand er ein. "Ich war sehr naiv und habe nicht die richtige Mischung zwischen jungen und alten Spielern gefunden. Ich habe mich in vielen Aufgaben verstrickt, habe viel Zeit vergeigt. Ich war nicht nah genug bei der Mannschaft, diese Kritik kam auch aus der Mannschaft", zählte Bobic Schwachpunkte des eigenen Wirkens auf. Für die aktuelle Transferperiode kündigte er noch Abschlüsse an: "Es werden weitere Transfers folgen." Mit Florian Klein (Salzburg), Adam Hlousek und Daniel Ginczek (beide Nürnberg) haben die Stuttgarter bisher drei externe Neuzugänge zu verzeichnen.

29.07.14
 
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weitere Infos zu Veh

Vorname:Armin
Nachname:Veh
Nation: Deutschland
Verein:Eintracht Frankfurt

Vereinsdaten

Vereinsname:VfB Stuttgart
Gründungsdatum:09.09.1893
Mitglieder:46.000 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Weiß-Rot
Anschrift:Mercedesstraße 109
70372 Stuttgart
Telefon: 01 80 6 - 991893
Telefax: (07 11) 55 00 71 96
E-Mail: service@vfb-stuttgart.de
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