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27.06.2014, 13:24

Dortmund: Es winken mehr als 300 Millionen Euro Zufluss

Evonik-Deal: BVB stößt in neue Dimensionen vor

Mit dem Essener Spezialchemie-Konzern Evonik hat Borussia Dortmund heute seinen ersten strategischen Partner vorgestellt. Für 26,7 Millionen Euro erwarb Evonik sechs Millionen Aktien und hält damit jetzt 9,06 Prozent der Aktien. In einer zweiten Kapitalerhöhungsmaße zwischen dem 1. Juli und dem 30. September bringt der BVB für einen oder mehrere weitere Partner noch einmal 24,6 Millionen Aktien auf den Markt.

Hans-Joachim Watzke und Klaus Engel
Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (l.) und Evonik-Chef Klaus Engel.
© imagoZoomansicht

"Zwei bis drei strategische Investoren" bezeichnete Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Rahmen einer Pressekonferenz als ideal. Sondierungsgespräche mit verschiedenen Unternehmen laufen, und er sei "nicht komplett hoffnungslos", die Gespräche auch zu einem positiven Abschluss zu führen, sagte Watzke. Ob auch bisherige Partner wie Signal Iduna als Stadion-Namensgeber (Vertrag bis 2021) oder Puma als Ausrüster (Vertrag bis 2020) zum Kreis dieser Unternehmen gehören, wollte der BVB-Boss nicht verraten.

Watzke will mit dem neuen Geld "sehr konservativ" umgehen

Sollte auch die zweite Kapitalerhöhung in vollem Umfang durchgeführt werden, würde Borussia Dortmund insgesamt einen Kapitalzufluss von mindestens 130 Millionen Euro erzielen. Watzke will damit "sehr konservativ" umgehen und "weiteres Wachstum" forcieren. Als Option bezeichnete es Watzke, die restlichen Stadion-Verbindlichkeiten (aktuell 34 Millionen Euro) abzulösen oder den eigentlich erst für 2016/17 vorgesehenen Kauf der Geschäftsstelle vorzuziehen.

Das auf diese Weise eingesparte Geld für Zinsen, Tilgung oder Miete soll dann in die Mannschaft fließen und höhere Gehaltszahlungen in der Zukunft ermöglichen. An kostspielige Aktivitäten auf dem Transfermarkt - zusätzlich zu den bereits getätigten (Immobile, Ramos, Sahin) - ist im Vorfeld der neuen Saison nicht mehr gedacht. Einzige Ausnahme: Sollte sich die Verpflichtung des Freiburgers Matthias Ginter doch noch realisieren lassen, wäre das Borussia Dortmund rund zehn Millionen Euro wert.

Neuer Sponsoring-Vertrag bis 2025

Außer ihrer strategischen Partnerschaft besiegelten Watzke und Dr. Klaus Engel als Vorstandsvorsitzender von Evonik auch eine vorzeitige Verlängerung des Sponsoring-Vertrages bis 2025. Der bisherige Sockel-Betrag von jährlich zwölf Millionen Euro wurde deutlich angehoben. Konkrete Zahlen nannten weder Engel noch Watzke. Seriöse Berechnungen ergeben, dass die beiden Kapitalerhöhungen und der neue Sponsoring-Vertrag (verteilt auf elf Jahre) ein Gesamtvolumen von mehr als 300 Millionen Euro besitzen.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde auch bekannt, dass Watzke voraussichtlich länger als bisher vereinbart (31. Dezember 2016) an der Spitze der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA stehen wird. "An meiner grundsätzlichen Bereitschaft wird das nicht scheitern", sagte Watzke. Ende des Jahres sollen finale Gespräche geführt werden.

Thomas Hennecke

27.06.14
 
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Vereinsdaten

Vereinsname:Borussia Dortmund
Gründungsdatum:19.12.1909
Mitglieder:125.000 (01.07.2015)
Vereinsfarben:Schwarz-Gelb
Anschrift:Rheinlanddamm 207-209
44137 Dortmund
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