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10.05.2014, 20:46

Bender angeschlagen, Hyballa muss weichen

Bayer kontert den Biss der Wölfe

Die Ausgangslage war simpel: Damit Leverkusen am Ende der Saison immerhin Rang vier besetzt, musste ein Sieg gegen Bremen her. Das gelang, wenn auch schwerlich. Auf der anderen Seite durfte Wolfsburg ebenso auf die Champions-League-Quali hoffen, der eigene 3:1-Sieg gegen Mönchengladbach nutzte letztlich aber nichts. Es blieb demnach alles so, wie es schon vor der 34. Runde der Saison 2013/14 war: Bayer belohnte sich letztlich für den starken Saisonstart, die Wölfe bissen sich nach der schwachen Spielzeit 2012/13 wieder oben im Tableau fest.

Dieter Hecking
Machte Wolfsburg wieder attraktiv: VfL-Trainer Dieter Hecking.
© Getty ImagesZoomansicht

Dieter Hecking - sicherlich das Wachssiegel auf dem erfolgreichen Wolfsburger Plan für die nun beendete Saison 2013/14. Um Weihnachten 2012 herum verkündete der 49-Jährige seinem Ex-Klub Nürnberg, dass er sich fortan den Niedersachsen anschließen wird. Der gelernte Polizist rettete den damals vom Abstieg bedrohten Klub souverän auf Rang elf. Mit Manager Klaus Allofs wurde dann im Sommer der Plan forciert, in der neuen Spielzeit sich Schritt für Schritt fürs internationale Geschäft wieder ins Gespräch zu bringen. Mit Erfolg!

Dass es letztlich nichts mit der möglichen Champions League wurde, grämte den Trainer nicht: "Wir wollten einen attraktiven Saisonabschluss, das ist uns gelungen. Ich bin stolz auf diese Mannschaft, wie sie sich in dieser Saison entwickelt hat." Der VfL stand sowohl nach der Hin- als auch nach der Rückrunde auf Platz fünf - in jeder Hälfte wurden 30 Zähler eingefahren. Verdient hat sich der Verein die Europa League deswegen allemal. "Wir genießen jetzt den Moment, auch wenn es mit dem vierten Platz nicht mehr ganz geklappt hat. Den fünften Platz nehmen wir gerne mit - der Weg ist der richtige, und von dem sollten wir uns jetzt nicht abbringen lassen", ergänzte Hecking seine Aussage nach dem 3:1 gegen Gladbach.

Den Absturz abgewehrt

Die "Knurrer" aus Wolfsburg bezüglich des begehrten vierten Platzes nahmen die Kicker aus Leverkusen bereits seit Wochen wahr. Doch verunsichern ließ sich die Werkself nicht mehr, konterte die Angriffe aus Niedersachsen stets - vor allem dank des Interimstrainers. Sascha Lewandowski übernahm Bayer nach der 1:2-Pleite beim HSV Anfang April von seinem ehemaligen Gespannspartner Sami Hyypiä. Seitdem tütete Leverkusen 13 von möglichen 15 Punkten ein und sicherte sich nach einer enttäuschenden Rückrunde noch die begehrte Chance auf die Königsklasse.

Trainer Sascha Lewandowski und Torwart Bernd Leno
Hatten am Ende der Saison Grund zum Feiern: Bayer-Coach Trainer Sascha Lewandowski und Torwart Bernd Leno.
© Getty ImagesZoomansicht

"Unter dem Strich zählt, was herausgekommen ist", fasste der Coach auch nach dem knappen 2:1-Sieg gegen Bremen eher nüchtern die Lage zusammen. Klar ist, dass die Schwächeperiode nicht vergessen ist: Nach Spieltag 15 galt Bayer noch als Bayern-Jäger Nummer eins (vier Punkte Rückstand), dann versank die Werkself teilweise im Chaos. Zahlreiche Ligapleiten gingen mit dem klaren CL-Aus und dem bitteren Ausscheiden aus dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Zweitligist Kaiserslautern einher.

Doch in den letzten Wochen kehrte wieder Licht ins Werkself-Dunkel: Sportlich wurde der Weg unter Lewandowski letztlich gut zu Ende geführt, nebenbei wurde mit Roger Schmidt (RB Salzburg) zudem ein frischer Trainer für die Neuzeit verpflichtet. Der Interimscoach selbst blieb auch nach seiner erfolgreichen Kurzzeit bescheiden, kehrt künftig wieder in den Jugendbereich zurück: "Es ist schön, solche Wertschätzung zu erhalten, aber der Trainer hat nichts auf dem Zahn zu suchen. Die Jungs gehören in den Mittelpunkt."

Hyballa, Bender und Rodriguez im Gespräch

Am Rande des Kampfes um die Qualifikation für die Champions League rückten bei beiden Klubs noch einige Akteure beziehungsweise Beteiligte in den Fokus. Auf Seiten der Werkself erlitt dabei Nationalspieler und voraussichtlicher WM-Fahrer Lars Bender gegen Bremen nach einem Zusammenprall einen "dicken Pferdekuss" am linken Oberschenkel. "Es ist kein gutes Zeichen, wenn Lars vorzeitig ausgewechselt werden muss", sagte Leverkusens Trainer Sascha Lewandowski dazu. Darüber hinaus muss der bisherige Co-Trainer Peter Hyballa nach den fünf Spielen und trotz des erfüllten Ziels am Saisonende gehen. "Wir gehen davon aus, dass wir ihn im nächsten Jahr nicht mehr in unserem Team haben werden", fand Bayer-Geschäftsführer Michael Schade klare Worte. "Ich kann ihn aber gar nicht genug loben. Er hat mit seinem Training, seiner Mimik, seiner Gestik ganz neue Elemente hereingebracht und war ein echter Aufwecker."

Spekulationen taten sich derweil in Wolfsburg um den immer stärker auftretenden Außenverteidiger Ricardo Rodriguez auf. Der Schweizer ließ auf Nachfrage seine Zukunft bei den Wölfen eher offen: "Ich spiele jetzt erst mal die WM." Rodriguez absolvierte in dieser Saison alle 34 Bundesliga-Spiele über die volle Distanz - das schafften sonst nur der Augsburger Feldspieler Daniel Baier sowie die Torhüter Marc-André ter Stegen (Borussia Mönchengladbach), Bernd Leno (Bayer Leverkusen) und Ron-Robert Zieler (Hannover 96). "Das war bislang meine stärkste Saison", meinte der 21-Jährige, der noch bis 2016 in Wolfsburg unter Vertrag steht.

1. Bundesliga, 2013/14, 34. Spieltag
Bayer 04 Leverkusen - Werder Bremen 2:1
Bayer 04 Leverkusen - Werder Bremen 2:1
Abgehoben

Leverkusens Derdiyok gegen Bargfrede (re.)
© Getty Images

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weitere Infos zu L. Bender

Vorname:Lars
Nachname:Bender
Nation: Deutschland
Verein:Bayer 04 Leverkusen
Geboren am:27.04.1989

weitere Infos zu R. Rodriguez

Vorname:Ricardo
Nachname:Rodriguez
Nation: Schweiz
Verein:VfL Wolfsburg
Geboren am:25.08.1992

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München94:2390
 
2Borussia Dortmund80:3871
 
3FC Schalke 0463:4364
 
4Bayer 04 Leverkusen60:4161
 
5VfL Wolfsburg63:5060
 
6Bor. Mönchengladbach59:4355
 
71. FSV Mainz 0552:5453
 
8FC Augsburg47:4752
 
9TSG Hoffenheim72:7044
 
10Hannover 9646:5942
 
11Hertha BSC40:4841
 
12Werder Bremen42:6639
 
13Eintracht Frankfurt40:5736
 
14SC Freiburg43:6136
 
15VfB Stuttgart49:6232
 
16Hamburger SV51:7527
 
171. FC Nürnberg37:7026
 
18Eintracht Braunschweig29:6025

weitere Infos zu Lewandowski

Vorname:Sascha
Nachname:Lewandowski
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Union Berlin