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16.03.2014, 19:23

S04 rückt vor - BVB unterliegt

SCF und HSV atmen auf - FCB vor Matchball

Es wird eng im Keller: Am Sonntag setzten Freiburg (4:1 in Frankfurt) und der HSV (2:1 gegen Nürnberg) die Konkurrenz unter Druck. Der FC Bayern gewann am Samstag am Ende souverän gegen Leverkusen und könnte im günstigsten Fall schon nächste Woche den Meistertitel perfekt machen. Denn Dortmund kassierte zuvor eine Heimniederlage gegen Gladbach. Der VfB Stuttgart - erstmals mit Stevens auf der Trainerbank - holte in Bremen einen Punkt. Mainz drehte in Hoffenheim das Spiel, Hannover gewann in Berlin. Am Freitag eröffnete Schalke mit einem Sieg in Augsburg.

Jubel in Hamburg und Freiburg
Es wird eng im Keller: Der HSV jubelt über einen Sieg gegen den Club, Freiburg (re.) siegte in Frankfurt.
© picture allianceZoomansicht

Am Sonntag stand der Abstiegskampf im Mittelpunkt, die Gewinner hießen Hamburger SV und SC Freiburg, die durch Dreier die Konkurrenten gehörig unter Druck setzten und für Spannung allerorten im Keller sorgten.

Den Beginn am Nachmittag machten der Hamburger SV und der 1. FC Nürnberg. Auf beiden Seiten konnten die Kapitäne mitwirken, beim HSV hatte van der Vaart seinen Infekt ebenso überwunden wie auf Club-Seite Schäfer seine Hüftbeuger-Probleme. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie, Nürnberg hatte mehr Ballbesitz, Hamburg war dafür gefährlicher, besonders bei Standards und über die linke Seite, wo Ilicevic Angha vor einige Probleme stellte. Doch Schäfer sowie der Pfosten (Zoua, 45.) verhinderten einen Torerfolg. Der Club zeigte sich in der Offensive nur punktuell, doch auch Feulner scheiterte am Pfosten (23.). Der 22. Aluminiumtreffer der Franken in dieser Saison!

Ohne personelle Veränderungen ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Der HSV schaltete nun einen Gang hoch und schnürte den Club in dessen eigener Hälfte ein. Phasenweise spielten sich chaotische Szenen im FCN-Strafraum ab, Schäfer musste Kopf und Kragen gegen van der Vaart riskieren (59.), Pinola rettete gegen Zoua auf der Torlinie (70.), Schäfer gegen Ilicevic (74.). Der 1. FCN fand in der Offensive überhaupt nicht mehr statt, nur Kiyotake zeigte sich in der 78. Minute vor Adler. Doch es spielte nur noch der HSV und Calhanoglu mit einem Distanzschuss brach dann den Bann (80.). Für den nächsten Treffer sorgte dann ausgerechnet Jubilar Frantz. Der Nürnberger, der sein 100. Bundesligaspiel bestritt, traf zum 0:2 ins eigene Netz. Drmic konnte zwar in der Nachspielzeit noch verkürzen, doch zu mehr reichte es nicht mehr, weil Adler einen Campana-Freistoß klasse parierte. Durch den Dreier zog der HSV mit dem 1. FCN nach Punkten gleich und liegt nun dank der besseren Tordifferenz sogar vor den Franken.

Freiburg erteilt Frankfurt Lehrstunde in Sachen Effizienz

Und im Spätspiel schlug dann der SC Freiburg bei Eintracht Frankfurt mit 4:1 zu. Dabei kannte die Partie in den ersten 45 Minuten nur eine Richtung, und zwar die Richtung Freiburger Tor. Keine 60 Sekunden waren verstrichen, und Ginter musste für seinen bereits geschlagenen Keeper Baumann klären. So ging es dann weiter, Frankfurt reihte Chance an Chance, doch eigene Unzulänglichkeiten sowie Baumann, der gegen Aigner stoisch parierte (30.), verhinderten einen Torerfolg. Und so ging der SCF mit einem 1:0 in die Kabinen, Kapitän Schuster nutzte die einzige Chance sehenswert per Fallrückzieher zum 1:0 aus (34.).

Im zweiten Durchgang war dann viel mehr los, die Freiburger bewiesen sich aber weiter als Meister der Effizienz. Guedé (54.) und Klaus (70.) nutzten gleich die weiteren Chancen. Für die Hessen hielt Joselu mit seinem zwischenzeitlichen 1:2 (59.) die Hoffnungen am Leben. Das Veh-Team drängte in der Schlussphase auf die Wende und eröffnete so Räume für die Breisgauer, die Mehmedi (77., 81.) aber zunächst liegen ließ. Besser machte es Guedé, der in der Nachspielzeit den 4:1-Endstand markierte. Freiburg rückt durch den Sieg bis auf einen Zähler an das rettende Ufer heran, Frankfurt verpasste den Befreiungsschlag.

Bayern siegt auch ohne Hoeneß weiter

Auch Leverkusen war am Ende kein Gegner: Der Bayern-Express könnte sein Ziel Meisterschaft schon kommende Woche erreichen.
Auch Leverkusen war am Ende kein Gegner: Der Bayern-Express könnte sein Ziel Meisterschaft schon kommende Woche erreichen.
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Der FC Bayern hat auch das 17. Bundesligaspiel in Folge für sich entschieden und mit einem 2:1 gegen Leverkusen seinen Vorsprung auf die Konkurrenz auf 23 Punkte ausgebaut. Im für die Guardiola-Elf günstigsten Fall könnte der Meistertitel somit bereits in der kommenden Woche perfekt gemacht werden. Der letzte Punktverlust setzte es ebenso wie die letzte Bundesliga-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. Doch diesmal war die Werkself nur in der ersten Hälfte ein unangenehmer Gegner. Durch frühes Stören ließen die Leverkusener die Münchner kaum gefährlich in den Strafraum kommen. In der 44. Minute war es dann aber doch soweit und Mandzukic stieg höher als Wollscheid: Kopfball, Tor, 1:0. Nach der Pause machte Schweinsteiger mit einem direkt verwandelten Freistoß bereits alles klar (52.). Leverkusen leistete kaum noch Gegenwehr, die Bayern wechselten in den Sparmodus und konnten sich in der letzten Minute der Nachspielzeit eine kleine Unaufmerksamkeit leisten, die Kießling zum Anschlusstreffer nutzte.

Kampf um Champions League: Klopp-Team verliert an Boden

Die Gladbacher überraschen mit einem 2:1 in Dortmund.
Die Gladbacher überraschen mit einem 2:1 in Dortmund.
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Am Samstagnachmittag kassierten die Dortmunder im Borussen-Duell gegen Mönchengladbach mit einem 1:2 die vierte Heimniederlage. Die Gladbacher erwischten den besseren Start und kamen zum Beispiel durch Hermann zu einer guten Chance (12.). Auch der anderen Seite musste Gladbach-Keeper ter Stegen in der 23. Minute gegen Hummels retten, sechs Minuten später verhinderte der Querbalken nach Schuss von Aubameyang eine BVB-Führung. Doch gerade, als die Dortmunder Oberwasser bekommen hatten, schlug Gladbach mit zwei Kontertoren von Raffael (31.) und Kruse (40.) zu. Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste dem dritten Tor lange Zeit näher als die Klopp-Elf dem Anschluss. Der fiel zwar durch Jojic in der 77. Minute, kam aber letztendlich zu spät. Dortmund liegt nach der Heimpleite zwar noch auf dem zweiten Tabellenplatz, doch der Lokalrivale Schalke 04 ist nur noch einen Punkt entfernt.

Punkt für Stevens beim VfB-Debüt

Auf Augenhöhe: Im Spiel zwischen Bremen und Stuttgart gab es keinen Sieger.
Auf Augenhöhe: Im Spiel zwischen Bremen und Stuttgart gab es keinen Sieger.
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Beim Debüt von Huub Stevens auf der Trainerbank des VfB Stuttgart nahmen die Schwaben immerhin einen Punkt aus Bremen mit. Die erste Halbzeit blieb ohne große Höhepunkte - bis auf einen sehr umstrittenen Handelfmeter kurz vor dem Seitenwechsel, den Harnik aber an den Außenpfosten setzte. In Führung ging der VfB dann nach dem Seitenwechsel: Nach einem Eckball war Bremen-Keeper Wolf zwar auf dem Posten, doch im Nachschuss brachte Niedermeier die Schwaben in Führung (55.). Der Ausgleich fiel durch einen von Hunt glücklich verwandelten Freistoß (79.).

Hoffenheim gibt Partie aus der Hand

Eigentlich war die Partie für die 05er schon verloren, doch am Ende setzten sich die Mainzer in Hoffenheim 4:2 durch und schoben sich in der Tabelle auf den fünften Platz. Die Partie begann gleich mit einem richtigen Aufreger: Noveski verursachte einen Foulelfmeter für Hoffenheim, doch Salihovic konnte die sich angebotene Chance nicht nutzen und schoss das Leder in die Wolken. Auch in der Folge und aus dem Spiel heraus hatte 1899 mehrere gute Tormöglichkeiten, doch Karius im Tor der Mainzer zeigte sich gut aufgelegt. Erst nach der Pause schlug das Leder dann doch im Kasten der Rheinhessen ein - und das gleich doppelt: Durch einen Gewaltschuss von Polanski (49.) und durch Roberto Firmino (53.). Eigentlich eine komfortable Führung, insbesondere weil die Mainzer im Spiel nach vorne weiter kaum stattfanden. Bis zur 67. Minute, als Choupo-Moting aus heiterem Himmel den Anschluss erzielte. Nun witterte die Tuchel-Elf Morgenluft - und drehte mit einem kuriosen Treffer von Saller (73.), der definitiv keine Torerzielungsabsicht hatte, und durch einen Kopfball des Japaners Okazaki (75.) noch die Partie. Okazaki machte in der Nachspielzeit noch alles klar. Kuriosum am Rande: Nach einem Zusammenstoß mit Hoffenheims Beck in der 23. Minute musste ein Kameramann mit einer Gehirnerschütterung aus dem Stadion getragen werden. Beck blieb unverletzt.

Müdes Derby in Niedersachsen

Mit einem 1:1 im Niedersachsen-Derby bei Schlusslicht Eintracht Braunschweig fiel der VfL Wolfsburg in der Tabelle einen Platz hinter Mainz zurück. Es war kein gutes Spiel, das die 23.325 Zuschauer im ausverkauften Eintracht-Stadion sahen. Mit einem Abstauber-Tor von Luiz Gustavo war die Hecking-Elf in der 36. Minute nicht unverdient in Führung gegangen. Doch schon kurz nach dem Seitenwechsel fiel der Ausgleich mit einem strammen Schuss von Bellarabi (48.). Ohne viele Höhepunkte plätscherte die Partie anschließend ihrem Ende entgegen.

Herthas Heimkomplex hält an

Hertha BSC bekommt in der Rückrunde seinen Heimkomplex einfach nicht los. Die Berliner verloren im Olympiastadion mit 0:3 gegen Hannover 96, das durch den Erfolg seinen zweiten Auswärtsdreier in dieser Runde einfährt. Die Hauptstädter waren im ersten Durchgang überlegen, konnten vor allem dank Ronny und Ramos überzeugen, doch vergab der Kolumbianer genauso wie Skjelbred beste Gelegenheiten zur Führung. Nach dem Seitenwechsel schlug dann Stindl aus dem Nichts für die Korkut-Elf zu. Die Niedersachsen agierten in vorderster Front mit Bittencourt und Schlaudraff, der nach Rudnevs frühzeitiger, verletzungsbedingter Auswechslung aufs Feld kam und die 2:0-Führung in souveräner Manier besorgte. Beide Tore konnte der agile Bittencourt vorbereiten. In der Nachspielzeit sorgte Huszti für den Endstand. Für die Luhukay-Elf setzte es die dritte Heimniederlage in diesem Jahr, die angesichts des Spielgeschehens absolut vermeidbar war.

Schalke kann sich bei Huntelaar bedanken

Doppeltorschütze: Schalke Huntelaar drehte in Augsburg den Spieß um.
Doppeltorschütze: Schalke Huntelaar drehte in Augsburg den Spieß um.
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Der 25. Spieltag begann am Freitagabend mit dem Gastspiel der Schalker beim FC Augsburg. Die Fuggerstädter waren in der Anfangsphase sehr aggressiv und belohnten sich durch Werners Führungstor, der nach Hooglands missglückter Kopfball-Rückgabe den Ball erlief und eiskalt abschloss (5.). Auch in der Folge blieb der FCA am Drücker, doch ein zweites Tor wollte für die Weinzierl-Elf nicht fallen. Die Königsblauen bissen sich Mitte des ersten Durchgangs in die Partie rein und durften nach Huntelaars Abstaubertor zum 1:1-Halbzeitstand jubeln - zuvor hatte Manninger gepatzt, der einen Distanzschuss von Boateng direkt nach vorne abprallen ließ. Nach dem Seitenwechsel lag der FCA blitzschnell hinten. Über den zur Pause eingewechselten Ayhan und Draxler kam der Ball zu Kolasinac, der Huntelaar mustergültig bediente. Der Niederländer hatte keine Mühe, den Ball zu seinem siebten Tor in der Rückrunde über die Linie zu schieben. Der Führungstreffer gab der Keller-Elf weiterhin Auftrieb, die nun wesentlich flüssiger nach vorne kombinierte. Zwar verpassten es die Knappen, frühzeitig den Sack zuzumachen, doch ließen sie im Gegensatz zum Beginn des Spiels im zweiten Abschnitt erst in der Schlussphase Augsburger Chancen zu - Hahn hämmerte die Kugel von der Strafraumgrenze drüber. In den letzten Minuten war es dann eine einzige Abwehrschlacht, die aber für die Knappen glücklicherweise ohne Gegentreffer endete. Schalke springt nach dem 2:1-Auswärtssieg vorübergehend auf Platz drei, die Augsburger können am Samstag wieder aus den internationalen Plätzen verdrängt werden.

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2013/14, 25. Spieltag
1. Bundesliga, 2013/14, 25. Spieltag
Nachdenklich...

... zeigte sich SGE-Trainer Veh vor dem Duell gegen Freiburg.
© Getty Images

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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München74:1271
 
2Borussia Dortmund56:2948
 
3FC Schalke 0448:3647
 
4Bayer 04 Leverkusen41:2944
 
51. FSV Mainz 0537:3841
 
6VfL Wolfsburg42:3940
 
7Bor. Mönchengladbach43:3239
 
8FC Augsburg38:3638
 
9Hertha BSC35:3136
 
10TSG Hoffenheim54:5629
 
11Hannover 9634:4329
 
12Werder Bremen29:4729
 
13Eintracht Frankfurt28:4426
 
14Hamburger SV41:5423
 
151. FC Nürnberg28:4423
 
16SC Freiburg26:4622
 
17VfB Stuttgart39:5221
 
18Eintracht Braunschweig20:4518