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02.03.2014, 19:24

BVB Zweiter - Werder Derbysieger - Bayern schält Schalke

Debakel für den VfL - Eintracht setzt VfB spät matt

Der VfL Wolfsburg geriet in Hoffenheim gewaltig unter die Räder - 2:6! Beim Spätspiel hatte Frankfurt gegen Stuttgart das bessere Ende für sich. Am Samstag verdrängte Dortmund (3:0 gegen Nürnberg) Leverkusen (0:1 gegen Mainz) von Platz zwei, Werder gewann das 100. Nordderby gegen den HSV. Gladbach gewann auch in Braunschweig nicht, Bayern deklassierte Schalke.

Alex Meier
Freude und Frust: Während Stuttgart hadert, dreht Frankfurts Alex Meier zum Feiern mit Tranquillo Barnetta ab.
© picture allianceZoomansicht

Am Sonntagabend lieferten sich Frankfurt und Stuttgart einen Klassenkampf. VfB-Trainer Thomas Schneider setzte im Kellerduell in der Spitze auf Cacau sowie Rückkehrer Gentner und durfte in der 31. Minute über die 1:0-Führung durch Harnik jubeln. Wie so oft im ersten Abschnitt klaffte ein Riesenloch im Frankfurter Mittelfeld, Vorbereiter Maxim spazierte förmlich hindurch. Auch in der Offensive wussten die Hessen kaum zu überzeugen, die Halbzeitführung der Schwaben war somit verdient. Nach Wiederanpfiff wurde es dann hektisch. Referee Aytekin nahm einen Elfmeter (Cacau gegen Barnetta) nach Hinweis seines Assistenten zu Recht zurück (73.), auf der anderen Seite verfehlte Maxim nach Querpass von Boka das leere Tor (78.)! Und so schlug Frankfurt doch noch zu. Ein Abschlag von Ulreich landete postwendend im Lauf von Joker Rosenthal, der dem VfB-Keeper das Leder zum 1:1 durch die Beine schob (80.). Es kam noch dicker für die Schwaben. Flum narrte Niedermeier im Strafraum und passte zu Meier, der zum 2:1 einschob. Der VfB musste somit die achte Niederlage in Folge quittieren - das gab es in der Vereinsgeschichte noch nie.

Wölfe kommen im Kraichgau unter die Räder

Vier Spiele in Folge hatte der VfL Wolfsburg gewonnen - umso rätselhafter, wie die Wölfe in Hoffenheim derart unter die Räder kommen konnten. Die spielfreudigen Kraichgauer gingen durch Firmino (4.) früh in Front, wie aus dem Nichts gelang dem VfL dank Dost aber der Ausgleich (15.). Doch das gab den Niedersachsen auch keine Sicherheit. Innerhalb von sechs Minuten schraubte die TSG das Ergebnis auf 4:1. Süle (37.) per Kopf nach einer Ecke sowie Modeste (39., 43.) hießen die Torschützen. Bei seinem zweiten Treffer stand Modeste jedoch minimal im Abseits. VfL-Trainer Dieter Hecking reagierte zur Pause, brachte Caligiuri für Medojevic - und nach dem 2:4 durch Perisic (76.) witterten die Wölfe noch einmal Morgenluft. Nach Rot für Träsch und Elfmeter für Hoffenheim - Salihovic verwandelte gewohnt sicher (82.) - war die Messe aber endgültig gelesen. Schipplock machte sogar noch das halbe Dutzend voll (86.). Für Wolfsburg ein herber Rückschlag im Kampf um die Königsklasse - zumal am kommenden Wochenende der FC Bayern beim VfL zu Gast ist.

Derbyheld Junuzovic: Werder stürzt den HSV wieder

Bremens Junuzovic jubelt über sein 1:0 gegen den HSV im Nordderby.
Bremens Junuzovic jubelt über sein 1:0 gegen den HSV im Nordderby.
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Im mit Spannung erwarteten Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV brauchten beide Teams am Samstag ein wenig, um die Nervosität abzulegen. Besser gelang dies schließlich der Dutt-Elf, die sich auch mit dem Führungstreffer durch Junuzovic belohnte. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka, der van der Vaart zunächst auf die Bank setzte, hatte im ersten Abschnitt wenig Offensivszenen - sieht man einmal von Calhanoglus Lattentreffer kurz vor der Pause ab. In der Halbzeitpause schien Slomka dann die richtigen Worte gefunden zu haben. Mit dem eingewechselten van der Vaart übernahm der HSV nach einer zusätzlichen Spielunterbrechung wegen Pyrotechnik im Bremer Fanblock nun die Initiative. Große Chancen sprangen für die Hamburger trotz der phasenweise erspielten Überlegenheit aber nicht heraus, zudem hätte Junuzovic alleine vor Adler die Vorentscheidung herbeiführen müssen. Trotz dieser vergebenen Möglichkeit riss Werder das Geschehen Mitte der zweiten Hälfte wieder an sich und siegte verdient - auch in der sechsminütigen Nachspielzeit brannte nichts mehr an.

BVB findet gegen Club-Bollwerk die Lücken

Die Dortmunder hatten gegen die Nürnberger ein klares Übergewicht in den ersten 45 Minuten - 12:1-Torschüsse lautete die Bilanz bis zum Seitenwechsel für die Borussia. Die Klopp-Elf spielte flott nach vorne, doch Lewandowski & Co. hatten mehrfach das Visier falsch eingestellt. Oder trafen ein Körperteil der leidenschaftlich verteidigenden Nürnberger. Der eine Abschluss des FCN hatte es allerdings in sich - Pekhart traf alleine vor Keeper Weidenfeller nur den Pfosten. Die zweite Hälfte bot sofort wieder dasselbe Bild: Der BVB drückte und kam durch Hummels Abstaubertor zur Führung, zuvor hatte der leicht im Abseits stehende Lewandowski geköpft und Schäfer pariert. Mit dem Führungstreffer im Rücken entfesselte der BVB seine Spielkultur und kam durch Lewandowski und Mkhitaryan zum 3:0-Endstand. Unter dem Strich ein hochverdienter Erfolg für die Klopp-Elf, der den BVB auf Platz zwei springen lässt. Nürnberg kassierte die zweite Niederlage in der Rückrunde.

Schlusspunkt: Mkhitaryan macht das 3:0 gegen Nürnberg.
Schlusspunkt: Mkhitaryan macht das 3:0 gegen Nürnberg.
© Getty Images

Leverkusen tief in der Krise und Dritter

In Leverkusen ging es um nichts anderes als Krisenbewältigung. Nach vier Pflichtspielniederlagen in Serie wollte die Hyypiä-Elf gegen die zuletzt aufstrebenden Mainzer den Bock umstoßen. Doch der FSV ließ sich von der flotten Anfangsphase der Werkself, die ohne Kießling (Infekt und Platzwunde) begann, wenig beeindrucken. Zudem fehlte Bayers Offensivspiel die Präzision. Die Rheinhessen ihrerseits agierten extrem clever und abgezockt - Choupo-Moting machte per Hacke den nicht unverdienten Führungstreffer. Im zweiten Durchgang erhöhte Leverkusen weiter die Schlagzahl, Hyypiä brachte nach einer Stunde Kießling, doch der FSV hielt die Westdeutschen gut vom eigenen Tor weg und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Mainz rüttelt damit mächtig an Europas Pforten, die Leverkusener sind Platz 2 los.

Zwei Torwart-Fehler sorgen für das Remis in Braunschweig

Am vergangenen Spieltag ließen die Braunschweiger zwei Elfmeter liegen, im Heimspiel gegen die kriselnden Gladbacher traf die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht, der unter der Woche bis 2017 verlängerte, ins eigene Netz. Nach einer Ecke prallte die Kugel Keeper Davari auf den Oberschenkel und von dort in die Maschen. Ein symptomatisches Tor für einen sehr zerfahrenen ersten Durchgang, der fast keine Strafraumszenen bot. Direkt nach dem Wiederbeginn leistete sich dann Gladbachs Nationalkeeper ter Stegen einen Slapstick-Auftritt: Daems passte zurück und der Torwart lenkte den Ball unbeholfen ins Netz. Dabei blieb es, ein gerechtes Remis in einem schwachen Spiel.

Zieler rettet 96 einen Zähler

Augsburg gegen Hannover oder das Duell der beiden jüngsten Bundesliga-Trainer. Die Weinzierl-Elf musste einem Rückstand von Diouf hinterherlaufen und den zusätzlichen Ausfall von Kapitän Verhaegh (Risswunde) verkraften. Bis die überlegenen Fuggerstädter gegen die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut ausgleichen konnte, dauerte es bis zur zweiten Halbzeit - Klavan köpfte nach einer Ecke unbedrängt ein. Nun wollte der FCA mehr und drängte energisch auf den zweiten Treffer, doch Hannovers Nationalkeeper Zieler war mehrfach zur Stelle. So blieb es beim für die Niedersachsen letztlich sehr glücklichen Unentschieden.

Nummer 48: Bayerns Spaziergang gegen Schalke

Nicht zu halten: Dreifachtorschütze Robben (li.) und Thiago.
Nicht zu halten: Dreifachtorschütze Robben (li.) und Thiago.
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Schalke 04 wollte sich am Samstagabend für die 1:6-Demontage in der Champions League gegen Real Madrid rehabilitieren. Unglücklicherweise führte es die Keller-Elf zum FC Bayern, wo es mit einem 1:5 die nächste Abfuhr setzte. Die Münchner spazierten zu vier teilweise wunderschön herausgespielten Toren, die Schalker Defensive war ein Torso. Los ging es für die Königsblauen mit etwas Pech, denn schon in der 3. Minute flog Alabas abgefälschter Freistoß unhaltbar für Fährmann ins Netz. Ein Schock für die Schalker, der fast bis zum Halbzeitpfiff nachwirkte. Die Bayern spielten sich mit dem Doppeltorschützen Robben (zum 2:0 und 4:0), den Antreibern Thiago, Kroos, Götze und Schweinsteiger in einen wahren Spielrausch. Mandzukic besorgte das zwischenzeitliche 3:0 per Kopfball. In den fünf Minuten vor dem Seitenwechsel hatten die Schalker dann auch einige Offensivszenen, doch Neuer war jeweils auf dem Posten. Im zweiten Abschnitt nahm der Rekordmeister mehrere Gänge raus, Schalke stellte taktisch etwas um und stand damit stabiler. Belohnt wurde dies durch ein Eigentor des Ex-Schalkers Rafinha zum zwischenzeitlichen 1:4. Kurz darauf brachte Papadopoulos Mandzukic im Strafraum zu Fall und sah die Rote Karte - eine harte, wenn auch regel-konforme Entscheidung. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Robben sicher zum 5:1-Endstand. Die Königsblauen konnten sich bei Keeper Fährmann bedanken, der mit zahlreichen Paraden eine noch höhere Niederlage verhinderte. Saisonübergreifend war es das 48. ungeschlagene Spiel der Bayern in Serie.

Müde Nullnummer in Berlin

Nullnummer in Berlin: Herthas Ben Hatira im Zweikampf mit Freiburgs Fernandes.
Nullnummer in Berlin: Herthas Ben Hatira im Zweikampf mit Freiburgs Fernandes.
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Der SC Freiburg hat sich am Freitagabend mit einem 0:0 in Berlin einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf erspielt. Die Hoffnungen der Hertha auf eine Europacup-Teilnahme erlitten dagegen einen Dämpfer. Auch wenn eine Blitzchance von Allagui schon wenige Sekunden nach dem Anpfiff mehr versprach: Die erste Halbzeit der Partie war eher ein müder Abendkick. Erst unmittelbar vor dem Seitenwechsel konnten die Torhüter ihre Qualitäten beweisen: Kraft entschärfte einen Direktannahme von Mehmedi (44.), anschließend parierte Freiburgs Keeper Baumann gegen Ndjeng (45.). Auch nach dem Seitenwechsel nahm die Partie kaum Fahrt auf und war überwiegend von Taktik geprägt. Nur Ramos, der zuletzt mit einem Bluterguss angeschlagen war, aber dennoch spielen konnte, hatte für die ansonsten enttäuschenden Berliner kurz hintereinander zwei Tormöglichkeiten (75., 77.), scheiterte jedoch an Baumann.

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2013/14, 23. Spieltag
1. Bundesliga, 2013/14, 23. Spieltag
Der Druck ist riesig

Der VfB Stuttgart verlor die letzten sieben Spiele in Serie - der Druck auf Trainer Thomas Schneider ist riesig.
© Getty Images

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02.03.14
 
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zum Thema

1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München66:1065
 
2Borussia Dortmund54:2745
 
3Bayer 04 Leverkusen39:2643
 
4FC Schalke 0442:3541
 
5VfL Wolfsburg40:3239
 
61. FSV Mainz 0532:3537
 
7Bor. Mönchengladbach40:2936
 
8Hertha BSC34:2735
 
9FC Augsburg35:3335
 
10TSG Hoffenheim52:4829
 
11Hannover 9630:4225
 
12Eintracht Frankfurt26:3925
 
13Werder Bremen26:4625
 
141. FC Nürnberg27:4023
 
15VfB Stuttgart36:4919
 
16Hamburger SV38:5219
 
17SC Freiburg22:4419
 
18Eintracht Braunschweig17:4216