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23.02.2014, 19:19

Slomka belebt den HSV - Wölfe als eiskalte Verwerter

Nullnummer in Frankfurt - 96 kann die Bayern nicht stoppen

Eintracht Frankfurt kam trotz gut einer Stunde in Überzahl nicht über ein 0:0 gegen Bremen hinaus. Die Bayern fuhren zum Abschluss in Hannover den 14. Ligasieg in Folge ein. Nürnberg erlebte am Samstag gegen Braunschweig drei gehaltene Elfmeter, Schäfer avancierte für zehn Nürnberger zum Matchwinner. Der HSV lebt wieder - 3:0 gegen Dortmund. Stuttgart bleibt mit dem 1:2 gegen Hertha im freien Fall. Hoffenheim ergatterte in Gladbach ein 2:2, Wolfsburg besiegte die kriselnden Leverkusener.

Thiago und Mandzukic
Schrei ins Glück: Jerome Boateng feiert Thiagos Tor noch euphorischer als der Schütze selbst.
© Thiago und BoatengZoomansicht

Pep Guardiola wartete am Sonntagabend beim Auswärtsspiel seiner Bayern in Hannover mit einer Überraschung auf. Im Tor durfte Starke ran, Neuer erhielt eine Verschnaufpause. Die Nummer zwei war in der 15. Minute gleich gefordert, und Starke bestand die Probe gegen den enteilten Rudnevs mit Bravour. Der Rekordmeister nahm danach das Heft immer fester in die Hand - und schlug eiskalt zu. Müller traf per Kopf nach Rafinha-Flanke (25.), Thiago legte nach feinem Zuspiel von Schweinsteiger nur neun Minuten später nach. Hannover hatte auch im zweiten Abschnitt seine Chancen, Diouf (56.) und Huszti eine Minute später scheiterten aber ebenfalls an Starke. Und das war eben der Unterschied: Müller zeigte kurz darauf zum zweiten Mal, wie man seine Chancen konsequent nutzt (59.), Mandzukic ließ per Kopf (66.) letzte Zweifel an einem klaren FCB-Sieg verschwinden. Damit hatte es Hannover überstanden, es blieb beim 4:0. Die Bayern haben nun 19 Punkte Vorsprung auf das zweitplatzierte Leverkusen.

Meier steht gegen Bremen zweimal der Pfosten im Weg

Die Partie am Sonntagnachmittag zwischen Frankfurt und Bremen nahm erst nach einer Viertelstunde an Fahrt auf - dann aber mit stürmischen Hessen. Joselu scheiterte im Eins-gegen-eins an Keeper Wolf, Meier (19.) setzte in seinem 200. Bundesligaspiel einen Freistoß an den Außenpfosten. Als dann auch noch Kroos den Platz mit Gelb-Rot im Gepäck verlassen musste (34.), sprach das Momentum endgültig für die Veh-Elf. Doch die Überzahl schien Frankfurt eher zu lähmen als zu beflügeln. Erst in der 78. Minute sorgte ein platzierter Fernschuss von Meier wieder für einen Hauch Gefahr gegen aufopfernd kämpfende Norddeutsche, die sich ganz auf die Defensive konzentrierten. Mit Erfolg: Es blieb bei der Nullnummer, da der völlig freie Meier aus sechs Metern per Kopf erneut nur den Pfosten traf (88.).

Wahnsinn in Franken: Drei gehaltene Elfer und ein Raketenstart

Pekhart jubelt über das 2:1 für den Club.
Pekhart jubelt über das 2:1 für den Club.
© Getty ImagesZoomansicht

In Nürnberg waren wieder einmal einige heftige Turbulenzen zu verzeichnen. Im Abstiegsduell gegen Aufsteiger Braunschweig kamen die Franken nur schwer in die Gänge und kaum vor das gegnerische Gehäuse. FCN-Abwehrmann Nilsson zerrte Nielsen zu Boden und sah wegen einer Notbremse die Rote Karte (32.). Club-Trainer Verbeek musste taktisch wechseln - es erwischte wieder Gebhart, der zuletzt in Augsburg ein- und ausgewechselt worden war. Schon bei der nächsten Aktion zappelte dann der Ball im Gehäuse der Gastgeber - Kumbela nickte eine Ecke aus vier Metern ein. Fast wäre es noch schlimmer gekommen - Keeper Schäfer fällte Kumbela, doch der Torjäger der Niedersachsen scheiterte dann mit dem fälligen Elfmeter an Schäfer. Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich dann binnen weniger Augenblicke die Ereignisse. Elf Sekunden brauchte Kiyotake bis zum Ausgleich und schon beim nächsten Angriff hämmerte der eingewechselte Pekhart das Leder zum 2:1 für Nürnberg in die Maschen. Kurz darauf verschoss Kiyotake noch einen Elfer für Nürnberg, der Japaner schoss an den Innenpfosten, doch die wackeren Franken brachten in Unterzahl den Vorsprung über die Zeit.

Slomkas Debüt gelingt: Zu-Null-Sieg gegen den BVB

Die Premiere von Mirko Slomka auf der Bank des krisengeschüttelten Hamburger SV gegen Borussia Dortmund war von Erfolg gekrönt. Der neue Coach baute seine Mannschaft auf sechs Positionen um und verschaffte ihr defensiv mehr Stabilität. Die Dortmunder agierten zögerlich und zeigten wenig von ihrem zuletzt gelobten Powerfußball. Lewandowski hatte eine ganz gute Gelegenheit, zielte jedoch zu hoch. Besser machte es auf der Gegenseite Jiracek, der von Lasoggas Flanke profitierte und sich im Luftduell wuchtig durchsetzte. Als der Ball zum 1:0 im Netz zappelte, gab es auf der HSV-Bank einen wahren Jubelsturm. In der zweiten Hälfte wurde der BVB kaum agiler und biss sich an den aggressiven Hamburgern die Zähne aus. Die Hamburger indes blieben auch in der Offensive eiskalt, Lasogga wurde steil geschickt und markierte das 2:0. Nun wachte der BVB etwas auf, doch mit Glück und Geschick blieben die Hanseaten ohne Gegentor. Als Zugabe dann noch das 3:0 durch Calhanoglus 40-Meter-Freistoß zum Endstand.

Jubel ohne Grenzen: Der HSV besiegte Dortmund klar.
Jubel ohne Grenzen: Der HSV besiegte Dortmund klar.
© Getty Images

VfB: Siebte Pleite in Serie

Auch beim VfB Stuttgart kriselte es nach sechs Pleiten in Folge gewaltig. Und gegen die Herthaner ging es gleich wieder mit einem Schockmoment los, weil Kobiashvili früh für die Berliner traf. Der Rückstand zeigte bei der Schneider-Elf richtig Wirkung, die lange Zeit kaum ins Spiel fand. Dann aber besorgte Boka im Anschluss an eine Ecke aus dem Rückraum den Ausgleichstreffer. Die zweite Hälfte bot dann eher Magerkost, bis in der Schlussphase der Berliner Wagner erst den 2:1-Siegtreffer per Kopf markierte und kurz darauf mit der Ampelkarte vom Platz flog. Unter dem Strich stand aber die siebte Schwaben-Pleite in Serie.

Gladbach: Sieben Spiele ohne Sieg

Gladbach erwischte gegen Hoffenheim einen klasse Start, weil TSG-Keeper Casteels patzte und Herrmann mit links einen gefühlvollen Heber früh in die Maschen setzte. Die Kraichgauer versteckten sich keineswegs, doch die Borussia nutzte ihre Chancen im ersten Abschnitt eiskalt - Jantschke legte nach einer Ecke per Kopf zum 2:0 nach. Mit dem Wiederbeginn nahm die TSG die Aufholjagd weiter in Angriff und wurde durch Firmino belohnt, der ter Stegen am kurzen Pfosten überraschte. Die Gisdol-Elf wollte nun mehr und drängte weiter auf den Ausgleich. Diesen bescherte ihr letztlich Stranzl, der etwas fahrlässig einen Elfmeter produzierte, den Salihovic gewohnt sicher zum 2:2-Endstand verwandelte.

Hahn setzt den Schlusspunkt für Augsburg

Auch die Augsburger erwischten einen perfekten Start und gingen beim SC Freiburg früh durch Werner in Führung. Es war der Auftakt für eine rasante erste Hälfte, in der beide Mannschaften mit offenem Visier sich beharkten. Das Tempo war hoch, die Intensität in den Zweikämpfen auch - und dann gab es für die Breisgauer auch noch ein absolutes Traumtor zu bejubeln: Schmid drosch einen Freistoß in den Winkel zum 1:1. Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie allerdings zunächst, Augsburg blieb strukturierter, Freiburg suchte vergeblich die Lücke im Defensivverbund der Fuggerstädter. In der Schlussphase wurde es dann aber wieder rasanter. Erst machte Mehmedi mit einem Flachschuss das 2:1 für Freiburg, dann glich Verhaegh aus und trieb die Augsburger weiter an. Die Schlusspunkte zugunsten der Weinzierl-Elf setzten Altintop und Hahn mit den Treffern zum 4:2-Auswärtssieg.

Heckings Wolfsrudel: Fast jeder Schuss sitzt

Harter Zweikämpfer und Torschütze: Luis Gustavo, hier gegen Bender, markierte das zwischenzeitliche 2:1.
Harter Zweikämpfer und Torschütze: Luis Gustavo, hier gegen Bender, markierte das zwischenzeitliche 2:1.
© Getty ImagesZoomansicht

Das Rennen um die Champions-League-Plätze hat spätestens seit Samstagabend einen weiteren Bewerber. Der VfL Wolfsburg empfing Bayer Leverkusen und rang den Werksklub mit 3:1 nieder. Für die Westdeutschen war es die vierte Pflichtspiel-Niederlage in Serie - Pleiten in der Liga gegen Schalke und Wolfsburg, zuvor das Aus im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern und die bittere 0:4-Klatsche gegen PSG in der Königsklasse. Die Wolfsburger dagegen landeten den vierten Pflichtspieldreier in Serie und rücken immer näher an die Plätze zwei bis vier ran. Die Hecking-Elf profitierte gegen Bayer von ihrer effektiven Chancenverwertung - Dost nutzte die einzige Gelegenheit in Hälfte eins nach einer klasse Stafette über Knoche und Perisic zum 1:0. Im zweiten Abschnitt zeigte sich Luiz Gustavo im Anschluss an einen Naldo-Freistoß kaltschnäuzig. Kurz vor der Pause hatte Sam für die aktiveren und aggressiveren Leverkusener ausgeglichen - auch dieser Treffer war über Kießling und Hegeler schön herausgespielt. Den vorentscheidenden dritten Treffer für Wolfsburg markierte Rodriguez, der zwar zunächst seinen Elfmeter verschoss, doch den von Torwart Leno zurückprallenden Ball mühelos zum 3:1-Endstand über die Linie schob.

Schalke gegen Mainz: Viel Taktik, keine Tore

Auf Augenhöhe: Schalkes Hoogland und der Mainzer Okazaki.
Auf Augenhöhe: Schalkes Hoogland und der Mainzer Okazaki.
© Getty ImagesZoomansicht

Zum Auftakt des 22. Spieltags duellierten sich am Freitagabend die aufstrebenden Schalker und die nicht minder gut in Form befindlichen Mainzer. Im ersten Abschnitt hatten die Königsblauen, die ohne Höwedes und mit Draxler auf der Bank die Aufgabe angingen, gegen die Rheinhessen einen schweren Stand, die taktisch sehr diszipliniert agierten. Die beste Gelegenheit für S04 hatte der auffällige Farfan, für den FSV wäre beinahe Okazaki erfolgreich gewesen, doch Fährmann parierte glänzend. Im zweiten Abschnitt erstarrte das Spiel immer mehr in taktischen Vorgaben. FSV-Keeper Karius legte einmal unfreiwillig für Meyer auf, doch der Youngster nutzte die Chance nicht. Auf der anderen Seite hätte es Bell klingeln lassen können, doch er köpfte S04-Torwart Fährmann genau in die Arme. Ein "Highlight" aus Schalker Sicht: In der 65. Minute feierte Draxler sein Comeback nach der schweren Muskelverletzung am 11. Dezember 2013. Am Spielverlauf änderte dies aber nichts mehr, so dass es beim torlosen Remis blieb.

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2013/14, 22. Spieltag
1. Bundesliga, 2013/14, 22. Spieltag
Zuschauerrolle

Neuer erhielt eine Schonpause und durfte sich das Spiel in Hannover von der Bank aus ansehen.
© Getty Images

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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München61:962
 
2Bayer 04 Leverkusen39:2543
 
3Borussia Dortmund51:2742
 
4FC Schalke 0441:3041
 
5VfL Wolfsburg38:2639
 
6Bor. Mönchengladbach39:2835
 
7Hertha BSC34:2734
 
8FC Augsburg34:3234
 
91. FSV Mainz 0531:3534
 
10TSG Hoffenheim46:4626
 
11Hannover 9629:4124
 
121. FC Nürnberg27:3723
 
13Eintracht Frankfurt24:3822
 
14Werder Bremen25:4622
 
15VfB Stuttgart35:4719
 
16Hamburger SV38:5119
 
17SC Freiburg22:4418
 
18Eintracht Braunschweig16:4115

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