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12.02.2014, 13:26

Frankfurt: Knorpelfraktur beim Schweizer

Sorgen um Schwegler - Pause für Zambrano?

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, sagt eine Fußballweisheit. Bei Frankfurt und Dortmund trifft das auf besondere Weise zu. Die Hessen können sich nach dem 0:1 am Dienstag im Pokal bereits am Samstag in der Ligapartie revanchieren. Armin Veh plant dabei wohl nicht mit dem Gelbsperre-gefährdeten Carlos Zambrano. Den Peruaner würde nach seinem Kleinkrieg mit Robert Lewandowski ohnehin ein Spießrutenlauf erwarten.

Im Dauerclinch: Referee Knut Kircher vermittelt zwischen den Streithähnen Robert Lewandowski und Carlos Zambrano.
Im Dauerclinch: Referee Knut Kircher vermittelt zwischen den Streithähnen Robert Lewandowski und Carlos Zambrano.
© picture allianceZoomansicht

Lewandowski und Zambrano: Fast jedes Mal, wenn die beiden am Dienstag aufeinandertrafen, krachte es. Der Peruaner provozierte den BVB-Angreifer wo es nur ging, der Pole provozierte zurück. Freunde werden die beiden sicher nicht mehr.

So waren die Dortmunder nach dem Spiel auf den Frankfurter auch gar nicht gut zu sprechen. Sebastian Kehl lobte seinen Mitspieler für dessen Coolness. "Ruhig zu bleiben war vor allem für Robert sehr wichtig. Wir haben ihm in der Halbzeit gesagt, dass er sich auf keinen Fall provozieren lassen soll", erklärte der Kapitän. "Er hat es wirklich gut gemacht. Zambrano hat sein Spiel nur auf ihn ausgerichtet. Am Ende hat er dafür die Strafe bekommen."

Auch der Dortmunder Sportdirektor Michael Zorc ließ kein gutes Haar an Zambrano. "Wie er provoziert und wie er schauspielert, das gehört nicht auf den Fußballplatz. Und das war nicht das erste Mal", sagte Zorc. Eintracht-Trainer Armin Veh entgegnete: "Permanent auf meinen Spieler loszugehen, steht dem Manager von Borussia Dortmund nicht zu. Der soll sich um seine eigenen Spieler kümmern."

Ihre Privatfehde hätten Lewandowski und Zambrano eigentlich schon am Samstag fortsetzen können, wenn sich die beiden Mannschaften in der Liga wiedersehen. Doch dazu wird es wohl nicht kommen. Wie schon beim FC Bayern plant Veh offenbar, den Peruaner nicht einzusetzen. Zambrano ist von einer Gelbsperre bedroht, eine Woche später tritt die Eintracht gegen Werder Bremen an. Derzeit trennt die beiden Kontrahenten nur ein einziger Punkt voneinander. Die Vorkommnisse am Dienstag dürften dazu beitragen, Zambrano nicht einzusetzen - der Eintracht-Verteidiger würde in Dortmund wohl gnadenlos ausgepfiffen werden, zumal er auch noch von 2006 bis 2010 beim Revierrivalen Schalke kickte.

Schwegler fehlt länger

Pirmin Schwegler
Schmerzhaft: Pirmin Schwegler fehlt der Eintracht wohl länger.
© imago

Auch Sebastian Rode dürfte sich keine Gelbe Karte mehr erlauben, wenn er gegen Werder mit dabei sein möchte. In München verzichtete Veh neben Zambrano auch auf den Mittelfeldspieler. Allerdings könnte Rode in Dortmund zum Einsatz kommen, schließlich fällt mit Pirmin Schwegler ein wichtiger Mittelfeldakteur aus.

Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, wird die Pause des Schweizers wohl länger dauern. Der Kapitän zog sich beim Bundesliga-Spiel gegen Eintracht Braunschweig nicht nur eine Rippenprellung zu, sondern auch eine Knorpelfraktur am unteren Rippenbogen. Die weiteren Behandlungsmaßnahmen werden derzeit noch diskutiert. "Wir wissen nicht, wie lange er ausfällt", sagte Trainer Armin Veh.

Der 26-Jährige hatte sich die Verletzung am vergangenen Samstag im Punktspiel gegen Eintracht Braunschweig (3:0) bei einem Zweikampf zugezogen. Wie jetzt bekannt wurde, hatte sich Schwegler kurz darauf wegen akuter Beschwerden sogar notfallmäßig in der Frankfurter Uni-Klinik behandeln lassen müssen.

Hübner: "So zu verlieren, das ist brutal"

Veh siehtdennoch die Chance, in Dortmund zu punkten, wird das Spiel wohl kaum abschenken. Und das nicht zuletzt, da die Eintracht beim Pokalspiel absolut konkurrenzfähig war. "Wir haben gute Phasen in der Partie gehabt", sagte Veh. "Dass wir durch einen Standard verlieren, ist natürlich schade. Beim Gegentor hat die Zuteilung nicht so gepasst, wie wir das besprochen hatten." Einen Schritt weiter ging Sportdirektor Bruno Hübner. "Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir es verdient gehabt zu gewinnen. Dortmund hatte in dem Durchgang im Grunde nur eine wirklich gute Chance, die Standardsituation. So zu verlieren, das ist brutal."

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 12.02., 08:56 Uhr
Dortmund im Halbfinale - Aubameyang erlöst den BVB
Erleichtert zeigte sich Jürgen Klopp, nachdem der BVB die Hürde Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal-Viertelfinale genommen hatte. Als verdienten Sieger sah der Dortmunder Trainer sein Team, erfreut zeigte er sich über die Stärke bei Standards - zum Schaden der Eintracht. Coach Armin Veh haderte daher mit dem Verhalten seiner Defensive beim Gegentor. Ein Sonderlob bekam Torschütze Aubameyang von Klopp: "Vor dem Tor ist er eine Waffe."
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12.02.14
 
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zum Thema

weitere Infos zu Zambrano

Vorname:Carlos
Nachname:Zambrano
Nation: Peru
Verein:Rubin Kasan
Geboren am:10.07.1989

weitere Infos zu Lewandowski

Vorname:Robert
Nachname:Lewandowski
Nation: Polen
Verein:Bayern München
Geboren am:21.08.1988

weitere Infos zu Schwegler

Vorname:Pirmin
Nachname:Schwegler
Nation: Schweiz
Verein:TSG Hoffenheim
Geboren am:09.03.1987