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16.01.2014, 18:50

Frankfurt: Veh bilanziert das Trainingslager

"Auch als alter Hase muss man sich hinterfragen"

In der Nacht von Donnerstag fliegt Eintracht Frankfurt von Abu Dhabi aus nach Hause. In seinem Fazit zum neuntätigen Trainingslager beweist Trainer Armin Veh (52) ein gerüttelt Maß an Selbstkritik, hält mit Spieler-Kritik nicht hinterm Berg und erläutert eine Spionageaktion im Trainingslager von Hertha, dem ersten Rückrundengegner.


Aus dem Trainingslager in Abu Dhabi berichtet Michael Ebert

Beäugt seine Profis: Eintracht-Coach Armin Veh.
Beäugt seine Profis: Eintracht-Coach Armin Veh.
© imagoZoomansicht

Bei kicker.de spricht Veh über ...

... das Trainingscamp insgesamt: "Wir haben richtig gut arbeiten können und vieles getan, was uns helfen kann. Am Nachmittag gegen Schachtar Donezk wollte ich eigentlich die erste Elf durchspielen lassen, aufgrund der Belastung werden wir nun aber in der Halbzeit komplett wechseln. Das Fazit des Trainingslagers ist insgesamt positiv."

... den zusätzlichen Schnelligkeitstrainer Günter Kern: "Insgesamt mussten wir mehr machen als im Sommer. Wir sind nicht so gut durch die vielen Spiele gekommen. Ich glaube nicht mehr an Zufall, wenn man siebenmal in den letzten Minuten Gegentore bekommt. Vielleicht hätten wir die Europa League besser verkraftet, wenn wir im Sommer im Kraft- und Ausdauerbereich ein bisschen mehr gemacht hätten."

... die Selbsterkenntnis: "Im Sommer waren wir davon ausgegangen, dass es nicht notwendig war, mehr zu machen. Ich bin jetzt 23 Jahre Trainer, habe viel Erfahrung und viele Mannschaften trainiert und trotzdem muss man sich immer wieder überprüfen und vielleicht feststellen, es war jetzt nicht so gut, was du gemacht hast. Ob das der Grund für das Abschneiden in der Hinrunde war, wird sich nie endgültig klären lassen. Aber ich wollte es ändern. Man muss sich auch als alter Hase immer wieder hinterfragen."

... die Rotation in der Rückrunde: "Wir werden eher rotieren als vergangenes Jahr. Ich musste erst einmal sehen, wie meine Spieler mit der Dreifachbelastung umgehen. Ich weiß jetzt, dass der ein oder andere nicht damit klarkommt, alle drei Tage ein Spiel zu machen."

Armin Veh im Gespräch mit Neuzugang Alexander Madlung: "man sieht, wie erfahren er ist."
Armin Veh im Gespräch mit Neuzugang Alexander Madlung: "man sieht, wie erfahren er ist."
© imago

... die Form der Neuzugänge: "Alexander Madlung vermittelt einen richtig guten Eindruck. Er macht viel mit Routine, man sieht, wie erfahren er ist. Außerdem ist Madlung einer, der immer beißt. Tobias Weis braucht sicher noch ein bisschen, aber ich habe schon den Eindruck, dass ich ihn auch bringen kann."

... den in die B-Elf abgedrifteten Vaclav Kadlec: "Es ist eine Entwicklung, die er mitmachen muss. Er muss sich nun durchbeißen, lernen körperbetonter zu spielen. Wenn man als Ausländer in die Bundesliga kommt, ist es nie einfach. Falls wir mehr Punkte gemacht hätten, wäre die Integration schneller von statten gegangen. Ein Jahr zuvor hätte er es einfach gehabt. Jetzt geht es für uns vor allem darum, Ergebnisse zu holen. Ich kann jetzt keine Experimente machen."

Ein Jahr zuvor hätte er es einfach gehabt. Jetzt geht es für uns vor allem darum, Ergebnisse zu holen. Ich kann jetzt keine Experimente machen.Armin Veh über Vaclav Kadlecs Perspektive

... den Vergleich zu Joselu: "Auch brauchte vier Monate, bis er kapiert hat, dass er nach hinten arbeiten muss. Jetzt macht er es. Er ist präsenter als Anfang der Saison. Diese Phase hat Kadlec noch nicht durchlaufen. Es kann durchaus sein, dass wir in Hoffenheim mal nachfragen, wie es bei Joselu mit einer Weiterverpflichtung aussieht."

... die Rückkehr zum 4-2-3-1: "Man sollte nicht immer in der Vergangenheit kramen. Das Niveau der Spieler verändert sich auch. Aber Stefan Aigner ist wichtig für uns, wenn er fit ist. Er war ja torgefährlich und wir müssen mehr Chancen herausspielen, effektiver spielen. Wir haben eindeutig zu wenig Tore gemacht (20, die Redaktion). Wenn Aigner und Alex Meier fehlen, dann wirkt sich das aus. Auch auf der Sechser-Position müssen wir deutlich torgefährlicher werden."

... die Lernfähigkeit von Takashi Inui: "Er macht Druck und läuft wieder so an, wie ich es will. Im Sommer hatte ihm aufgrund des Confed Cup die Pause gefehlt."

... das Comeback von Pirmin Schwegler: "So etwas macht den Reiz des Trainerberufes aus. Es wäre auch langweilig, wenn man alles vorher wüsste. Ich habe selber gedacht, Pirmin kommt erst im Januar zurück. Dann machte er vor der Winterpause noch fünf Spiele nacheinander ..."

... die Entscheidung, Schwegler am 4. Spieltag aus der Startelf zu nehmen: "Wenn ich sehe, dass er nicht kann, es für die Mannschaft schlecht ist, muss es egal sein, ob es den Kapitän betrifft. Ich konnte nicht anders handeln, dafür bin ich auch da. Es ist doch klar, dass ein Spieler selbst das anders sieht. Ich wusste von Anfang an, dass er nicht fit ist, hatte aber die Hoffnung, dass er sie sich über die Spiele holt."

... den Spion im Hertha-Trainingslager in Belek: "Natürlich haben wir einen Scout vor Ort, dessen Erkenntnisse mir nach unserer Rückkehr nach Deutschland übermittelt werden. Er beobachtet die Trainingseinheiten und Spieler. So verfahren wir ja auch während der Runde. Obwohl es hier immer schwieriger wird, weil die Vereine zwei Tage vor dem Spiel zumachen und nicht-öffentlich trainieren."

 
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weitere Infos zu Schwegler

Vorname:Pirmin
Nachname:Schwegler
Nation: Schweiz
Verein:TSG Hoffenheim
Geboren am:09.03.1987

weitere Infos zu Inui

Vorname:Takashi
Nachname:Inui
Nation: Japan
Verein:SD Eibar
Geboren am:02.06.1988

weitere Infos zu Veh

Vorname:Armin
Nachname:Veh
Nation: Deutschland
Verein:Eintracht Frankfurt

Vereinsdaten

Vereinsname:Eintracht Frankfurt
Gründungsdatum:08.03.1899
Mitglieder:35.000 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Schwarz-Weiß
Anschrift:Mörfelder Landstraße 362
60528 Frankfurt/Main
Telefon: 0800 - 7431899
Telefax: (0 69) 95 50 31 10
E-Mail: info@eintrachtfrankfurt.de
Internet:http://www.eintracht.de