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25.11.2013, 15:11

Dortmund: BVB-Boss hält größere Verteilung für "Unfug"

Watzke: "Man kann und muss sich selbst helfen"

Borussia Dortmund beantragt bei der Verteilung der internationalen TV-Erlöse ab 2015 ein größeres Stück vom Kuchen. Diese Forderung erhob Hans-Joachim Watzke am Montag. Im Rahmen der Aktionärsversammlung in der Westfalenhalle 3 b sagte der BVB-Geschäftsführer: "Irgendwann sollte sich die Einsicht durchsetzen, dass die Klubs, die für den Bundesliga-Boom im Ausland sorgen, auch davon partizipieren."

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke will die Einnahmen aus der Königsklasse nicht noch weiter verteilen.
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke will die Einnahmen aus der Königsklasse nicht noch weiter verteilen.
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"Wenn ich sehe, dass wir bei den internationalen Erlösen hinter dem Hamburger SV und Stuttgart liegen, habe ich nicht das Gefühl, dass die Erlöse richtig verteilt werden", so der BVB-Boss weiter.

In diesem Zusammenhang erteilte Watzke Überlegungen eine Absage, den starken Klubs zusätzliche Belastungen zugunsten schwächerer Vereine aufzuerlegen. "Das ist Unfug", wetterte Watzke, "die Bundesliga braucht eine starke Spitze, nur dann kann sie auch international mithalten".

An die Adresse derer, die die wirtschaftlichen Vorteile der permanent in der Champions League beschäftigten Vereine als ungerechnet anprangern und entsprechende Ausgleichszahlungen anmahnen, richtete der BVB-Boss die Empfehlung, sich mit der jüngeren Geschichte der Borussia zu befassen: "Wir sind doch das beste, aktuelle und lebendige Beispiel dafür, dass man sich auch selbst helfen kann und muss."

Wir sind doch das beste, aktuelle und lebendige Beispiel dafür, dass man sich auch selbst helfen kann und muss.Hans-Joachim Watzke

Finanzgeschäftsführer Thomas Treß präsentierte ein beeindruckendes Zahlenwerk, das Aktionärsschützer Stefan ten Doornkaat (Düsseldorf) angesichts eines Nach-Steuer-Gewinns von 53,3 Millionen Euro (Konzern: 51,2 Millionen) anerkennend als "goldgerändert" bezeichnete. Mit 305,0 Millionen Euro im Konzern (inklusive der rechtlich eigenständigen Merchandising GmbH) erzielte der BVB einen neuen Rekordumsatz (nach 215,2 Millionen im Vorjahr), in der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) betrugen die Umsatzerlöse 272,4 Millionen Euro (Vorjahr: 191,2 Millionen).

Zuwächse in allen Erlöspositionen ergaben ein sattes Umsatzplus von 41,7 Prozent. Aus Transfers wurden 51,6 Millionen Euro verbucht (Vorjahr: 26,1 Millionen). Die TV-Erlöse kletterten auf 87,6 Millionen (Vorjahr: 60,4), die Einnahmen aus dem Sponsoring betrugen 69,3 Millionen (Vorjahr: 57,8), aus Merchandising, Catering, Lizenzen und Sonstigen wurden 48,5 Millionen Euro erlöst (Vorjahr: 39,5), aus dem Spielbetrieb 44,8 Millionen Euro (Vorjahr 31,4). Für die Zukunft sieht Watzke noch "erhebliches Wachstumspotenzial", vor allem im TV Bereich, im Sponsoring und im Merchandising.

Selbst ohne große Transfers (vor allem: Mario Götze, Ivan Perisic), die im Geschäftsjahr 2012/13 das ausgezeichnete Jahresergebnis maßgeblich beeinflussten, könne Borussia Dortmund einen Umsatz von 250 Millionen Euro erreichen, erklärte Watzke.

Schwarze Zahlen auch für 2013/14

Auch für die laufende Saison erwartet der BVB-Geschäftsführer schwarze Zahlen; in welcher Größenordnung verriet er nicht. Sollte Dortmund die Champions League diesmal schon nach der Vorrunde verlassen müssen, kalkuliert Watzke mit Mindereinnahmen von vier bis fünf Millionen gegenüber der Europa League, "mehr ist das nicht".

Dass die Borussia in den verbleibenden Spielen gegen Neapel und Marseille aber tatsächlich von der Teilnehmerliste der Königsklasse gestrichen wird, kann sich der notorische Pessimist Watzke nicht wirklich vorstellen. Vor den Aktionären wiederholte er, was er am Sonntag schon den Vereinsmitgliedern mit auf den Weg gegeben hatte: "Wir haben mit Borussia ein modernes Märchen geschrieben. Und in diesem Märchen sind noch einige Kapitel frei."

Thomas Hennecke

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 25.11., 10:55 Uhr
Hans-Joachim Watzke - "Das Imperium schlägt zurück"
Einen Tag nach dem 0:3 im Gipfeltreffen mit dem FC Bayern fand bei Borussia Dortmund die Mitgliederversammlung statt. Spieler sowie Verantwortliche wurden mit Applaus bedacht. "Der BVB ist die zweite Kraft im deutschen Fußball", hob Hans-Joachim Watzke in der Westfalenhalle hervor. Lobende Worte fand der Geschäftsführer trotz aller Konkurrenz auch für den FC Bayern, vor allem aber für den eigenen Trainer. Einen kurzen Ausblick auf Dienstagabend wagte Watzke dann auch.
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25.11.13
 

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