Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
24.11.2013, 19:24

Überblick: Bayer überholt den BVB

FCB zieht weg, 96 in der Krise, Mainz jubelt

Der große Gewinner des 13. Spieltages ist nach dem 3:0-Erfolg in Dortmund natürlich der FC Bayern München. Doch dahinter jubelte auch Leverkusen, das nicht nur drei Punkte aus Berlin im Gepäck hatte, sondern den BVB in der Tabelle auch überholte. Hinter dem Trio setzt sich Gladbach (2:0 in Stuttgart) fest. Nach den Sonntagsduellen stand zudem fest, dass sich die Krise in Hannover nach der Niederlage beim HSV verstärkt. Dagegen hat Mainz alle trübe Gedanken in Bremen gelassen. Im Tabellenkeller feierte der SC Freiburg in Braunschweig den zweiten Saisonsieg. Der Club (Remis gegen Wolfsburg) bleibt weiter ohne einen Dreier.

Hannover im Sturzflug

Verheddert: Hannovers Keeper Zieler schmeißt sich in den Luftkampf.
Verheddert: Hannovers Keeper Zieler schmeißt sich in den Luftkampf.
© picture alliance

Hannover blieb am Sonntag auch im siebten Ligaspiel in Folge ohne einen Sieg und rutschte durch die 1:3-Pleite beim HSV im Nord-Duell in der Tabelle weiter ab. Das Match nahm einen gemächlichen Auftakt, einzig Lasogga sorgte mit einem Schuss kurz für Aufregung. Hannovers Coach Mirko Slomka hatte zudem Pech, musste den verletzten Stindl (muskuläre Probleme) schon nach 21 Minuten austauschen, Pocognoli durfte deshalb doch gleich wieder ran. Dann wurde es aber Keeper Adler und Rincon zu langweilig, luden mit einem Doppelfehler Huszti ein. Der Ungar luchste Rincon nach unglücklichen Anspiel von Adler die Kugel ab und schloss sicher zum 1:0 ab. Das war die nötige Würze für eine bis dahin recht fade Partie. Drei Minuten nach der Führung nutzte Badelj einen Ausflug von Zieler, um ins leere Tor einzuschießen - 1:1. Nach dem Wechsel verpennten die Gäste die ersten Minuten, dafür schaltete Westermann blitzschnell, servierte Beister maßgenau den Ball zur HSV-Führung. Lasogga und Beister verpassten in der Folge den dritten Treffer. Bei den Gästen musste schließlich auch noch Schulz mit einer blutenden Kopfwunde raus. Es passte ins Bild eines insgesamt blutleeren Auftritts. Der HSV hatte das Geschehen hier im Griff und Calhanoglu war für das überfällige 3:1 verantwortlich. Hamburg feierte damit auch ohne den verletzten van der Vaart nach zwei Niederlagen in Folge wieder einen Dreier.

Okazaki lässt die Mainzer feiern

Die Mainzer ließen sämtliche trübe Gedanken in Bremen und legten ihre zwischenzeitliche Ergebniskrise durch den 3:2-Sieg bei Werder endgültig ab, während die Norddeutschen die dritte Pleite in den letzten vier Spielen kassierten. Dabei dürfte Werder-Schlussmann Mielitz die ersten Minuten nicht so schnell vergessen. Gleich zwei Mal sah der Keeper nicht gut aus. Erst nutzte Müller einen Stellungsfehler per Lupfer zur Führung. Dann verschätzte er sich bei einem Schuss, der auf die Latte fiel, Okazaki war zur Stelle und schoss aus kurzer Distanz durch die Hosenträger des Keepers. Die Möglichkeit auf den schnellen Anschlusstreffer war durchaus gegeben, doch Lukimya und Selke vergaben ihre Großchancen. Ohne den verletzten Kroos ging das Team von Trainer Robin Dutt in die zweite Spielhälfte und hatte sichtlich Mühe, die Mainzer unter Druck zu setzen. Kam Werder doch mal vielversprechend vors Tor (di Santo, Hunt), war Keeper Karius mit Paraden zur Stelle. Als Okazaki mit seinem zweiten Treffer das 3:0 erzielte, schien die Partie gelaufen. Doch Elia und di Santo brachten Werder in der Schlussphase nochmal auf 2:3 ran - aber die Offensive kam zu spät.

Wechsel mit Folgen: Götze trifft

Mario Götze
Torjubel etwas anders: Mario Götze trifft beim Ex-Verein.
© picture allianceZoomansicht

Am Samstagabend kam es zum großen Showdown im Signal-Iduna-Park: Dortmund empfing die Bayern und kassierte beim 0:3 die dritte Pflichtspiel-Niederlage hintereinander. Im Blickpunkt: Götze, der den FCB in die Spur brachte! In der Neuauflage des Champions-League-Endspiels von 2013 übernahmen die Münchner die Spielkontrolle, die besseren Chancen hatte aber der BVB. So drosch Lewandowski frei vor Neuer den Ball über das FCB-Gehäuse. Auch Kuba boten sich zwei Möglichkeiten. Und die Guardiola-Elf? Die konzentrierte sich auf Ballbesitz, ließ den Zug zum Tor jedoch vermissen. Als Reus nach einer knappen halben Stunde scheiterte, agierten die Gäste beim Spiel in die Spitze fortan entschlossener - ohne Erfolg. Mandzukic (2) und Müller brachten den Ball nicht im BVB-Tor nicht unter.

Beide Mannschaften brauchten, bis sie in Durchgang zwei auf Touren kamen. Bender zwirbelte einen Ball um Zentimeter am Bayern-Kasten vorbei, die Bayern antworteten mit einer "Müller-Hacke". Guardiola reagierte und brachte Götze - ein Wechsel mit Folgen! Der Ex-Dortmunder, gnadenlos ausgepfiffen, verwertete ein Müller-Zuspiel. Das Klopp-Team war um eine schnelle Antwort bemüht, die Mkhitaryan und Reus verpassten. Anders die Bayern: Die konterten eiskalt, schraubten das Ergebnis auf 3:0 und distanzieren den Kontrahenten auf sieben Punkte. Zweiter ist nun Leverkusen.

FCN: Achtes Remis, aber weiter sieglos

Nürnberg wartet auch unter Gertjan Verbeek weiter auf den ersten Saisonsieg und bleibt nach dem Remis gegen Wolfsburg auf einem Abstiegsplatz. Dabei begann der heimschwache Club - erst drei Pünktchen - gegen die Elf von Ex-Trainer Dieter Hecking wieder äußerst engagiert, hatte bei einem Drmic-Schuss aber Pech. Olic antwortete doppelt, der VfL-Führungstreffer gelang jedoch Arnold. Schäfer im FCN-Gehäuse gab dabei keine gute Figur ab. Ein Pfostenschuss vor der Pause, viel Leerlauf gegen einen abgeklärten VfL danach - bis Joker Ginzcek einen Zähler rettete.

FCA setzt sich ab - Freiburg siegt im Keller

Augsburg setzt sich mit einem Dreier gegen Hoffenheim ins Tabellenmittelfeld ab und lässt die TSG im Tableau zudem hinter sich. Nach gemächlichem Beginn brachte Altintop den FCA mit einem Doppelschlag in Fahrt. Die Weinzierl-Elf blieb am Drücker, ein Milik-Treffer fand aber keine Anerkennung - Abseits. Modeste hätte 1899 ins Spiel zurückbringen können (35.), auf der Gegenseite boten sich aber auch den Fuggerstädtern gegen die wackelige TSG-Abwehr weiter Chancen. Der FCA hatte letztlich alles im Griff und sicherte sich den fünften Saisonsieg.

"Wir sind sehr zuversichtlich", hatte sich Braunschweigs Manager Marc Arnold nach zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen ohne Gegentor vor dem Kellerduell geäußert, Freiburg machte der Eintracht aber einen Strich durch die Rechnung. Die von Verletzungen arg gebeutelten Breisgauer begegneten dem Neuling auf Augenhöhe und hatten durch einen Lattentreffer zunächst die größte Chance. Als Theuerkauf frei vor Baumann das 1:0 vergab, gelang dem völlig freien Fernandes fast im Gegenzug das Siegtor für die Breisgauer. Die sind der Sieger in der Abstiegszone.

Frankfurt: Der Heimfluch bleibt

Doppelpacker: Joselu (li.) im Duell mit Matip.
Doppelpacker: Joselu (li.) im Duell mit Matip.
© imagoZoomansicht

Ein turbulentes Spiel sahen die Zuschauer in Frankfurt: Schalke schien klar auf Kurs zum dritten Sieg in Folge, Frankfurt drehte das Spiel, aber S04 schlug zurück. Eintracht steuerte auf die vierte Niederlage in Folge zu, die "Königsblauen" führten zur Pause 2:0. In Hälfte zwei ging spätestens nach dem 1:2 von Flum, der sein Eigentor damit wieder etwas wettmachte, ein Ruck durch die Heimelf. Joselu drehte mit zwei Toren das Spiel. Doch zum ersehnten Dreier reichte es nicht, weil S04-Kapitän Höwedes in Torjägermanier das 3:3 markierte. Frankfurt wartet seit acht Partien auf einen Sieg und bleibt im Abstiegskampf stecken.

Kießling-Tor reicht Bayer

Stefan Kießling
Mit Volldampf auf Rang zwei: Bayer-Torschütze Stefan Kießling.
© Getty ImagesZoomansicht

Zwölf Spiele, 18 Punkte, Platz sieben - Aufsteiger Hertha BSC ist voll im Soll und laut Trainer Jos Luhukay "absolut konkurrenzfähig" - auch gegen Leverkusen, auch wenn am Ende kein Zähler heraussprang. Bayer, das früh Offensivmann Sam ersetzen musste, agierte über weite Strecken clever, ruhig und abgezockt. Berlin mühte sich vergeblich und rannte nach einer halben Stunde dem Führungstor von Kießling - dem eine Abseitsstellung von Hegeler vorausging - hinterher. Ohne Erfolg. Die Hyypiä-Elf feierte zum ersten Mal nach sechs Jahre einen Sieg gegen Hertha und bleibt ganz oben dabei.

Gladbach gewinnt jetzt auch auswärts

Raffael wird gefeiert
Gladbacher Führung: Raffael lässt sich feiern.
© Getty ImagesZoomansicht

Der VfB Stuttgart gehörte zuletzt nicht zu den Lieblingsgegnern von Borussia Mönchengladbach, doch das könnte sich ändern. Am Freitagabend feierte das Team von Lucien Favre einen hochverdienten 2:0-Erfolg bei den Schwaben. Das Team von Thomas Schneider blieb dagegen im vierten Heimspiel in Folge ohne einen Erfolg. Die Partie nahm zunächst einen flotten Beginn, Chancen gab es gleich auf beiden Seiten (Xhaka, Ibisevic). Aber das dickste Ding entschärfte Ulreich, als er gegen Herrmann parierte, den Abpraller schoss Kruse übers Ziel. Aber auch der VfB war da noch im Spiel, Werner zeigte in mehreren Situationen sein tolles Tempo, fand aber nicht den Weg zum Abschluss. Da agierten die Borussen nach einem Schwaab-Fehler zielstrebiger und gingen durch Raffael in Führung, weil das Umschaltspiel richtig gut klappte. Stuttgarts Keeper Ulreich verhinderte einen 0:2-Rückstand zur Pause, wieder war ein Stuttgarter Fehler (Leitner) der Ausgangspunkt. Das Trainerteam des VfB diskutierte intensiv beim Pausenpfiff und suchte nach einer Lösung. Doch die wurde nicht gefunden - im Gegenteil. Der VfB agierte nach dem Wechsel harm- und ideenlos, kam kaum zu Chancen und Gladbach hatte wenig Mühe. Wendt sorgte schließlich für die Entscheidung, Kruse und Kollegen hatten anschließend Mitleid und beließen es beim 2:0, ein deutlich höherer Sieg war vor den 49.560 Zuschauern drin.

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2013/14, 13. Spieltag
1. Bundesliga, 2013/14, 13. Spieltag
Strenger Blick

Werder-Coach Robin Dutt
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
24.11.13
 
Seite versenden
zum Thema