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09.11.2013, 21:15

Wolfsburg: Nach viertem Sieg in Folge

Wölfe bleiben auf der Überholspur

Heimlich, still und leise hat sich der VfL Wolfsburg mit vier Siegen am Stück in die Spitzengruppe der Bundesliga geschlichen. Und das, obwohl es vor etwas mehr als einem Monat noch kräftig donnerte in der Autostadt. Denn nach dem Derby-Debakel gegen Braunschweig (0:2) drohten die Wölfe nach Platz elf im Vorjahr erneut gewaltig von der Spur abzukommen.

Diego Benaglio und Naldo freuen sich über den aktuellen Höhenflug der Wölfe
Diego Benaglio und Naldo freuen sich über den aktuellen Höhenflug der Wölfe.
© getty imagesZoomansicht

Fünf Niederlagen in acht Spielen, neun Punkte und Platz 14. Der Motor beim Meister von 2009 war enorm ins Stottern geraten und stand kurz vor dem Stillstand. Manager Klaus Allofs hatte seinerzeit noch getobt: "Ein Teil des Gebäudes ist eingestürzt." Auch Trainer Dieter Hecking hatte deutliche Worte gefunden. "Wir wollen weg davon, dass Spieler immer nur des Geldes wegen kommen", so der Coach der Niedersachsen.

Der VW-Klub stand mit dem Rücken zur Wand, einen Totalschaden hatte er aber nicht erlitten. Stattdessen setzte er den Blinker links und fand den Weg zurück auf die Überholspur, wo sich Wolfsburg nach eigenen Ansprüchen ohnehin sieht.

Die Spieler hatten sich die Kritik von Trainer und Manager offenbar zu Herzen genommen, denn seit dem desaströsen Auftritt gegen den Aufsteiger ging es stetig bergauf: 2:1 in Augsburg, 3:0 gegen Bremen, 2:1 in Frankfurt und jetzt mit demselben Ergebnis den Champions-League-Finalisten aus Dortmund besiegt. Zwölf Punkte, Maximalausbeute. Dies gelang im selben Zeitraum nur Bayern München.

Dabei mussten die Niedersachsen gegen den BVB zunächst einmal ihre Kämpferqualitäten unter Beweis stellen. Denn die Westfalen gingen quasi mit dem Pausenpfiff durch Nationalspieler Marco Reus in Führung. "Ein Tiefschlag", nannte es Hecking.

Angeschlagen ja, doch aufgegeben hatten sich die Wölfe noch lange nicht. Und nach Rodriguez' Ausgleichstreffer "hat die Mannschaft heute die zweite Luft bekommen und gespürt, dass da sogar noch mehr gehen kann", so Hecking. Und es ging mehr: Ivica Olic bescherte den Wölfen 20 Minuten vor dem Ende den Sieg.

Das Momentum spricht also eine deutliche Sprache zu Gunsten des VfL. Da kommt die Länderspielpause natürlich ungelegen. In zwei Wochen führt der Wolfsburger Weg zum Tabellenschlusslicht nach Nürnberg (Samstag, 23. November, 15.30 Uhr LIVE bei kicker.de). Und auch dort will man auf der Überholspur bleiben.

1. Bundesliga, 2013/14, 12. Spieltag
VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 2:1
VfL Wolfsburg - Borussia Dortmund 2:1
Gute Laune

Beim Warmmachen seiner Akteure in Wolfsburg zeigte sich Jürgen Klopp bester Stimmung.
© Getty Images

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09.11.13
 

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