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03.11.2013, 19:25

Club verliert Kellerduell - Bayern stellt HSV-Rekord ein

FCA stoppt Negativlauf - 96 bleibt auswärts punktlos

Der Bundesliga-Sonntag spielt sich in der unteren Tabellenhälfte ab: Augsburg besiegte Mainz und schafft die Trendwende, Hannover verlor auch das fünfte Auswärtsspiel - diesmal 2:3 in Bremen. An der Spitze bleibt der FC Bayern, der in Hoffenheim einen Rekord einstellte, furiose Dortmunder blieben anders als Leverkusen dran. Gladbach festigte Platz vier, Schalke setzte sich in Berlin durch. Freiburg gewann das Duell der bisher Sieglosen in Nürnberg.

Hahn entwischt zweimal

Hahn im Korb: Augsburgs gleichnamiger Offensivmann (Mi.) erzielte gegen Mainz einen Doppelpack.
Hahn im Korb: Augsburgs gleichnamiger Offensivmann (Mi.) erzielte gegen Mainz einen Doppelpack.
© Getty ImagesZoomansicht

Der FC Augsburg hat den Weg aus der Krise geschafft. Nach nur einem Zähler aus den vergangenen fünf Liga-Partien gewannen die Fuggerstädter am Sonntagnachmittag völlig verdient gegen den 1. FSV Mainz mit 2:1. Die Rheinhessen agierten aus einer sehr defensiven Grundordnung (Fünferkette), doch kamen die Augsburger trotzdem mehrmals in aussichtsreiche Positionen. Den fälligen Führungstreffer markierte Hahn nach einem weiten Ball, als die Defensive der Tuchel-Elf schlief. Eine Reaktion der Mainzer blieb fortan aus, so dass Tuchel zu Beginn der zweiten Hälfte seinen Torjäger Müller (Sprunggelenksprobleme) bringen musste. Treffsicher zeigte sich allerdings wieder der FCA, der durch Hahn nachlegen konnte. Als kurz darauf Altintop den Ball an die Latte schlenzte, schien sich Mainz aufzugeben, aber ein Elfmeter brachte 05 zurück: Der gerade eingewechselte Choupo-Moting verwandelte gegen Hitz, der den Vorzug vor Manninger bekommen hatte, sicher. Nun begannen die FCA-Fans wieder zu zittern, denn in den zurückliegenden fünf Partien ging die Weinzierl-Elf immer in Führung, doch zum Dreier reichte es nie. An diesem Sonntagnachmittag reichte die Kampfkraft der Augsburger jedoch aus, um den Vorsprung zu verteidigen. In der Schlussphase sah FSV-Keeper Wetklo, der ebenfalls zur Pause eingewechselt worden war, nach einer Notbremse Rot - sein "Ersatzmann" Polter fischte einen Baier-Freistoß gekonnt aus dem Eck. Durch den vierten Saisonsieg zieht der FCA mit Mainz nach Punkten gleich.

Garcia sorgt für Wiedergutmachung

Bremen jubelte über Garcias 3:2-Siegtreffer gegen Hannover.
Bremen jubelte über Garcias 3:2-Siegtreffer gegen Hannover.
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Im letzten Duell des 11. Spieltags am Sonntagabend lieferten sich Werder Bremen und Hannover 96 eine abwechslungsreiche erste Hälfte, diese endete mit einem 2:2. Los ging es mit zwei Elfmetern, die Huszti und Hunt jeweils sicher verwandelten. Der Treffer des Ungarn war der erste für 96 in der Fremde. Makiadi drehte das Spiel kurzfristig für die Hanseaten nach einer schönen Stafette über Hunt und Junuzovic, ehe Sakai mit einem 30-Meter-Hammer zum 2:2 ausglich. Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie zunächst zusehends, Chancen waren auf beiden Seiten absolute Mangelware. In den letzten 20 Minuten gingen dann beide Mannschaften etwas mehr Risiko, vor allem der SV Werder zeigte mehr Siegeswillen und wurde durch Garcias reingestocherten Ball belohnt. Damit gelang der Dutt-Elf die Wiedergutmachung für den schwachen Auftritt in Wolfsburg, 96 machte zwar die ersten Auswärtstore, doch verloren die Niedersachsen auch das fünfte Spiel in der Fremde.

Müller stochert die Kugel rein

Thomas Müller brachte den FC Bayern bei Hoffenheim in Front.
Thomas Müller brachte den FC Bayern bei Hoffenheim in Front.
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Nach dem deutlichen Heimsieg der Dortmunder gegen Stuttgart am Freitagabend waren die beiden weiteren Topteams aus München und Leverkusen am Samstagnachmittag gefordert. Der FC Bayern war neben den drei Zählern bei der TSG Hoffenheim auch auf den Bundesliga-Rekord des Hamburger SV aus, der 36 Bundesligaspiele ungeschlagen blieb. Diese Marke stellte der Rekordmeister von der Isar mit dem 2:1 in Sinsheim ein. Zunächst lag die Mannschaft von Pep Guardiola allerdings zurück, weil Keeper Neuer eine Herdling-Ecke fallen ließ und Süle abstauben konnte. Der Gegenschlag der Münchner ließ aber nicht lange auf sich warten, Ribery schoss einen Freistoß auf das Knie seines Kollegen Mandzukic und von dort rollte der Ball ins Tor. In der zweiten Hälfte hatten die Kraichgauer zunächst ein leichtes Übergewicht, doch ab der 70. Minute erhöhte der Triplesieger die Schlagzahl und kam zu mehreren Chancen - die entscheidende nutzte Müller, der den Ball energisch reinstocherte und so mit den Bayern die Spitzenposition behauptete.

Kumbela schockt Bayers B-Elf

Leverkusen trat bei Eintracht Braunschweig ohne das Offensivtrio Kießling, Sam und Son an und tat sich beim Liga-Neuling aus Niedersachsen sehr schwer. Die Lieberknecht-Elf stand kompakt und ließ wenig zu, doch im Vorwärtsgang waren die Braunschweiger viel zu harmlos. Nach dem Seitenwechsel wurde es nicht wirklich ereignisreicher - bis zur Schlussphase, dann rollte der Ball im Strafraum zu Kumbela, der den Ball mit Fuß und Knie über die Linie zum vielumjubelten 1:0-Siegtreffer drückte. Für die Eintracht war es nach dem Sieg in Wolfsburg der zweite Erfolg.

Szalai und Draxler reichen

Der Schalker Szalai jubelt über seinen Führungstreffer in Berlin.
Der Schalker Szalai jubelt über seinen Führungstreffer in Berlin.
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Die Schalker konnten im direkten Duell mit der Hertha die Berliner in der Tabelle überholen und sich in die vordere Tabellenregion vorschieben. Die Königsblauen, die mit dem Ex-Berliner Boateng in der Hauptstadt aufliefen, gewannen beim Liga-Neuling mit 2:0. In einer Druckphase der Knappen im ersten Durchgang war Szalai zur Stelle und drückte das Leder über die Linie. Im zweiten Durchgang erhöhte die Luhukay-Elf den Druck und kam auch durch Ramos zu guten Kopfball-Gelegenheiten, aber der Sturmtank der Berliner zielte einmal drüber und traf zudem die Latte. In der Schlussminute war dann Draxler zur Stelle und markierte den 2:0-Endstand. Unter dem Strich war es ein eher schmeichelhafter Erfolg für die Keller-Elf.

Das "Hamburger Kind" Kruse schlägt den HSV

Der Hamburger SV befand sich zuletzt klar im Aufwind und empfing die auswärts bislang sieglosen Borussen aus Mönchengladbach. Die Partie gestaltete sich ausgeglichen, auch wenn die Favre-Elf das spielerisch bessere Team war. Spielentscheidend wurden die beiden Blackouts von Hamburgs Abwehrmann Sobiech. In der ersten Halbzeit spielte er den Ball zurück zu Keeper Adler, doch Gladbachs Torjäger Kruse belauschte ihn und markierte das 1:0. Im zweiten Abschnitt verlor er dann den Ball in der eigenen Hälfte an Raffael, der Kruse zum 2:0 bediente. Die beste Phase des HSV spielte sich direkt nach Wiederbeginn ab, als die Norddeutschen einige Chancen liegen ließen. Für HSV-Trainer Bert van Marwijk war damit die erste Niederlage besiegelt. Und der in Hamburg geborene Kruse, der schon mit dem FC St. Pauli und Freiburg an der Alster gewinnen konnte, avancierte einmal mehr zu Borussias Matchwinner.

Effektiver SC feiert beim sieglosen Club den ersten Dreier

Auch sein niederländischer Kollege Gertjan Verbeek musste die erste Pleite hinnehmen - in seinem zweiten Spiel als Nürnberger Trainer nach dem 1:1 in Stuttgart zum Auftakt. Dabei war die Niederlage ein ziemlicher Dämpfer, denn es ging für den Club gegen das ebenso noch sieglose Freiburg und es setzte eine 0:3-Pleite. Zudem waren die Nürnberger über die gesamte Spielzeit das bessere Team und sogar lange Zeit in Überzahl, nachdem sich Sorg die Ampelkarte abholte. Was für den SC sprach war eine unglaubliche Effektivität - der Ex-Fürther Klaus, Darida und Mehmidi trafen. Und ein Torwart, der beste Chancen der Franken zunichte machte. Am vergangenen Spieltag war SC-Keeper Baumann noch der "Buhmann", nun der gefeierte Held.

1:2 gegen Wolfsburg: Frankfurt weiterhin ohne Heimsieg

Wolfsburg jubelte zweimal in Frankfurt und springt auf Platz fünf
Wolfsburg jubelte zweimal in Frankfurt und springt auf Platz fünf
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Im Spiel am Samstagabend verlor Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg mit 1:2. Die Wolfsburger erwischten einen Start nach Maß und führten schon in der 2. Minute mit 1:0 - Ochs hatte geflankt und der Frankfurter Innenverteidiger Anderson grätschte den Ball vor dem heranstürzenden Olic ins Netz. Der Rückstand schockte die Eintracht, die 20 Minuten keinen Fuß auf den Boden brachten. Nach Diegos Verletzung (Brustkorbprellung) erfolgte ein Bruch im Spiel der Hecking-Elf, Frankfurt wurde zweikampfstärker und belohnte sich durch Meiers gekonnten Freistoßschlenzer. Nach dem 1:1 hatten die Hessen Oberwasser, doch außer einem Meier-Kopfball, den Benaglio entschärfte, hatten die Frankfurter kaum Torgelegenheiten. Glück hatte die Veh-Elf zudem, dass die Pfeife des Schiedsrichters bei Djakpas Strafraum-Attacke gegen Caligiuri stumm blieb. In der Schlussphase kassierte dann die Veh-Elf den fast schon obligatorischen Gegentreffer: Ochs brachte den Ball scharf nach innen und Arnold stand am Fünfer goldrichtig, um den Siegtreffer zu erzielen. Die Eintracht wartet weiterhin auf den ersten Heimsieg, die Wölfe fuhren den dritten Dreier in Serie ein.

Lewandowski & Co. spielen Stuttgart nach der Pause an die Wand

Robert Lewandowski
Erster lupenreiner Hattrick in der Bundesliga: Robert Lewandowski machte das Ergebnis gegen den VfB deutlich.
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Angstgegner VfB? Damit hat Borussia Dortmund am Freitagabend aufgeräumt: Nach zuletzt vier Heim-Unentschieden gegen Stuttgart in Folge feierte der BVB diesmal einen ungefährdeten 6:1-Sieg - der sechste Dreier im sechsten Heimspiel. Die Gäste gingen zwar nach dem altbekannten Muster - Standard Maxim - durch Haggui in Front (13.), lagen aber nur neun Minuten später schon 1:2 hinten. Sokratis per Kopf und Reus per Diagonalschuss drehten verdientermaßen die lange ebenso rasante wie regenreiche Partie.

Nach dem Seitenwechsel schlug Lewandowski binnen rund 100 Sekunden zweimal zu (54./56.), weil Sakai zweimal schlief, und legte dann seinen ersten lupenreinen Bundesliga-Hattrick nach (72.). Joker Aubameyang sorgte schließlich für den Endstand. Insgesamt verlor der VfB die Bälle stets viel zu früh, haderte einmal aber auch mit Florian Meyer: Als Werner, der wie BVB-Leihgabe Leitner in der Startelf stand, in der 42. Minute im Sechzehner fiel, wollte der Referee offenbar erst Elfmeter pfeifen, entschied sich dann nach Headset-Kontakt aber um. Letztlich eine Randnotiz, der VfB verlor in der Liga im achten Spiel unter Thomas Schneider erstmals.

Bilder vom 11. Spieltag
Befreiungsschlag des FCA - Tore satt an der Weser
Lars Stindl gegen Felix Kroos
Nicht zimperlich

Zimperlich ging es an der Weser zwischen Werder und Hannover nicht zur Sache: Hier bekommt das Lars Stindl gegen Felix Kroos zu spüren.
© Getty Images

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