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20.10.2013, 19:24

Überblick: FCB, BVB und Schalke siegen - Hertha Vierter

Spektakel in Hamburg - Wölfe siegen erstmals auswärts

Das Sonntags-Duell zwischen dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart endete 3:3 und bot beste Unterhaltung. Im Anschluss gewann Wolfsburg nach schwachem Beginn in Augsburg und fuhr die ersten Punkte in der Fremde ein. Der FC Bayern holte sich am Samstag die Tabellenführung von Leverkusen zurück. Die Bayer-Elf hatte dank Kießlings Phantomtor am Freitag in Hoffenheim vorgelegt. Der BVB gewann ebenso knapp gegen 96 wie Schalke in Braunschweig. Nürnberg und Freiburg punkteten, bleiben aber sieglos. Am Samstagabend gewann die Hertha gegen Gladbach und springt auf Platz 4.

Setzte den Schlusspunkt zum 3:3: Rafael van der Vaart.
Setzte den Schlusspunkt zum 3:3: Rafael van der Vaart.
© Getty ImagesZoomansicht

Das erste Sonntagsspiel des 9. Spieltags war ein echter Leckerbissen. Auch wenn der Hamburger SV und der VfB Stuttgart nicht unbedingt ein Feuerwerk in spielerischer Hinsicht ablieferten, so bot das letztlich gerechte 3:3-Unentscheiden dennoch beste Unterhaltung. Die Schwaben starteten optimal und gingen schon früh durch Maxim in Führung. Der HSV wirkte leicht geschockt, kam dann aber besser ins Spiel und zum verdienten Ausgleich durch Lasogga - für die Berlin-Leihgabe war es der fünfte Treffer im HSV-Trikot. Allerdings gingen die Hamburger in Rückstand in die Halbzeitpause, da Gentner die Schneider-Elf wieder in Front köpfte. Nach dem Seitenwechsel kam Beister für Zoua und der Joker brachte die Hanseaten wieder zurück ins Spiel. Nach dem 2:2 drückte die Van-Marwijk-Elf, doch bei einem Konter lenkte Djourou vor Ibisevic den Ball ins eigene Netz. Aber der Bundesliga-Dino ließ nicht locker und kombinierte sich flott zum 3:3 durch van der Vaart. Der Niederländer war auch beim nächsten "Highlight" beteiligt, als er von VfB-Abwehrmann Rüdiger auf die Brust geschlagen wurde und zusammensank - Schiedsrichter Welz blieb nichts anderes übrig, als dem Youngster Rot zu zeigen. In Unterzahl sicherte der VfB dann den einen Zähler.

Arnold und Luiz Gustavo machen ersten Auswärtsdreier klar

Jubel in Augsburg: Der VfL siegte 2:1.
Jubel in Augsburg: Der VfL siegte 2:1.
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Auch das zweite Sonntagsspiel begann furios - zumindest von Seiten der Augsburger. Der FCA schnürte den VfL Wolfsburg regelrecht ein, agierte sehr aggressiv und wurde dafür mit dem dem 1:0 belohnt. Zweimal konnte Keeper Benaglio noch retten, doch im dritten Anlauf drosch Werner den Ball in die Maschen - zuvor hatte Ostrzolek allerdings im Abseits gestanden. An der verdienten Führung gab es trotzdem nichts zu deuteln, zumal die Weinzierl-Elf bei zahlreichen Chancen hätte nachlegen müssen. Wie aus dem Nichts fiel dann der Ausgleich durch Arnold, der aus der Distanz Maß nehmen konnte und schön ins untere rechte Eck traf. Das Tor zeigte Wirkung beim FCA, der noch vor der Halbzeit den zweiten Treffer kassierte: Luiz Gustavo stieg bei einem Freistoß am höchsten und köpfte wuchtig ein. Dies sollte schon der Siegtreffer sein, denn im zweiten Durchgang verflachte die Partie zunehmend. Wolfsburg stand nun defensiv wesentlich stabiler und verwaltete den knappen Vorsprung. Für die Wolfsburger war damit der erste Auswärtssieg eingetütet, der FCA indes holte aus den letzten vier Liga-Spielen nur einen Zähler und rutscht auf Platz 13 ab.

Götze legt dreimal auf

Top-Vorbereiter: Bayerns Götze (Nr. 19) legte die ersten drei Treffer der Münchner auf.
Top-Vorbereiter: Bayerns Götze (Nr. 19) legte die ersten drei Treffer der Münchner auf.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Mainzer traten am Samstagnachmittag beim FC Bayern wie erwartet sehr defensiv an und boten hinten eine Art Fünfer-Reihe auf. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola, die ohne Ribery (Kapselverletzung) auskommen musste, hatte zwar viel Ballbesitz, doch die Fehlpassquote war im ersten Abschnitt ungewohnt hoch. So konnten die Rheinhessen aus der Tiefe heraus auch immer wieder für leichte Entlastung sorgen - Chancen blieben allerdings Fehlanzeige. Erst als Innenverteidiger Dante wegen einer Risswunde am Fuß runter musste und kurzfristig die Abstimmung fehlte, kamen die Rheinhessen durch. Boateng schlug über den Ball, Parker umkurvte Neuer und schob die Kugel rein. Nach dem Wechsel brauchten wütende Bayern sieben Minuten, um das Duell zu drehen: Robben glich aus, Müller legte nach - zwischen beiden Toren, die jeweils Götze auflegte, lagen 113 Sekunden. Und auch das 3:1 durch Mandzukic bereitete der Ex-Dortmunder vor. Den Schlusspunkt zum 4:1-Endstand setzte Müller per Elfmeter.

BVB: Entscheidung in Minute vier

Borussia Dortmund hatte vor der Partie gegen Hannover 96 große Verletzungssorgen, doch schon früh ließ Reus diese Probleme vergessen, als er per Foulelfmeter die Klopp-Elf gegen die Niedersachsen in Front geschossen hatte. Der quirlige Nationalspieler blieb auch in der Folge der auffälligste Akteur der Borussen, deren Offensivspiel nach der Führung stockte. Die 96er standen sicherer, traten offensiv aber kaum in Erscheinung. In der zweiten Hälfte versuchten die Hannoveraner händeringend den Ausgleich zu erzielen, der nicht unverdient gewesen wäre. Allerdings fehlte der Slomka-Elf in vorderster Front die entscheidende Konsequenz, so dass 96 auswärts weiterhin ohne Zähler bleibt.

Schalke kommt doppelt zurück und siegt

Der FC Schalke wollte in der Liga weiter oben reinspringen, doch in Braunschweig trafen die Königsblauen auf einen Aufsteiger, der nach dem ersten Dreier (2:0 in Wolfsburg) befreiter aufspielen konnte. So brachte Ademi nach feiner Ballannahme gegen Höwedes die Niedersachsen in Front. Doch die Keller-Elf schüttelte sich nur kurz und schlug durch Meyer zurück. Zu mehr reichte die spielerische Überlegenheit der Schalker aber nicht aus, vielmehr durften sich die Braunschweiger über das 2:1 durch Bellarabi freuen. Doch auch dieser Vorsprung hatte nicht lange Bestand, dann erzielte der für den am Knie verletzten Höger eingewechselte Goretzka mit seinem ersten Bundesliga-Tor das 2:2. In der Nachspielzeit war dann Neustädter zur Stelle und markierte den glücklichen 3:2-Siegtreffer für S04.

Club punktet - Eintracht wieder spät bestraft

Wieder ein spätes Gegentor für Frankfurt: Barnetta und Kadlec sind konsterniert.
Wieder ein spätes Gegentor für Frankfurt: Barnetta und Kadlec sind konsterniert.
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In Frankfurt traten die noch sieglosen Nürnberger unter Interimstrainer Roger Prinzen an und verdienten sich beim 1:1 einen Zähler. Die Hessen jubelten zunächst über ein weiteres Tor des Tschechen Kadlec, der nach einer schnellen Kombination seinen vierten Liga-Treffer markierte. Die Nürnberger agierten wohl geordnet und wurden nach dem Rückstand auch mutiger - allerdings traf vorerst Stark aus der Distanz nur den Querbalken und damit zum achten Mal in dieser Runde ans Gestänge. Doch die Franken ließen nicht nach und kamen durch Joker Drmic zum Ausgleich. Für die Veh-Elf war es wie gegen Stuttgart und Freiburg ein später Gegentreffer.

Dutt: 0:0 gegen den Ex-Klub

Robin Dutts Duell mit seinem Ex-Verein SC Freiburg endete mit einem torlosen Unentschieden. Der Bremer Trainer sah bei seinem Team die klar besseren Torchancen, doch die reifere Spielanlage wiesen die Freiburger auf. Unter dem Strich somit ein gerechtes Remis, das Freiburg ebenso wie Nürnberg weiter auf den ersten Dreier warten lässt.

Hertha springt auf Platz vier

Matchwinner für die Hertha: Stürmer Ramos.
Matchwinner für die Hertha: Stürmer Ramos.
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Am Samstagabend gewann Aufsteiger Hertha BSC das Verfolgerduell gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:0 und klettert damit auf Platz vier. Der Matchwinner des Abends war Berlins Mittelstürmer Ramos, der in einem taktisch geprägten Spiel eine Freistoßflanke in die Maschen köpfte. Im ersten Abschnitt hatten die Borussen eigentlich die besseren Offensivaktionen, doch Raffael und Kruse scheiterten. Im zweiten Abschnitt fehlten weiterhin die prickelnden Strafraumaktionen. Das lag vor allem daran, dass die Mannschaften der Taktfüchse Jos Luhukay und Lucien Favre sehr diszipliniert agierten und sich so kaum Räume für die Stürmer ergaben. Auch in der Schlussphase, als die Borussia energischer nach vorne spielte, hielt Berlin das zu Null.

Wiederholungsspiel wegen Phantomtor durch Kießling?

Eindeutig kein Tor: Leverkusens 2:0 durch Kießling.
Eindeutig kein Tor: Leverkusens 2:0 durch Kießling.
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Zum Auftakt des 9. Spieltags setzten die Leverkusener die Spitzenmannschaften aus München und Dortmund unter Druck. Die Bayer-Elf gewann am Freitagabend bei der TSG Hoffenheim mit 2:1 und springt vorübergehend auf Platz 1. Doch dies war nur eine Randnotiz an diesem Abend, denn der zweite Leverkusener Treffer war ein klares Phantomtor: Kießling köpfte ans Außennetz und der Ball flutschte durch ein Loch in den Torraum. Schiedsrichter Felix Brych entschied auf Tor. Kießling, der zunächst eine vergebene Chance betrauerte, jubelte ein wenig und sprach danach kurz mit dem Unparteiischen. Am Torentscheid änderte dies nichts. Hoffenheims Manager Alexander Rosen sagte nach Schlusspfiff, dass "wir definitiv Protest einlegen werden".

Den Führungstreffer für die Mannschaft von Trainer Sami Hyypiä erzielte Nationalspieler Sam Mitte der ersten Halbzeit, es war Ausdruck der Effektivität der Westdeutschen, denn das tonangebende Team in Hälfte eins war das der Hoffenheimer. Die Kraichgauer hatten zudem Pech, dass ihnen ein korrekter Treffer durch Volland wegen Abseits aberkannt wurde. Nach dem Seitenwechsel dauerte es abermals 20 Minuten, ehe die Leverkusener das Spiel besser unter Kontrolle bekamen. Nach Kießlings Phantomtor trudelte das Spiel seinem Ende entgegen und wurde nochmals spannend. Erst verschoss Firmino einen fragwürdigen Elfer, dann verkürzte Schipplock zum 1:2, doch zu mehr reichte es nicht für die Gisdol-Elf.

Das "Copyright" auf das Phantomtor hält der damalige Bayern-Spieler Thomas Helmer, der im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg den Ball am Pfosten vorbeistocherte (2:1, 1993/94, 32. Spieltag, 26. Minute). Dennoch wurde der Treffer damals gegeben, obwohl der Ball nicht einmal im Netz lag. Das Spiel wurde wiederholt, Nürnberg verlor 0:5 und stieg ab.

Bilder zum 9. Spieltag
Torreigen in Hamburg - Wolfsburger Aufholjagd
Diego Benaglio pariertgegen Halil Altintop
Starker Rückhalt

In Augsburg geriet der VfL Wolfsburg zunächst enorm unter Druck und konnte von Glück reden, dass der FCA nicht früh mit 2:0 oder 3:0 führte. Das hatten die Wölfe auch Keeper Diego Benaglio, der hier gegen Halil Altintop pariert, zu verdanken.
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