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26.08.2013, 18:20

Kommentar von Martin Messerer

Ein bisschen Zockermentalität ist dabei

Auf den ersten Blick ist der Zeitpunkt schlecht. Die Entlassung von Bruno Labbadia kommt jetzt zwar nicht gänzlich überraschend, aber vor den zwei wichtigen Spielen in dieser Woche mutet die Neuorientierung etwas hektisch an. Gegen Rijeka soll die blamable Hinspielniederlage wettgemacht werden und doch noch der Einzug in die Gruppenphase der Europa League geschafft werden. Und dann das Derby gegen Hoffenheim. Ohnehin immer ein umkämpftes Spiel. Danach ist Länderspielpause - da wäre dann der stressfreie Trainerwechsel machbar gewesen.

Martin Messerer
kicker-Redakteur Martin Messerer.
© kickerZoomansicht

Doch Fredi Bobic hat sicher wohlüberlegt gehandelt. Denn mit ein bisschen Abstand betrachtet, ist der Zeitpunkt für einen Wechsel der sportlich Verantwortlichen gar nicht so ungelegen. Rijeka - bei allem Respekt - muss eigentlich geschlagen werden. Das wäre dann gleich mal die Initialzündung für einen Derbysieg und somit wäre binnen einer Woche der Weg aus der lähmenden Depression gefunden. Klar, ein bisschen Zockermentalität ist dabei. Denn wenn auch unter einem neuen Trainer die Ergebnisse ausbleiben, wäre die Wirkung verpufft. Aber selbst das könnte man dann positiv drehen und sagen, dass die Länderspielpause nun genutzt wird, dass sich Mannschaft und Trainer besser kennenlernen.

Sieben Spiele und nur ein Sieg beim fünftklassigen BFC Dynamo im Pokal. Das war in der Tat zu wenig. Der Kader ist verbreitert worden mit Moritz Leitner, Konstantin Rausch, Moa Abdellaoue und Daniel Schwaab, doch der Ertrag war mäßig. Also handelte Bobic getreu dem Motto "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende". In der Mannschaft ist mehr drin als null Punkte nach drei Ligaspielen oder ein siegloses Weiterkommen gegen Plovdiv in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League. Das Erreichen der Gruppenphase hängt nach dem Auftritt in Rijeka ohnehin am seidenen Faden. Zweieinhalb Jahre hat Labbadia gute Arbeit geleistet, ihm wurde immer wieder der Kader verkleinert. Er hat die Schadensbegrenzung ganz gut hinbekommen. Nun war klar, dass er liefern muss. Er tat es nicht und drum wurde die Reißleine gezogen.

Dass bereits am Montag nachmittag mit B-Jugendtrainer Thomas Schneider der Nachfolger vorgestellt wurde, war zwingend. Denn nur Dienstag und Mittwoch stehen zum Einarbeiten und Kennenlernen zur Verfügung. Dass mit Schneider ein Junger aus dem eigenen Stall verpflichtet wurde, ist gut. Andernorts jedenfalls hat es geklappt, siehe Nürnberg, Mainz oder Sonntagsgegner Hoffenheim.

26.08.13
 
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weitere Infos zu Schneider

Vorname:Thomas
Nachname:Schneider
Nation: Deutschland
Verein:VfB Stuttgart

Vereinsdaten

Vereinsname:VfB Stuttgart
Gründungsdatum:09.09.1893
Mitglieder:44.000 (01.07.2015)
Vereinsfarben:Weiß-Rot
Anschrift:Mercedesstraße 109
70372 Stuttgart
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