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13.08.2013, 09:07

FC Bayern: Große Lücken in der Defensive - Reicht ein Sechser?

Die Systemfrage: Neuer sorgt sich um die Absicherung

Eine gewohnt spielfreudige Offensive - aber klaffende Lücken in der Defensive: So präsentierte sich Pep Guardiolas FC Bayern zum Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach. Die große Systemfrage bleibt: Reicht ein Sechser wirklich?

Musste gegen Gladbach häufiger eingreifen, als ihm lieb war: Bayern-Keeper Manuel Neuer.
Musste gegen Gladbach häufiger eingreifen, als ihm lieb war: Bayern-Keeper Manuel Neuer.
© imagoZoomansicht

Die Szene offenbarte das Problem am krassesten. Soeben hatte Toni Kroos einen Flachschuss an den rechten Pfosten geschmettert (60.), als die Gladbacher den zurückprallenden Ball ungehindert durchs Mittelfeld trieben und sich eine tolle Konterchance erspielten, doch Kramers vielversprechender Schuss traf den Mitspieler Herrmann - sonst wäre der 2:1-Vorsprung arg bedroht gewesen.

"Wenn wir vorne an den Pfosten schießen, kann es nicht Sekunden später eine Chance für Borussia geben", sagte Kroos. Torhüter Manuel Neuer analysiert das Defizit so: "Wenn die Spieler nach Ballverlust vernünftig umschalten und das Zentrum schließen, können wir das Spielfeld permanent kontrollieren." Zuallererst muss also eine gewisse Staffelung nach hinten gewährleistet und vor allem der Zentralbereich verbarrikadiert sein.

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Dante: "Wir dürfen keinen Zweikampf verlieren"

"Konzentrieren ist wichtig", ganz besonders bei Ballbesitz, erläutert Dante, "wenn wir angreifen, müssen wir sofort decken, decken, decken." Mit seiner dreimaligen Betonung will der Abwehrchef herausstellen, dass sich die FCB-Kollegen, die sich gerade hinten aufhalten, sofort einem Gegner zuordnen müssen, um so Anspielmöglichkeiten und Konter zu ersticken. Und wenn das eigene Gefüge so hoch steht, wie es der Guardiola-Spielplan vorzeichnet, zudem oft Mann gegen Mann, "dürfen wir keinen Zweikampf verlieren", so Dante. Sonst ist die Bahn frei in Richtung Neuer, der die vielen Chancen gegen sich nicht auf die neue 4-1-4-1-Formation zurückführt, "es lag an der Absicherung".

Ohnehin mühten sich die Bayern-Spieler, die Defensivlücken nicht mit Guardiolas Neuerungen zu begründen. Es seien nur "Kleinigkeiten" verändert worden, behauptete Lahm, gab aber zu: "Wir haben in der zweiten Halbzeit die eine oder andere Chance zu viel zugelassen." Auch schon in der ersten hatten Raffael und Kruse ungedeckt und ungestört schießen dürfen.

Pep wird seine Mannschaft nicht ins offene Messer rennen lassen.Uli Hoeneß

Solche Freiheiten gewährten die Triple-Bayern 2012/13 selten. Deshalb drängt sich zwingend die Frage auf, ob ein Sechser reichen wird - umso mehr, wenn diese Hauptrolle der lieber offensiv denkende und kreativ handelnde Bastian Schweinsteiger allein ausfüllen soll. Ein vor allem defensiv-orientierter Mann wie Javi Martinez, im Triple-Jahr der ideale Partner für Schweinsteiger, würde sicher mehr Stabilität geben.

Er favorisiere zwar das Modell mit einem Sechser, sagte Guardiola nach diesem Start, aber er könne sich auf die Nöte seiner Elf und zwei Sechser einstellen. "Pep ist hochintelligent", sagt Klubchef Uli Hoeneß, "er wird seine Mannschaft nicht ins offene Messer rennen lassen."

Die Sechser-Frage wird womöglich maßgeblich über das gesamte Projekt Guardiola entscheiden.

Karlheinz Wild

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weitere Infos zu Neuer

Vorname:Manuel
Nachname:Neuer
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München
Geboren am:27.03.1986

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