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12.08.2013, 21:20

Hannover: Vereine hatten zuvor bereits Einigung erzielt

Diouf-Poker: Dufner sagt Stoke City ab

Das Hin und Her im Tauziehen um Mame Diouf geht weiter. Nachdem Hannover 96 mit Stoke City bereits Einigung über einen Wechsel seines Top-Stürmers erzielt hatte und dieser am Freitag nach England zum Medizincheck reisen sollte, haben die Niedersachsen dem Premier-League-Klub nach kicker-Informationen am Montag nun doch eine Absage erteilt.

Eingeklemmt und weiter zwischen den Stühlen: Hannovers Stürmer Mame Diouf.
Eingeklemmt und weiter zwischen den Stühlen: Hannovers Stürmer Mame Diouf.
© imagoZoomansicht

Tony Scholes und Mark Cartwright hatten sich vorige Woche nicht ohne Grund auf den Weg nach Hannover gemacht. Mit Zahlen, die offenbar auch 96-Manager Dirk Dufner überzeugten, starteten die beiden Direktoren von Stoke City den erneuten Versuch eines Transfers von Mame Diouf auf die Insel. Dabei war nach vermeintlich klaren Aussagen von Berater Jim Solbakken doch eigentlich definitiv klar, dass der Top-Stürmer mindestens sein letztes Vertragsjahr in Hannover verbringen würde.

Stattdessen erfuhr der kicker: Diouf war fast schon weg! Nach internen Beratungen hatte der Premier-League-Klub sein Angebot vom Juli nochmals erhöht. Sieben Millionen Euro Ablöse sofort für den noch bis 2014 an 96 gebundenen Spieler, eine weitere Million nach 15 Einsätzen des Senegalesen für den neuen Klub. Und auch Solbakken spielte mit, schraubte in England die Gehaltsforderungen für seinen Akteur von ursprünglich 3,9 Millionen auf rund 3,4 Millionen Euro herunter. Stoke regelte derweil mit Manchester United, Dioufs Ex-Klub, die Zahlung des Anfang 2012 beim Wechsel nach Hannover vereinbarten Anteils am Weiterverkauf in Höhe von 20 Prozent der Ablösesumme. Scholes, Cartwright und Dufner erzielten Einigung - am Freitag sollte Diouf bei Stoke City den Medizincheck absolvieren, anschließend bis 2017 unterschreiben.

Die Vereine waren also klar, doch die Sache hatte einen wesentlichen Haken: den Spielerwillen. "Mame sagte mir, er habe noch nicht mit Stokes Trainer (Ex-Bayern-Stürmer Mark Hughes, d. Red.) gesprochen", berichtet Dirk Dufner vom Zögern des 25-Jährigen. Außerdem, dies sei ein weiteres Hindernis, habe Hannover die nötige Alternative im Angriff nicht parat. Dufner: "Wir haben keinen Ersatz."

"Ausschließen, das habe ich gelernt, kann man nichts. Aber ich bin relativ sicher."Martin Kind

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Nach seinem ansprechenden Spiel gegen Wolfsburg lenkte nun Martin Kind die Debatte um Diouf erneut auf die sportliche Schiene: "Er passt gut zu 96 und hat gezeigt, wie wichtig er ist", so der Klubboss, der offenbar auf die möglichen acht Millionen Euro verzichten will: "Wir können selbst entscheiden, das ist das Wichtige. Wir wollen die Saison mit ihm spielen und möglichst mit ihm verlängern." Verkauf also ausgeschlossen? Kind: "Ausschließen, das habe ich gelernt, kann man nichts. Aber ich bin relativ sicher."

Und diesmal scheinen es die Niedersachsen wirklich ernst zu meinen und voll auf die sportliche Karte zu setzen: Wie kicker online erfuhr, hat Sportdirektor Dufner Stoke am Montag mitgeteilt, dass man Diouf nicht verkaufen wolle. Das vorerst letzte Kapitel im Ringen um den Senegalesen. Das Transferfenster ist aber bekanntlich noch bis zum 31. August offen...

Michael Richter

12.08.13
 

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weitere Infos zu M. Diouf

Vorname:Mame Biram
Nachname:Diouf
Nation: Senegal
Verein:Hannover 96
Geboren am:16.12.1987

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