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13.07.2013, 13:36

Leverkusen: Neuzugang muss Kondition bolzen

Hilbert: "Ich habe nicht gezögert"

Mit einem 50-Mann-Tross machte sich Bayer Leverkusen am Freitag auf den Weg nach Zell am See. Der idyllische Ort im Salzburger Land empfing den Bundesliga-Dritten mit Sonnenschein, Temperaturen um 25 Grad und wunderbaren Bedingungen. Eine Top-Grundlage also für die Woche Trainingslager, die am kommenden Freitag endet.


Aus dem Trainingslager von Bayer Leverkusen in Zell am See berichtet Frank Lußem

Roberto Hilbert
Hat nicht lange überlegen müssen: Roberto Hilbert (Mitte) hat sich schnell für Leverkusen entschieden.
© KSmedianetZoomansicht

Die Bitte nach dem kurzen Interview muss er zunächst abschlägig bescheiden. "Lasst mich erst die Schuhe wechseln", lächelt Roberto Hilbert, leicht gequält, aber freundlich.

Wer ihn die Stunde zuvor hat trainieren sehen, kommt dieser Bitte gerne nach. Die Idylle, die das Alois-Lantini-Stadion in Zell am See umgibt, steht in krassem Widerspruch zu der Arbeit, die Bayer Leverkusens Konditionstrainer Dr. Holger Broich seinem neuesten Schützling abverlangt. Auch das ständige Wässern des perfekt gepflegten Rasens kann nicht verhindern, dass der Schlitten, den Roberto Hilbert mal seitwärts, mal rückwärts ziehen muss, immer schwerer wird.

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Und dies ist nur der letzte schweißtreibende Tagesordnungspunkt auf einer langen Liste, die er gemeinsam mit dem Kollegen Ömer Toprak abhaken musste: Übungen zu Stabilisation, Aufbau der Muskulatur und Rückgewinnung der Geschmeidigkeit stehen im Mittelpunkt - kein Wunder: Hilbert stand seit der Trennung von Besiktas Istanbul nicht im Teamtraining, arbeitete zwar individuell, dies aber kann eine Saisonvorbereitung nicht ersetzen: "Ich muss eindeutig lockerer in der Hüfte werden", lacht der gebürtige Franke nach der "Kennenlern-Einheit" mit Holger Broich, und er weiß: "Das kann noch ein paar Tage brauchen."

Hilbert schwärmt von der Türkei

Eigentlich war nicht vorgesehen, dass er überhaupt auf dem Markt war. Doch die Einigung mit Besiktas zur Vertragsverlängerung zerschlug sich ebenso wie ein weiteres Engagement in der Türkei. Dennoch schwärmt der Rechtsverteidiger von dem Land, das ihm drei Jahre Heimat war: "Auch wenn es jetzt nicht mehr gepasst hat, waren das absolut positive Jahre. Sowohl sportlich als auch menschlich hat mich die Türkei weiter gebracht."

Davon soll nun Bayer Leverkusen profitieren. Es war ein Überraschungstransfer, wie ihn die Bayer-Verantwortlichen gerne präsentieren. Ob Emir Spahic vor drei Wochen oder nun Hilbert - Bayers Neuzugänge stehen auf keinem Zettel.

Dabei wurde Hilbert lange beobachtet, war immer mal wieder im Fokus. Als man vor Wochen erfuhr, dass er nicht in der Türkei bleiben wird, orderte man DVDs von seinen Spielen, schließlich entschied man sich zum ablösefreien Transfer. Hilbert: "Es gab auch andere Interessenten in Deutschland. Doch als der Anruf am Mittwoch kam, fiel die Entscheidung ganz schnell", berichtet der ehemalige Nationalspieler. Von Bamberg aus (dort lebt er) machte er sich über die A3 auf den Weg an den Rhein: "Ich habe nicht gezögert. Bei Leverkusen stimmt das Gesamtpaket, das ist einer der Top-Vereine in Deutschland und die Champions League bietet eine große Herausforderung."

Mittlerweile habe ich mich auf die Defensivarbeit spezialisiert.Roberto Hilbert

Hinten rechts ist Hilbert vorgesehen, dort sieht sich auch der Spieler, der einst rechts offensiv begann und auf dieser Position mit dem VfB Stuttgart 2007 Deutscher Meister wurde, selbst: "Mittlerweile habe ich mich auf die Defensivarbeit spezialisiert." Was nicht bedeuten soll, dass es nicht mit Schwung nach vorne geht.

Den Journalisten, der ihm Bayers umfangreiche Außenverteidiger-Stellenbeschreibung für die Zeit nach Daniel Carvajal ("hoch stehen, möglichst bis zur gegnerischen Grundlinie vorstoßen und flanken, aber keinen Gegner im Rücken weg laufen lassen!") schildert, lacht er kurz an und kontert: "Da bin ich genau der Richtige!" Dazu passt der Kosename, den ihm die Fans in Istanbul verpassten: Weil der Mann immer wieder die Linie rauf und runter sprintete, hieß Roberto Hilbert bei den Besiktas-Anhängern nur der "Deutsche Zug". Und der soll jetzt wieder durch die Bundesliga rasen!

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© imago

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13.07.13
 

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weitere Infos zu Hilbert

Vorname:Roberto
Nachname:Hilbert
Nation: Deutschland
Verein:Bayer 04 Leverkusen
Geboren am:16.10.1984

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