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09.05.2013, 17:23

Bundesliga, 33. Spieltag: In Fürth steht die historische Null

Bremen gerettet - Freiburg macht Druck auf Schalke

Das hätte keiner erwartet: Am letzten Spieltag gibt es in Freiburg ein Endspiel um Platz vier zwischen dem SC und Schalke. Die Breisgauer siegten in Fürth, die Knappen verloren gegen Stuttgart. Weitere Aspiranten für die Königsklasse sind die Frankfurter, die 1:1 in Bremen spielten. Werder dagegen hat sich gerettet, da Augsburg im München, Düsseldorf gegen den Club und Hoffenheim gegen den HSV verloren.

Bayern bekommt die Schale, Verhaegh glaubt an eine Überraschung

Hamburgs Son bejubelt seinen Führungstreffer bei der TSG Hoffenheim.
Hamburgs Son bejubelt seinen Führungstreffer bei der TSG Hoffenheim.
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Stell dir vor, es sind nur noch zwei Spieltage zu spielen, du stehst auf dem Relegationsplatz, brauchst dringend Punkte und musst die Reise zum FC Bayern München antreten. Augsburg trifft genau dieses Schicksal. "Der Druck ist jetzt maximal", weiß FCA-Kapitän Paul Verhaegh, "allerdings sind wir das seit Monaten gewohnt. Warum sollte uns keine Überraschung gelingen?" Auf diese Frage wissen die Münchner sicher eine passende Antwort. Alleine die Statistik der Rekord-Bayern ist ein schlagkräftiges Argument: Von 45 möglichen Rückrundenpunkten holte der Rekordmeister 43. Die Übergabe der Meisterschale im letzten Heimspiel der Saison 2012/13 will der FCB sicherlich mit einem Sieg feiern. Beim bayerischen Derby werden Callsen-Bracker, Boateng (beide 5. Gelbe) und Rafinha (Gelb-Rot-Sperre samt Extra-Spiel) fehlen.

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Werder mit dem 12. Mann im Rücken

Die beste Ausgangsposition im Abstiegs-Quartett hat zweifelsohne Bremen. Werder hat drei Zähler Vorsprung auf den Relegations- und fünf Punkte auf einen direkten Abstiegsrang. Zudem wissen die Hanseaten ihre Fans geschlossen hinter sich. Gegen Hoffenheim (2:2) sprach Innenverteidiger Prödl gar von der besten Stimmung, die er je erlebt hat. Da kommt ein weiteres Heimspiel gerade recht. Doch Vorsicht! Für Gegner Frankfurt ist die Saison noch nicht beendet. Die Eintracht hat vier Punkte Vorsprung auf Platz sieben und nur drei Zähler Rückstand auf den Champions-League-Qualifikationsplatz. "Wir haben es in der eigenen Hand. Vielleicht können wir die Europa League da schon klar machen", sagt Rechtsverteidiger Jung.

Hoffenheim unter Druck

Sokratis & Andreas Beck
Kampf um den Klassenerhalt: Bremens Sokratis (li.) gegen Hoffenheims Andreas Beck (re.).
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Den größten Druck verspürt sicherlich Hoffenheim. Die TSG ist Vorletzter und muss zwei Punkte sowie eine schlechtere Tordifferenz aufholen, um sich zumindest in die Relegation zu retten. Ein Heimsieg gegen den HSV - ohne den Gelb-gesperrten Innenverteidiger Vestergaard - ist Pflicht. "Hamburg ist eine Wundertüte in dieser Saison. Mal spielen sie wirklich klasse, mal läuft recht wenig zusammen. Ich denke aber, dass wir sie schlagen können und uns drei wichtige Punkte holen", meint 1899-Mittelfeldmann Ludwig. Auch bei den Hamburgern kann man von einer letzen Chance sprechen: der letzten Chance, einen Europa-League-Rang zu erreichen. Drei Punkte beträgt der Rückstand zum begehrten internationalen Geschäft. "Wir sollten nicht mehr über die theoretische Chance nachdenken, sondern nur noch über Hoffenheim am Samstag", so Rechtsverteidiger Diekmeier.

Levels: "Keine Qualität? Das ist Bullshit!"

"Gegen Nürnberg müssen wir gewinnen, sonst ist das Abenteuer Bundesliga gleich wieder beendet", weiß Düsseldorfs Manager Wolf Werner um die Bedeutung der Partie. Seit zehn Spielen ist die Fortuna nun schon sieglos und stürzte in der Tabelle ab. Gerade einmal drei Tore trennt die schlechteste Rückrundenmannschaft noch vom Relegationsplatz. "Wir haben in der Hinrunde 21 Punkte geholt. Da ist es Bullshit, jetzt zu sagen: Wir haben die Qualität nicht", meint Rechtsverteidiger Levels. Eine Qualitätsfrage ist nach vier Niederlagen in Folge auch beim Club angebracht. Diese richtet sich vor allem an die Offensivabteilung. Mit nur 34 Treffern stellt der FCN den drittschlechtesten Sturm der Liga. Die Angreifer Pekhart (3) und Polter (4) kommen gemeinsam auf nur sieben Tore, genauso viele wie das Innenverteidiger-Tandem Klose (2)/ Nilsson (5).

Die allerletzte Chance

Daniel Caligiuri & Robert Zillner
Zwei Welten: Freiburg (hier: Daniel Caligiuri, li.) stürmt in Richtung Europa, Fürth (hier: Robert Zillner) hofft auf den ersten Heimsieg.
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Rein sportlich ist die Saison für die bereits abgestiegene SpVgg Greuther Fürth schon beendet. Eine Scharte gäbe es da trotzdem noch auszuwetzen: Das Kleeblatt schaffte in 16 Anläufen keinen einzigen Heimsieg! "Vier magere Pünktchen zuhause sind Wahnsinn", sagt der Sportliche Leiter Rouven Schröder. Und sie sind der Grund für den Abstieg: Groteskerweise liegen die Franken in der Auswärtstabelle mit 17 Punkten auf Rang zehn. Die allerletzte Chance auf einen Bundesliga-Heim-Dreier bietet sich nun gegen Freiburg. Der Sportclub wird von einer Euphoriewelle getragen - Stand jetzt, sogar bis nach Europa! "Ja, wir wollen Europa League spielen. Aber wir brauchen noch Punkte und haben jetzt ein schweres Spiel in Fürth, die haben nichts mehr zu verlieren", so Flügelflitzer Schmid.

Premiere für Draxler, Abwehrengpass beim VfB

Noch ein Dreier und die Schalker könnten den Champions-League-Qualifikationsplatz aufgrund der besseren Tordifferenz schon so gut wie unter Dach und Fach bringen. Zuletzt fuhren die Knappen zwei Siege in Folge ein. Beim Fortschreiben dieser Erfolgsstory kann Draxler nicht mitwirken - der Jungstar sitzt seine allererste Gelbsperre ab. Sehr viel schneller dreht sich das Personalkarussell bei Gegner Stuttgart: Der VfB muss auf Sakai (5. Gelbe) und Rüdiger (Rot-Sperre) verzichten, Tasci bleibt fraglich. Dafür kehren die schmerzlich vermissten Niedermeier und Ibisevic (nach Gelb-Sperren) zurück. Bei den Schwaben ist seit dem Erreichen des DFB-Pokalfinals die Luft in der Bundesliga raus. Dennoch wird es langsam Zeit, vor dem Knaller in Berlin die Spannung aufzubauen.

Knackt Dortmund die Wolfsburg-Serie?

Robert Lewandowski & Stefan Kießling.
Die Jagd nach der kicker-Torjägerkanone: Dortmunds Robert Lewandowski (li.) und Leverkusens Stefan Kießling.
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Der Zug für das internationale Geschäft ist für Wolfsburg seit dem vergangenen Wochenende abgefahren. Trotzdem machte der VfL unter Trainer Dieter Hecking (22 Punkte) einen besseren Eindruck als in der Hinrunde (19 Punkte). Seit acht Spielen sind die Wölfe nun schon ungeschlagen - gegen Dortmund wartet jetzt allerdings eine echte Nagelprobe. Die Borussen können sich in den verbleibenden zwei Bundesligapartien auf das Champions-League-Finale einstimmen. Einzig Lewandowski hat in der Liga noch einen sportlichen Anreiz: In der Torschützenliste ist der Stürmer mit 23 Treffern gleichauf mit Leverkusens Kießling.

Werkself jubelt, Schulz kritisiert

Bayer Leverkusen hat sein großes Ziel, das Erreichen der Champions League, geschafft. "Wir haben allen Grund zum Feiern. Dass Bayer in dieser starken Liga so souverän Dritter wird, ist keine Selbstverständlichkeit", freute sich Sportdirektor Rudi Völler. Die europäischen Wettbewerbe werden indes wohl ohne Gegner Hannover 96 stattfinden. Die Niedersachen haben sechs Punkte Rückstand und die schlechtere Tordifferenz. "Wir haben nicht die Leistung gebracht, um uns reinzuschieben", analysiert Schulz, der wegen einer Gelb-Roten Karte gesperrt fehlen wird, "Überzeugung und Selbstbewusstsein sind über die Saison nicht durchgekommen. Es waren zu viele Spiele, die unseren Ansprüchen nicht gerecht wurden."

Alvaro Dominguez: "Wir werden bis zum Ende kämpfen!"

Für Mainz ist der Traum von Europa ausgeträumt - die internationalen Plätze sind rechnerisch nicht mehr zu erreichen. Auch für Mönchengladbach wird es schwer. Die Borussen haben vier Punkte Rückstand, geben sich aber noch lange nicht auf. "Wir werden bis zum Ende kämpfen. Es kann noch klappen, auch wenn es schwer wird", meint Innenverteidiger Alvaro Dominguez. Auch Torwart ter Stegen gibt sich selbstbewusst: "Wir glauben daran, dass wir es noch packen können." Ansetzen müssen die Fohlen bei der Chancenverwertung. "Ein Manko gibt es scheinbar immer. Und unser Manko ist derzeit, dass wir die Chancen, die wir uns erarbeiten, nicht nutzen", so Sportdirektor Max Eberl.

09.05.13
 
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