Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

03.05.2013, 15:02

DFB-Präsidiumssitzung in Frankfurt

Neuer Grundlagenvertrag verabschiedet

DFB und Ligaverband haben den Grundlagenvertrag, der seit 2001 die wechselseitigen Rechte und Pflichten regelt, um weitere vier Jahre bis 30. Juni 2017 verlängert. Einem entsprechenden Antrag ist das DFB-Präsidium am Freitag in Frankfurt am Main einstimmig gefolgt. Zuvor war das umfangreiche Vertragswerk bereits vom Ligavorstand einstimmig verabschiedet worden.

Zu Gesprächen in Frankfurt: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball (re.).
Zu Gesprächen in Frankfurt: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball (re.).
© picture-allianceZoomansicht

Der neue Grundlagenvertrag, der sich nur in Details vom alten Papier unterscheidet, sieht im Wesentlichen vor, dass der Ligaverband auch künftig eigenständig die Bundesliga und 2. Bundesliga organisieren und vermarkten wird. Gleichzeitig verbleibt beim DFB wie bisher unter anderem die Zuständigkeit für die Nationalmannschaften und den DFB-Pokal, die Sportgerichtsbarkeit und das Schiedsrichterwesen sowie Jugend-, Amateur- und Frauenfußball. Der Ligaverband ist zudem auch künftig - wie beispielsweise die Regional- und Landesverbände - Mitglied des DFB und wird dort in den Gremien angemessen vertreten sein.

- Anzeige -

Vereinbart ist zudem, dass es neben Zahlungen des Profifußballs für die Inanspruchnahme von Schiedsrichterwesen, Sportgerichtsbarkeit und Anti-Doping-Maßnahmen weiterhin einen Zahlungsaustausch gibt. Dies betrifft Erlösanteile aus der Vermarktung der A-Nationalmannschaft einerseits sowie aus Medien- und Zuschauereinnahmen der Liga andererseits. Darüber hinaus ist in dem Vertragswerk, das formell noch der Zustimmung von DFB-Bundestag und Mitgliederversammlung des Ligaverbandes bedarf, eine Solidarabgabe der Liga an die Landes- und Regionalverbände in Höhe von einer Million Euro vorgesehen sowie eine freiwillige Entschädigung in Höhe von bis zu einer Million Euro für die Ausbildung jüngerer Lizenzspieler in den Amateurvereinen.

Niersbach: "Beweis für Solidarität im deutschen Fußball"

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach sagt: "Der Grundlagenvertrag bleibt der nachhaltige Beweis für die Einheit und die Solidarität im deutschen Fußball. Dieses klare Bekenntnis für das Miteinander von Profis und Amateuren ist ein weltweit einzigartiges Erfolgsmodell."

Ligaboss Dr. Reinhard Rauball fügte hinzu: "Die Liga steht zur Einheit des Fußballs in Deutschland. Für unser Modell des Grundlagenvertrages werden wir in Europa vielfach beneidet. Nur mit einer gesunden Basis kann auch der Spitzensport, wie man gerade in diesen Tagen sieht, erfolgreich sein - und umgekehrt. Vor diesem Hintergrund dürfen beide Seiten froh sein, für die kommenden Jahre Planungssicherheit zu haben."

Der 1. DFB-Vizepräsident Amateure, Hermann Korfmacher, sieht im Grundlagenvertrag "für die nächsten vier Jahre eine solide wirtschaftliche Basis, mit der wir die großen Herausforderungen annehmen können, vor denen der Amateurfußball auch auf Grund des demografischen Wandels steht".

Dazu zählen umfangreiche Qualifizierungsmaßnahmen für Fußball-Lehrer und Trainer im Spitzen- und Breitensport, Schiedsrichter und Vereine, die kontinuierliche Förderung und Unterstützung des Ehrenamts, die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs, die Förderung des Schulfußballs, die Umsetzung von Kampagnen mit gesellschaftspolitischer Relevanz sowie die Einrichtung und Betreuung von Fan-Projekten unterhalb der Lizenzligen.

Zehn Millionen Euro für DFB-Talentförderprogramm und NLZ

Garantiert ist, dass zehn Millionen Euro in die Weiterentwicklung des DFB-Talentförderprogramms sowie die Einrichtung von Nachwuchs-Leistungszentren zur Stärkung des Jugendfußballs in der Breite fließen. Auch in der künftigen Vertragsfassung bleibt der Zuschuss des DFB an die Landesverbände zur Stärkung ihrer finanziellen Grundlage und damit zur Entlastung der Amateurklubs in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro bestehen. Damit ist gewährleistet, dass die Landesverbände ihren umfangreichen Service für die Vereine zur Sicherstellung des Spielbetriebs (beispielsweise Spielansetzungen, Schiedsrichtereinteilung, Passwesen, Sportgerichtsbarkeit) wie bisher fortsetzen können.

Auch weiterhin wird der Profifußball den Amateurfußball an den Ticketingeinnahmen beteiligen. Die Bundesligavereine führen jeweils zwei Prozent ihrer Einnahmen aus dem Verkauf der Eintrittskarten an den jeweiligen Regional- beziehungsweise Landesverband ab, Vereine der 2. Bundesliga jeweils ein Prozent. Gültig bleibt auch die Vereinbarung, dass der DFB eine Beteiligung in Höhe von drei Prozent an den Einnahmen aus der TV- und Ticketingvermarktung der Liga erhält. Darüber hinaus führt die Liga einen Betrag für das Schiedsrichterwesen, die Anti-Doping-Maßnahmen und die Sportgerichtsbarkeit an den DFB ab.

Demgegenüber partizipiert die Liga an den Einnahmen aus der Vermarktung der Nationalmannschaft. Der DFB beteiligt darüber hinaus als Kompensation für die Abstellung der Nationalspieler die Liga mit 50 Prozent an Überschüssen im Rahmen von Welt- und Europameisterschaften. Weiterhin ist vorgesehen, die Bundesliga-Stiftung mit jeweils 1,5 Millionen Euro am gemeinsamen Benefizspiel zu beteiligen, das alle zwei Jahre stattfindet.

03.05.13
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -