Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

28.04.2013, 19:17

31. Spieltag: FCA und 1899 machen Druck - Derby in Mainz remis

Spiel um Platz vier: Schalke demontiert den HSV

Zum Abschluss der Runde am Sonntag setzte sich Schalke gegen den HSV im Duell um Platz vier mit 4:1 deutlich durch. Zuvor war im Derby zwischen Mainz und Frankfurt war viel Tempo und Biss, doch die Tore fehlten. Am Samstag spitzte sich der Abstiegskampf zu: Augsburg und Hoffenheim feierten Siege und rückten an Düsseldorf heran, das einem runderneuerten BVB unterlag. Eng wird es auch für Werder. Gladbachs Europa-Träume bekamen in Wolfsburg einen Dämpfer, die Bayern siegten trotz Rekord-Rotation gegen Freiburg. Fürths Abstieg ist nun Gewissheit.

Dank Huntelaar: HSV kommt unter die Räder - Adler gesperrt

Schalke jubelt geschlossen, der HSV zerfiel einmal mehr in seine Einzelteile.
Schalke jubelt geschlossen, der HSV zerfiel einmal mehr in seine Einzelteile.
© Getty ImagesZoomansicht

Zum Abschluss des 31. Spieltags duellierten sich der FC Schalke 04 und der Hamburger SV um Platz vier. Das Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine war für die Königsblauen eine klare Angelegenheit. Mit 4:1 siegte die Mannschaft von Jens Keller und festigte damit den Qualifikationsplatz für die Champions League. Der Vorsprung auf Platz fünf beträgt nunmehr drei Zähler. Nach zwei Siegen in Folge verzweifelte der HSV vor allem an Schalkes Comebacker Huntelaar, nach seiner Knieverletzung drei Tore erzielte. Für den Niederländer waren es die Tore fünf, sechs und sieben im fünften Spiel gegen die Hanseaten. Dabei hatte es für die Fink-Elf richtig gut begonnen, denn Jansen brachte die Rothosen per Kopf früh in Front. Als Bastos fast postwendend ausglich, stürzten die Knappen die Defensive der Hamburger, bei denen van der Vaart kaum zu sehen war, aber in zahllose Nöte - der 4:1-Erfolg schmeichelte der Mannschaft von der Alster sogar noch. Zu allem Überfluss handelte sich HSV-Keeper Adler auch noch die fünfte Gelbe Karte ein (Gerangel mit Bastos) und muss im Heimspiel gegen Wolfsburg zuschauen.

- Anzeige -

Nullnummer im Derby: Mainz kommt nicht ran

Im Rhein-Main-Derby zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt ging es um die Europapokalplätze, doch fehlten im ersten Sonntagsspiel die Tore gänzlich, hochkarätige Chancen waren ebenfalls Mangelware. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel war das aktivere Team, das mit einem Dreier wieder Platz sechs im Blick gehabt hätte. Die Frankfurter mussten sich in der zweiten Hälfte mächtig ins Zeug legen, um die Mainzer vom Tor wegzuhalten, was der kompakten Defensive um Russ wieder besser gelang, als Trainer Armin Veh mit den Einwechslungen der echten Stürmer Occean und Lakic Offensiv-Akzente setzte. Unter dem Strich hatte Mainz die etwas besseren Chancen, die größte vergab Müller alleine vor Keeper Nikolov, als er das Leder freistehend vorbeischob. Auf der Gegenseite scheiterte Meier in aussichtsreicher Position an Torwart Wetklo.

Bayern siegen trotz Rekord-Rotation weiter

Das Potenzial des FC Bayern ist derzeit geradezu grenzenlos. Den Beweis erbrachten die Münchner am Samstagnachmittag gegen Freiburg. Mit Boateng durfte nur ein einziger Spieler von Beginn an ran, der auch beim 4:0 im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona in der Startformation stand. Noch nie zuvor hatte es beim FCB in der Bundesliga eine solche Rotation gegeben - am gewohnten Gefühl eines Sieges änderte das aber nichts. Zwar glänzten die Bayern diesmal nicht, dennoch fuhren sie den 14. Rückrundenerfolg ein. Verantwortlich für das 1:0 zeichneten mit Shaqiri und Can zwei Reinrotierte. Auch ohne Kapitän Schuster (Gelb-Sperre) setzte es für Freiburg somit nicht die von Trainer Streich befürchteten "vier, fünf oder neun Tore".

Für Werder wird die Luft immer dünner

Nummer 22: Stefan Kießling trifft per Elfmeter gegen Bremen.
Nummer 22: Stefan Kießling trifft per Elfmeter gegen Bremen.
© Getty Images

Mit dem allerletzten Aufgebot trat Bremen in Leverkusen an. De Bruyne, von Bayer stark umworben, fehlte mit Oberschenkelproblemen, Arnautovic und Elia hatten sich durch ihre Suspendierung quasi selbst aus dem Team genommen. Die dezimierten Bremer verkauften sich teuer, hatten aber nicht das Glück auf ihrer Seite. Durch einen umstrittenen Elfer kam Bayer 04 zum Dreier, Kießling verwandelte zu seinem 22. Saisontor. Durch den 1:0-Erfolg untermauerte Leverkusen seinen dritten Platz, für Werder muss der Blick nach nun zehn Spielen ohne Sieg hingegen immer ängstlicher nach hinten gerichtet werden. Der Relegationsabstiegsplatz ist nur noch zwei Punkte entfernt, Thomas Schaaf steht weiterhin in der Diskussion.

Wolfsburg setzt die Serie fort

Die europäischen Ambitionen von Borussia Mönchengladbach bekamen in Wolfsburg einen Dämpfer. Nachdem Brouwers zunächst einen Schuss von VfL-Youngster Arnold ins eigene Netz lenkte, gab Mlapa den Gladbachern durch seinen Ausgleichstreffer kurz nach Wiederbeginn wieder Hoffnung. Doch Olic und Diego, der an allen drei Toren beteiligt war, sorgten für den 3:1-Sieg der Niedersachsen, die nun schon seit sieben Spielen ungeschlagen sind.

Hoffenheim kämpft sich heran

Tobias Weis (li.) feiert mit Stefan Thesker und Sejad Salihovic
Wieder fit und gleich Torschütze: Tobias Weis (li.) feiert mit Stefan Thesker und Sejad Salihovic.
© Getty ImagesZoomansicht

Trotz der zuletzt kassierten 0:5-Klatsche in Leverkusen war die Stimmung bei 1899 Hoffenheim vor dem Gastspiel des 1. FC Nürnberg nicht zu schlecht. "Durch den neuen Coach sind wir mental in der Lage, so etwas wegzustecken", erklärte Volland. Und seine Teamkollegen bestätigten den Stürmer. Die Sinsheimer gingen durch den genesenen Weis und Salihovic früh und verdient mit 2:0 in Front. Nachdem zunächst ein 1899-Treffer nicht anerkannt wurde und dann Simons per Elfer verkürzte, musste die Gisdol-Elf noch einmal zittern, fuhr aber am Ende den verdienten Dreier ein, der die Hoffnung auf den Klassenerhalt intakt lässt. Die Nürnberger, die ohne die etatmäßige Innenverteidigung auskommen mussten - Nilsson (5. Gelbe) und Klose (Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung) fehlten -, mussten somit nach den bitteren Derby-Niederlagen gegen Bayern München (0:4) und die SpVgg Greuther Fürth (0:1) einen weiteren Rückschlag hinnehmen.

Augsburg schließt zur Fortuna auf

Für große Spannung im Abstiegskampf sorgt vor allem der FC Augsburg. Im Schwaben-Duell mit dem VfB Stuttgart hielt der FCA dem Druck stand und schoss in der Schlussphase einen 3:0-Erfolg heraus, nachdem Mölders nach einer Stunde per Kopf die Weichen auf Sieg gestellt hatte. Die Elf von Trainer Markus Weinzierl kann damit den Abstand auf Hoffenheim halten und rückt an Düsseldorf und Bremen heran. Gegner Stuttgart, über den Einzug ins DFB-Pokalfinale für die Europa League qualifiziert, kassierte hingegen nach drei Pflichtspielsiegen in Folge wieder eine Niederlage.

Für Düsseldorf wird es ernst

Jubel in schwarz-gelb: Die BVB-Spieler freuen sich über Nuri Sahins 1:0.
Jubel in schwarz-gelb: Die BVB-Spieler freuen sich über Nuri Sahins 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Nach den Erfolgen von Hoffenheim und Augsburg konnte Fortuna Düsseldorf am Samstagabend nicht nachziehen. Gegen runderneuerte Dortmunder - wie beim FC Bayern standen auch beim BVB im Vergleich zum Champions-League-Halbfinal-Hinspiel zehn andere Akteure in der Startformation - mussten die Fortunen eine 0:2-Heimpleite hinnehmen. Sahin brachte den Erfolg der Schwarz-Gelben per Distanzschuss auf den Weg, mit dem er F95-Keeper Giefer überraschte. Blaszczykowski stellte den Erfolg unmittelbar nach seiner Einwechslung vermeintlich sicher. Doch die Fortunen kämpften bravourös. Nach Bodzeks Anschluss hatte Latka den Ausgleich auf dem Kopf, aber Langerak zeigte eine Glanzreaktion. Mit dem neunten Spiel in Folge ohne Sieg rutscht Düsseldorf immer weiter in Richtung Abstieg. Nur noch dank der Tordifferenz (-12 gegenüber -15) stehen die Rheinländer vor dem Relegationsrang. Die Torserie von BVB-Torjäger Lewandowski fand am Samstagabend ein Ende: Der umworbene Pole wurde 20 Minuten vor Schluss eingewechselt, nach zwölf Spielen in Folge mit Torerfolg gelang ihm diesmal kein Treffer.

Hannover: Drei Chancen, drei Tore

Fürths Nehrig ist geknickt, Hannover gewinnt in Fürth.
Fürths Nehrig ist geknickt, Hannover gewinnt in Fürth.
© Getty ImagesZoomansicht

Die SpVgg Greuther Fürth wird weder Tasmania Berlin noch den VfB Leipzig überflügeln. Weil die Mannschaft von Trainer Frank Kramer am Freitagabend zum Auftakt in den 31. Spieltag gegen Hannover 96 2:3 verlor, haben die Franken nur noch eine Chance, den ersten Heimsieg einzufahren. Die beiden anderen Mannschaften schafften immerhin zwei Siege auf heimischem Terrain. Zwar merkte man der SpVgg den Rückenwind nach dem Derbysieg in Nürnberg deutlich an, doch die Fürther vergaben einmal mehr klarste Chancen. Hannover ging mit der ersten Chance durch Abdellaoue in Führung (36.), die Djurdjic noch vor der Pause mit einem überlegten Solo zum 1:1 egalisierte. Im zweiten Durchgang waren die Franken dann mehrfach dem Siegtreffer näher, doch vor allem Djurdjic vergab mehrfach in aussichtsreicher Position. Zudem hatten die Fürther Pech, als Geis mit einem fulminanten Freistoß nur die Latte traf. Hannover fand in Hälfte zwei offensiv fast nicht mehr statt, doch die Slomka-Elf machte nach einer Ecke durch Hoffmanns Kopfball das 2:1. Fürth gab nicht auf und rackerte bis zum Umfallen - zum Lohn gab es das 2:2. Doch mit der dritten Chance machte 96 das dritte Tor und nahm die drei Zähler mit. Seit Samstagnachmittag steht damit fest: Die SpVgg muss definitiv zurück in Liga zwei.

Bilder zu den Spielen
FCA rückt Werder auf die Pelle - Huntelaar sorgt für "Big Points"
Huntelaar
"The Hunter is back"

Es war ein glanzvolles Comeback, das Klaas-Jan Huntelaar gegen den HSV feierte: Schalkes Goalgetter traf beim 4:1 gleich dreimal.
© picture-alliance

vorheriges Bild nächstes Bild
28.04.13
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -