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22.04.2013, 16:05

Freiburg: Angeblich Kandidat bei 96

SC trennt sich von Sportdirektor Dufner

Der SC Freiburg kämpft dieser Tage um das internationale Geschäft und vor allem um das Personal. Die ersten Abgänge von Leistungsträgern stehen mit Daniel Caligiuri (VfL Wolfsburg), Max Kruse (Mönchengladbach) und Jan Rosenthal (Eintracht Frankfurt) schon fest. Nun geht auch noch Sportdirektor Dirk Dufner von Bord.

Keine Zusammenarbeit mehr: Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner (li.) und Trainer Christian Streich.
Keine Zusammenarbeit mehr: Freiburgs Sportdirektor Dirk Dufner (li.) und Trainer Christian Streich.
© imagoZoomansicht

Dufner wird allerdings nicht lange ohne Arbeit sein, denn erste Kontake mit Hannover hat es bereits gegeben, was von Hannovers Klubboss Martin Kind im Laufe des Tages bestätigt wurde. Am Sontag hatte sich das noch anders angehört: "Aus meiner Sicht ist da nichts dran. Es hat keinen Kontakt gegeben", sagte Dufner bei Sky. Er "gehe davon aus", auch in der nächsten Saison in Freiburg zu arbeiten.

Für Hannovers Klubboss Kind orientiert sich das Profil des neuen Managers an der "persönlichen und der Qualitätsstruktur von Herrn Schmadtke." Also einer, der sich nicht lange in die Thematik der Liga einarbeiten muss und der bereits über einen längeren Zeitraum nachhaltige Arbeit nachgewiesen hat. So wie Dufner im Breisgau eben, der entscheidend mithalf, einen kleinen Klub an die Pforte zum Europapokal zu führen.

"Dirk Dufner hat sein Amt in einer für den Verein nicht einfachen Zeit übernommen und hervorragend ausgeübt. In seiner fast sechs Jahre dauernde Amtszeit fällt der Aufstieg 2009, in der kommenden Saison wird der SC zum fünften Mal nacheinander in der höchsten Spielklasse vertreten sein - solange wie nie zuvor. Dies ist auch das Verdienst von Dirk Dufner. Für die geleistete Arbeit bedankt sich der Verein bei Dirk Dufner von Herzen", sagte Fritz Keller, Erster Vorsitzender des Vereins.

"Der SC Freiburg ist ein großartig geführter Verein, dem ich immer mit Sympathie und Dank verbunden sein werde. Die Stärke des Clubs zeigt sich nicht nur in erfolgreichen Zeiten wie aktuell gerade, sondern auch, wenn es einmal nicht so gut läuft. Bei diesem Verein zu arbeiten war immer etwas Besonderes, gerade wenn man sieht, wie mancher Nachteil des Standorts mit großer Kompetenz und Herzblut ausgeglichen wird", lobte Dufner. Die Aufgaben des Sportdirektors werden zunächst auf zwei Personen verteilt. Ab sofort übernehmen der 48 Jahre alte Klemens Hartenbach (Leiter der Scouting-Abteilung) und der 35 Jahre alte Jochen Saier (Leiter der Fußballschule) kommissarisch die Geschäfte Dufners.

Geht der Ausverkauf weiter?

Das Verhältnis zwischen Trainer Christian Streich und Dufner soll in den vergangenen Wochen gelitten haben, weil Kruse, Rosenthal, Caligiuri schon weg sind und weitere Abgänge drohen. Johannes Flum wäre ein Wechselkandidat.

Werder Bremen hat offenbar Interesse an einer Verpflichtung Julian Schusters, der in Freiburg bis 2014 unter Vertrag steht. Der 28-Jährige erklärte auf kicker-Nachfrage: "Für uns ist es in dieser Phase ganz arg wichtig, dass wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Ich sehe mich als Kapitän in der Pflicht, keine anderen Baustellen aufzumachen und möchte jetzt nichts dazu sagen."

Dufner positionierte sich klar: "Alle Spieler ohne Ausstiegsklausel werden wir behalten." Damit wäre ein Transfer von Matthias Ginter zu Borussia Dortmund in diesem Sommer ausgeschlossen. Das Ausnahmetalent besitzt nach kicker-Informationen keine Ausstiegsklausel in seinem bis 2015 datierten Vertrag.

Auf der Suche nach Neuzugängen hat der SC Dong-Won Ji ins Visier genommen. Der 21-Jährige ist von Sunderland an den FC Augsburg ausgeliehen. Allerdings hat Eintracht Frankfurt ebenfalls ein Auge auf den Offensivspieler geworfen. Auch der ablösefreie Mike Hanke steht weiterhin auf dem Zettel. Dufner bestätigt: "Wir sind in sehr engem Kontakt mit Mike."

22.04.13
 
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