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21.04.2013, 19:25

30. Spieltag: VfB siegt auch in der Liga

Derbysieg! Fürth feiert in Nürnberg

Fürth entführte am Sonntag im Frankenderby die Punkte aus Nürnberg, Stuttgart gab den Champions-League-Träumen der Freiburger einen Dämpfer. Am Samstag hatte Frankfurt gegen Schalke den Kampf um Rang vier noch spannender gemacht. Die vordersten Plätze sind an Bayern, Dortmund und wohl auch Leverkusen nach den Siegen des Toptrios vergeben. Werders Durstrecke überdauert auch das Wiedersehen mit Klaus Allofs.

Johannes Geis trifft erstmals und sichert Fürth überraschend den Derby-Sieg.
Johannes Geis trifft erstmals und sichert Fürth überraschend den Derby-Sieg.
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Der Abstieg der SpVgg Greuther Fürth zurück ins Unterhaus ist eigentlich schon besiegelt. Aber ausgerechnet im Derby beim ewigen Lokalrivalen 1. FC Nürnberg am Sonntag hat sich das Team von Trainer Frank Kramer einen Aufschub herausgespielt: Überraschend gewannen die Fürther mit 1:0 und beendeten damit wohl auch vereinzelt aufkommende Hoffnungen der Nürnberger Anhänger auf die Qualifikation für die Europa League. Jungprofi Johannes Geis erzielte in seinem fünften Bundesligaspiel seinen ersten Treffer: Aus fast 25 Metern zog der 19-Jährige, von der Club-Abwehr offenbar völlig unterschätzt und nicht attackiert, ab und traf genau in den Winkel (27.). Die Nürnberger drängten zwar auf den Ausgleich, ließen dabei aber die letzte Konsequenz vermissen und gingen somit erstmals seit dem 29. September (0:2 gegen den VfB Stuttgart) zu Hause wieder als Verlierer vom Platz.

Stuttgart gewinnt das Derby auch in der Liga

Auch in der Liga ging der VfB gegen Freiburg als Sieger vom Platz.
Auch in der Liga ging der VfB gegen Freiburg als Sieger vom Platz.
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Zuvor hatte das schwäbisch-badische Duell wie schon im Pokal wenige Tage zuvor mit einem 2:1 (2:0) geendet. Der SC Freiburg musste ohne Caligiuri und Rosenthal, die angeschlagen aus dem Pokalspiel in Stuttgart herausgegangen waren, zur Revanche antreten und präsentierte sich zunächst in guter Verfassung. Beide Teams agierten auf Augenhöhe und Makiadi traf vermeintlich sogar zur Freiburger Führung. Sein Treffer aus kurzer Distanz zählte aber wegen Abseitsstellung zu Recht nicht. Am Ende aber waren wieder die Schwaben auf der Siegerstraße: Zunächst legte Harnik für Gentners Kopfballtor auf (33.), dann reagierte der Österreicher nach einem Freiburger Fehlpass blitzschnell und legte für Ibisevic auf (42.). Die Partie war entschieden, nach dem Seitenwechsel konnte der VfB die Führung bequem verwalten. Freiburg tat zu wenig, um sich den Sprung auf einen Champions-League-Platz zu verdienen. Santinis Anschlusstreffer war eher zufällig und kam zu spät.

FCB: 26. Saisonsieg - Nikolov hält Eintracht-Sieg fest

Oka Nikolov pariert gegen Michel Bastos (re.)
Der "ewige Oka": Nikolov pariert gegen Michel Bastos.
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Kampf um Platz vier in Frankfurt: Schalke war am Samstagnachmittag zu Gast. Überlagert wurde das Spiel zunächst von einem Medienbericht über einen Rode-Wechsel zu den Bayern. S04 begann mit guten Chancen für Höger (9.) und Bastos (11.) und verschoss dann sogar einen Handelfmeter (Aigner): Bastos konnte den "ewigen Oka" (38) nicht überwinden. Auf der Gegenseite köpfte Russ die Eintracht dann zur Pausenführung. Im zweiten Abschnitt traf Joker Pukki schnell ins Netz, doch der Ball soll zuvor die Torauslinie überschritten haben (47.). Nikolov stand auch danach im Blickpunkt und hielt einige Male bravourös. Am Ende konnte die Eintracht die Negativserie der letzten Wochen (ein Dreier aus zuvor neun Spielen) und speziell gegen Schalke (zuletzt 0/4/9) stoppen. Das Rennen um Platz vier ist damit weiter voll im Gange, Frankfurt bis auf einen Zähler an Schalke dran.

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Die Bayern legten auch in Hannover ein eindrucksvolles Zeugnis ihrer derzeitigen Dominanz ab und feierten per 6:1 den 26. Saisonsieg (Ligarekord). Obwohl Jupp Heynckes wieder munter durchwechselte, überrollten seine Spieler die Niedersachsen, nachdem Stindl ein frühes Eigentor unterlaufen war. Auch Gomez, der sich Hoffnung macht auf einen Startelfplatz gegen Barcelona, feierte wieder Erfolgserlebnisse. 96 kassierte den möglicherweise entscheidenden Rückschlag im Kampf um einen Europa-League-Platz. Im ersten Spiel nach der Freistellung von Manager Jörg Schmadtke gab es bis auf das 298. Bundesliga-Spiel von Cherundolo (Einstellung des Vereinsrekords von Jürgen Bandura) nichts zu bejubeln.

Reus trifft sehr früh - Lewandowski zum zwölften Mal in Folge

Auch die Dortmunder Generalprobe für die Champions League glückte. Gegen Mainz legte der BVB furios los: Langer Ball von Rückkehrer Hummels, Schlussmann Wetklo verliert die Orientierung, und der wiedergenesene Reus schiebt ins leere Tor ein (1.). Ohne die verletzten Kehl und Bender hatte die Klopp-Elf den Gegner bestens im Griff und festigte mit dem 2:0-Sieg Tabellenplatz zwei. Und Lewandowski verlängerte kurz vor Schluss mit dem 23. Saisontor seine Serie auf zwölf Spiele in Folge mit Torerfolg. Die Nullfünfer - ohne Szalai und Müller in der Anfangself - warten ihrerseits schon seit fünf Spielen auf einen Sieg und drohen am internationalen Wettbewerb vorbeizuschrammen.

Spannung in der Torjägerliste: Stefan Kießling (li.) traf doppelt, Robert Lewandowski "nur" einmal.
Spannung in der Torjägerliste: Stefan Kießling (li.) traf doppelt, Robert Lewandowski "nur" einmal.
© Getty Images

Hinter Dortmund (61) liegt Leverkusen (53), das Hoffenheim mit 5:0 in die Schranken verwies und einen Riesenschritt in Richtung Champions League schaffte. Kießling traf ebenso wie Schürrle doppelt und verkürzte in der Torschützenliste im Vergleich zu Lewandowski auf 21:23! Zugleich gelang dem schlaksigen "Türöffner" zum 10. Mal in der laufenden Spielzeit das 1:0. Hoffenheim verlor unter Dietmar Hopps Augen Polanski früh durch Rot und bekam auch nicht durch Casteels' gehaltenen Elfmeter Auftrieb. Die Kraichgauer bleiben Vorletzter und können gegen Leverkusen einfach nicht gewinnen (0/1/9).

Van der Vaarts erstes Kopfballtor - Werder klar unterlegen

Fortuna Düsseldorf konnte den Vorsprung vor Rang 16 nicht ausbauen, verlor beim Hamburger SV knapp mit 1:2. Im Rampenlicht: die reparierte HSV-Dino-Uhr und Kapitän van der Vaart. Der Niederländer köpfte (!) erstmals in seiner Bundesliga-Zeit ein Tor und düpierte beim 2:0 noch vor der Pause fast die komplette Gästeabwehr um Torwart Giefer, der schon beim ersten Tor nicht gut ausgesehen hatte. Dem Ex-Hamburger Schahin gelang nur noch das Anschlusstor, Latka traf in der Schlussminute die Latte. Die Konsequenz: Der HSV hat nach zwischenzeitlich tiefer sportlicher Krise auf einmal Rang vier und die Champions League im Visier!

 

Beim hanseatischen Nachbarn sieht es weitaus düsterer aus. Am frühen Abend verlor Bremen (32) das Wiedersehen mit Ex-Manager Klaus Allofs glatt mit 0:3. Wolfsburg (37) dürfte damit mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun haben. Den "Wölfen", die abermals durch Youngster Arnold in Führung gingen und das 50. Bundesliga-Tor Olics bejubelten, gelang damit die Rehabilitation nach der 1:6-Pokalpackung bei den Bayern. Werder wartet seit neun Spielen auf einen Sieg. Wolfsburg verlor Innenverteidiger Kjaer durch Verletzung, sein Nebenmann Naldo wurde vor dem Spiel vom SVW nachträglich verabschiedet.

Daems sichert Gladbacher Arbeitssieg

Filip Daems
Sicherer Schütze: Filip Daems verwandelt den Strafstoß für die Borussia.
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Der FC Augsburg hatte sich für die Partie am Freitagabend in Mönchengladbach viel vorgenommen. Doch nach einer Roten Karte Augsburg und Elfmeter für Gladbach war das Spiel schon nach einer knappen halben Stunde gelaufen. Bis dahin versuchten die Borussen zwar, das Heft in die Hand zu nehmen, Druck aufzubauen, aber Augsburg hielt dagegen. Doch als Vogt Mlapa festhielt, Rot sah und Daems den fälligen Elfmeter verwandelte, wurde es schwer für die bayerischen Schwaben (Weinzierl: "Den Elfmeter kann man pfeifen, die Rote Karte war übertrieben"). Das Team von Lucien Favre hatte jetzt kaum Probleme, verpasste es allerdings, schon früher für klare Verhältnisse zu sorgen. Mlapa und Hanke trafen beispielsweise nur den Pfosten. Mehr war aber auch nicht nötig, weil der dezimierte FCA kaum in den Abschluss kam. Lediglich Musona ließ die Fans der "Fohlen" kurz erstarren. Durch den Arbeitssieg untermauert Gladbach seine Ansprüche auf Platz sechs, dagegen muss Augsburg weiter mit bangem Blick auf Hoffenheim schauen.

Bilder zum 30. Spieltag
Freunde, Fehlschüsse und Volltreffer
Choreografie
Nürnberger Trichter

Die Nürnberger Fans ließen sich wieder etwas besonderes für das Derby einfallen - an der Unterstützung lag es also nicht, das der Club das Derby gegen Greuther Fürth verlor.
© imago

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21.04.13
 
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