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16.04.2013, 12:03

Gladbach: Trainer will Tabelle vergessen

Favre bremst: "Borussia war tot"

Borussia Mönchengladbach ist Bundesliga-Siebter mit einem Punkt Rückstand auf die Europa-League-Plätze. Doch Lucien Favre will das gar nicht hören: Der Trainer fordert vor dem Endspurt, den Blick von der Tabelle zu lösen - und erinnert dazu auch an die Vergangenheit. Der durchwachsene Saisonverlauf ist für Favre eine Bestätigung.

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Lucien Favre an der Seitenauslinie in Stuttgart
"Ich habe immer gesagt, dass es eine schwere Saison werden würde": Gladbach-Trainer Lucien Favre.
© picture alliance Zoomansicht

"Wir müssen analysieren, was das Zeug hält", forderte Keeper Marc-André ter Stegen nach dem 0:2 in Stuttgart. Am Sonntag hatte sich die Borussia selbst geschlagen, ein Ping-Pong-Eigentor und ein schlimmes Missverständnis ermöglichten dem VfB einen souveränen Sieg. Ausgerechnet die Abwehr, die in den fünf Spielen zuvor dreimal zu Null gespielt und nur drei Gegentore zugelassen hatte, wackelte bedenklich.

"Bei der Defensivarbeit sind wir nicht konzentriert genug", hadert auch Favre auf der Vereinswebsite und schloss dabei die ganze Mannschaft mit ein. "Wir spielen zu kompliziert und verlieren unnötige Bälle. Gerade bei der Ballannahme haben wir zu viele Ballverluste. Das macht in 90 Minuten viel aus." In Stuttgart hakte es merklich in der Spielentwicklung nach vorne.

Wir dürfen nicht die ganze Zeit denken, dass wir das Spiel gewinnen müssen. Lucien Favre

Einen Grund sieht der Fußballlehrer in der Tabellensituation - die Gladbacher wissen, dass sie sich nicht mehr viele Ausrutscher erlauben dürfen, wenn sie noch in die Europa League einziehen wollen. "Die Ergebnisse anderer Mannschaften dürfen uns nicht interessieren", betont Favre, "wir dürfen nicht die ganze Zeit denken, dass wir das Spiel gewinnen müssen. Dann spielt man automatisch nicht voll konzentriert in der Defensive, und offensiv will man zu viel."

Will auch das Umfeld zu viel? Beim 1:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth hatte es Misstöne im Verhältnis zu den Fans gegeben, mancher hatte früh gepfiffen. Favre sind die Erwartungen zu hoch. "Ich rede nicht gerne über die Vergangenheit, aber wir dürfen nicht vergessen, wo wir vor zwei Jahren und zwei Monaten waren. Da war Borussia tot", erinnert er. Und vor der laufenden Saison habe man "drei absolute Topspieler" - Marco Reus (Dortmund), Roman Neustädter (Schalke) und Dante (Bayern) - abgeben müssen.

Fakten, die viele schnell vergessen würden - "ich aber nicht", so Favre: "Ich habe immer gesagt, dass es eine schwere Saison für uns werden würde. So ist es jetzt. Das ist eine Bestätigung für mich."

16.04.13
 

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