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15.04.2013, 10:18

"Neue Dimension der Gewalt" bei Bayern-FCN-Derby?

Steinwürfe in München? Club-Fans widersprechen

Es flogen Steine, Flaschen und Schlagstöcke - so zumindest die Darstellung der Polizei: Das bayerische Derby zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Nürnberg ist am Samstag von Ausschreitungen begleitet worden. Fans wurden festgenommen, Beamte verletzt. Polizeivizepräsident Robert Kopp sprach gar von einer "neuen Dimension von Gewalt in München gegenüber Polizeibeamten". Doch Club-Fans und -Verantwortliche widersprechen vehement.

Polizisten begleiten Nürnberger Anhänger zur Münchner Arena
So ruhig blieb es nicht: Polizisten begleiten am Samstag Nürnberger Anhänger zur Münchner Arena.
© imagoZoomansicht

Schon rund drei Stunden vor dem Anpfiff wären Anhänger beider Lager beinahe aneinandergeraten. Nach Polizei-Angaben vom Sonntag liefen Bayern-Ultras auf etwa 400 Nürnberger Fans zu, die unter Polizeibegleitung auf dem Weg ins Stadion waren. Die Beamten konnten das Aufeinandertreffen verhindern - trotzdem wurde es gewalttätig.

"Obwohl sich die Münchner Ultras relativ zügig wieder entfernten, versuchten nun die Nürnberger zu den Münchner Ultras vorzudringen", heißt es in der Pressemitteilung der Münchner Polizei. "Dabei griffen die Nürnberger Ultras die sie begleitenden Polizeikräfte an, die Schlagstock und Pfefferspray einsetzen mussten, um die massiven Angriffe abzuwehren."

Die Einsatzkräfte sollen mit Steinen und Flaschen attackiert. worden sein Dabei seien sogar Steine in Papier gewickelt worden, "um sie als eine Art 'Schleuder' zu verwenden". Als die Gruppe der FCN-Anhänger schließlich auf einer Autobahnüberführung "festgesetzt" und überprüft wurde, flogen Steine auch auf die Fahrbahn.

Am Samstag hatte ein Polizeisprecher noch davon gesprochen, dass "Ultras der Bayernfans Nürnberger Fans mit Steinen beworfen" hätten. Davon war in der Pressemitteilung vom Sonntag jedoch keine Rede mehr.

30 Festnahmen, 16 verletzte Polizisten

Die traurige Bilanz laut Polizei-Pressemitteilung: 30 unter anderem wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch, Gefangenenbefreiung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte festgenommene Anhänger - 24 davon aus dem Nürnberger Fanlager; 31 in Gewahrsam genommene Personen - 29 davon Bayern-Fans; sowie 16 verletzte Beamte. Bei den Festgenommenen fand die Polizei Sturmhauben, Mundschutz und Quarzsand-Handschuhe.

"Wir haben eine neue Dimension von Gewalt in München gegenüber Polizeibeamten feststellen müssen", sagte Polizeivizepräsident Robert Kopp. "Ein derartige massive Gewalt und eine solche Brutalität gegen die eingesetzten Polizeibeamten hat es bei einem Fußballspiel in München seit Jahren nicht gegeben."

"Völlig irreale Aussagen": Club-Fans setzen sich zur Wehr

Doch spielten sich die beschriebenen Szenen in München tatsächlich ab? Anhänger, die vor Ort waren und sich als "ganz normale Clubfans" bezeichnen, sprechen auf der Facebook-Seite "FCN aktuell" von "völlig irrealen Aussagen und Berichten".

Demnach sei "in keinster Weise Gewalt von Nürnbergern gegen die Polizei" ausgegangen. Allerdings waren zunächst - ausgelöst von Münchner Seite - "gut 50" Bayern-Anhänger und "einige Nürnberger" aufeinander losgegangen, die Polizei hätte dies nicht verhindern können. Später seien rund 250 Club-Fans, darunter auch Familien und Kinder, eingekesselt und rund zweieinhalb Stunden festgehalten worden. Einige hätten deswegen weite Teile der ersten Halbzeit verpasst.

"Von Fantrennung konnte also keine Rede sein", heißt es in dem Statement, "geschweige denn von professionellem, deeskalierendem Handeln der Polizei."

Es ist mir schleierhaft, wie es bei einem solchen Spiel dazu kommen kann, dass zwei Gruppen von Münchner Ultras auf Club-Fans losgehen können.Heino Hassler, Leiter des Nürnberger Fanprojekts

Auch Heino Hassler, Leiter des Nürnberger Fanprojekts, erhob Vorwürfe gegen die Polizei: "Es ist mir schleierhaft, wie es bei einem solchen Spiel überhaupt dazu kommen kann, dass zwei Gruppen von Münchner Ultras auf Club-Fans losgehen können", sagte er den "Nürnberger Nachrichten". Die Statistiken der Polizei zweifelt er ebenfalls an - genau wie deren Darstellung der angeblichen Gewalt: "Solange ich da war, hat niemand einen Stein geworfen."

 

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