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12.04.2013, 08:05

Mainz: Wenig Ertrag bei großem Aufwand

Die Gründe für das Mainzer Mini-Tief

Ungeachtet des unglücklichen 1:2 beim 1. FC Nürnberg ist der 1. FSV Mainz 05 weiterhin dick drin im Geschäft um die internationalen Plätze. Allerdings stellt Thomas Tuchel fest: "Aus dem Favoritenkreis haben wir uns ein bisschen herausgespielt. Wir tun uns schwer, die Gunst der Stunde zu ergreifen und etwas Außergewöhnliches zu erreichen." Nur zwei Siege in der Rückrunde - der kicker analysiert die Gründe für die zuletzt nur mäßige Punktausbeute.

Thomas Tuchel (r.) mit Nikolce Noveski und Bo Svensson
Erst zwei Siege in der Rückrunde: Thomas Tuchel punktet mit seinen Schützlingen derzeit nur häppchenweise.
© picture allianceZoomansicht

Die Chancenverwertung: Mainz benötigt zu viele Chancen, um Tore zu schießen. Bei 148 Tormöglichkeiten in dieser Saison landeten nur 23,6 Prozent der Versuche im Netz. In dieser Statistik stehen die 05er auf Platz 14. Gegen Freiburg (0:0), Wolfsburg (1:1), Schalke (2:2), Hoffenheim (0:0) und zuletzt Nürnberg (1:2) hatten sich die Mainzer in der Rückrunde zwar ein Chancenplus erarbeitet, fuhren aber keinen Dreier ein. "Um die mangelnde Effektivität und Konsequenz müssen wir uns kümmern. Wir haben mehr Punkte verdient", sagt Tuchel.

Die Bank: Nachdem Mainz in Nürnberg das 1:2 kassiert hatte, wechselte der Coach dreimal. Für frischen Wind sorgte jedoch keiner der Joker. Nach dem Rückstand spielten sich die 05er keine Chance mehr heraus. Und so moniert Tuchel: "Seit Wochen fehlen uns entscheidende Impulse von der Bank." Lediglich zwei Jokertore erzielten die Mainzer in dieser Saison, nur vier Klubs weisen noch weniger auf.

Die veränderte Wahrnehmung: Der Respekt vor Mainz ist sukzessive gestiegen. "Seit wir konstant angefangen haben zu punkten, gibt es die Underdog-Rolle in zwei Drittel der Spiele nicht mehr", stellt Tuchel fest und nennt als Beispiel das Spiel gegen Bremen: "Wenn man sieht, wie Werder gegen uns gespielt hat und sich die Spiele davor und danach anschaut, dann muss man feststellen, dass sich Bremen gegen uns echt an die Decke gestrafft hat." Diese veränderte Wahrnehmung ist Lohn der guten Arbeit. Der Trainer sagt: "Der nächste Schritt ist, diese Rolle anzunehmen, ins Sonnenlicht herauszutreten und dann vielleicht mal für eine ganz außergewöhnliche Platzierung bereit zu sein."

Länger als zwölf Sekunden darf es nicht dauern, bis das 1:0 fällt. Ansonsten fällt das unter die Kategorie: Start verschlafen.Thomas Tuchel am Donnerstag vor dem Duell mit dem HSV - im jüngsten Heimspiel gegen Bremen hatte Szalai nach 12,5 Sekunden getroffen

Übt man Kritik an der Mainzer Rückrunde, dann zweifellos auf hohem Niveau. Der FSV erntet für den attraktiven Offensiv-Fußball deutschlandweit Sympathien. Tuchel liegt richtig, wenn er hervorhebt, dass eine Niederlage wie in Nürnberg nicht dazu führen dürfe, die eigene Spielweise infrage zu stellen. Die defensive Ausrichtung des Clubs könne "kein Vorbild" sein. Tuchel: "Wir sind seit vier Jahren vor Nürnberg, auch in diesem Jahr. Es gibt keinen Grund, sich an Nürnberg zu orientieren, nur weil sie ein Spiel gegen uns gewonnen haben."

Julian Franzke

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