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07.04.2013, 19:22

28. Spieltag: BVB sichert Rang zwei - S04 siegt in Bremen

Der Club baut seine Serie aus - Nullnummer in Hannover

Bayern München krönte sich am 28. Spieltag in Frankfurt zum frühesten Meister der Bundesliga-Geschichte. Dortmund gewann gegen Augsburg, Leverkusen patzte gegen Wolfsburg. Schalke untermauerte seine Ambitionen in Bremen. Am Abend stieß Freiburg den HSV tiefer in die Krise. Hoffenheim hofft nach der geglückten Premiere von Markus Gisdol gegen Düsseldorf wieder auf den Klassenerhalt. Nürnberg baute seine imposante Heimserie am Sonntag aus, in Hannover gab's eine Nullnummer.

Per Nilsson
Der erste Streich: Per Nilsson (l.) trifft per Kopf zur Führung für Nürnberg.
© imagoZoomansicht

Mit einer müden Nullnummer zwischen Hannover 96 und dem VfB Stuttgart endete der 28. Spieltag am Sonntagabend. In einer Partie, die nahezu ohne gefährliche Torszenen auskam, hatten die Schwaben, die ohne die gesperrten Niedermeier und Harnik antraten, zwar leichte Vorteile. Letztlich fehlte jedoch auch ihnen die Durchschlagskraft. Hannover verpasste es durch das torlose Unentschieden, Boden auf die Europacup-Plätze gutzumachen. In dieser Form ist 96 allerdings auch alles andere als reif für Europa.

Zarte Europacup-Träume wachsen angesichts der Patzer der Konkurrenz langsam beim inzwischen mit Hannover punktgleichen 1. FC Nürnberg, der sich beim 2:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 vor heimischer Kulisse zum elften Mal in Serie schadlos hielt und nur noch vier Punkte hinter Platz sechs liegt. Wer weiß, wie es um die Heimserie bestellt gewesen wäre, hätte Szalai einen Foulelfmeter nicht deutlich neben das Club-Tor gesetzt (28.). So aber retteten die vor der Pause schwachen Gastgeber ein 0:0 in die Kabine. Dass es nach dem Wechsel zum Sieg reichte, hatten die Franken wieder einmal ihrer Stärke nach Standards zu verdanken: Nilsson war zweimal zur Stelle und schnürte seinen ersten Bundesliga-Doppelpack (54./69.). Müller hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Am kommenden Wochenende geht es für den Club nun zum frischgebackenen Meister nach München.

Bayern setzen neue Rekordmarke

Bastian Schweinsteiger
Traumhaft zur 23. Meisterschaft: Bayerns Schweinsteiger stellt per Hacke den Sieg in Frankfurt sicher.
© picture allianceZoomansicht

Meisterlich hatte sich Bayern München bereits in den letzten Wochen und Monaten präsentiert. Die beiden jüngsten Belege: Das 9:2-Schützenfest über den Hamburger SV und der souveräne 2:0-Erfolg im Champions-League-Viertelfinale gegen Juventus Turin. Seit dem frühen Samstagabend ist der FCB nun auch offiziell deutscher Meister. Zum 23. Mal in seiner Geschichte und so früh wie noch kein anderes Team in der Geschichte der Bundesliga. Schweinsteiger sorgte mit seinem Traumtor per Hacke in der 52. Minute für die neue Rekordmarke.

Bereits in Hälfte eins hatte der Rekordmeister die besseren Chancen, doch Shaqiri (10.) und Alaba per Strafstoß (29.) scheiterten jeweils am Aluminium. Das Team von Trainer Jupp Heynckes, der auf den erkrankten Mandzukic verzichten musste, aber ansonsten bis auf Ribery seine beste Elf ins Rennen schickte, ließ sich davon aber nicht beeinflussen und wartete geduldig auf seine Chance. Frankfurt musste zwar einen Rückschlag im Rennen um Europa hinnehmen, hatte aber ebenfalls Grund zur Freude. Denn am Rande der Partie wurde die Vertragsverlängerung mit Jungstar Sebastian Jung publik.

BVB festigt Rang zwei

Julian Schieber gegen Alexander Manninger
Dortmund Schieber lässt Augsburgs Keeper Manninger keine Chance und erzielt das 2:2.
© Getty ImagesZoomansicht

Durch den Sieg der Bayern war auch der 4:2 (1:2)-Erfolg des entthronten Titelträgers Borussia Dortmund über den FC Augsburg für das Meisterschaftsrennen nicht mehr von Belang. Dem BVB war anzumerken, dass er in der Champions League gefordert war, gegenüber dem 0:0 in Malaga am Mittwochabend gab es gleich sieben Umstellungen. Diese machten sich bemerkbar, denn die Augsburger steckten den Rückstand durch Schieber (22.) weg und schlugen durch Baier (43.) und Voigt noch vor der Pause zurück.

BVB-Coach Jürgen Klopp muss in der Kabine aber die richtigen Worte gefunden haben, denn die Westfalen legten im zweiten Durchgang mindestens eine Schippe drauf. Erneut Schieber (52.), Subotic (64.) sowie Lewandowski (90. +2.) sicherten doch noch den Sieg. Während Augsburg nur noch einen Zähler vor Hoffenheim liegt, konnte Dortmund Rang zwei festigen.

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Kjaer patzt und trifft

Denn der BVB profitierte vom 1:1 (1:0)-Ausrutscher Bayer Leverkusens gegen den VfL Wolfsburg. Die Werkself ging zwar durch Schürrle bereits nach zwölf Minuten in Führung, doch anschließend verpasste es Bayer, nachzulegen. Und so kam Wolfsburg immer besser in die Partie. Und ausgerechnet Kjaer, der beim 0:1 patzte, köpfte dann in der 70. Minute das 1:1. Dabei blieb es bis zum Abpfiff. Trotz des Punktgewinns kommt Wolfsburg in der Tabelle nicht vom Fleck, für Leverkusen geht es nun nur noch um die Sicherung von Rang drei.

Schalke nutzt Lukimyas Patzer eiskalt aus

Dass Werder Bremen mit gehörigen Personalsorgen in die Partie gegen Schalke 04 ging, war zunächst nicht zu bemerken. Die Elf von Trainer Thomas Schaaf dominierte den ersten Durchgang, von Schalke war so gut wie nichts zu sehen. Immer wieder kamen die Grün-Weißen zu guten Möglichkeiten, lediglich im Abschluss haperte es. Da die Knappen bis auf einen Draxler-Freistoß in Hälfte eins nichts Zählbares zustande brachten, ging es torlos in die Kabinen. Nach der Pause schlug das Team von Trainer Jens Keller dann eiskalt zu. Einen Patzer von Lukimya nutzte Draxler in der 51. Minute eiskalt zum 1:0 aus. Und auch vor dem 0:2 war Lukimya nicht auf der Höhe. Sein Rückpass auf Mielitz geriet viel zu kurz, Raffael schnappte sich die Kugel und legte quer auf Marica, der nur noch einschieben musste (69.). Schalke festigt Rang vier und hat Leverkusen im Blick, Bremen muss weiterhin mindestens ein Auge auf die Abstiegsränge richten.

Zimmermann fliegt - de Jong trifft

Erneut gut gespielt, aber am Ende wieder mit leeren Händen stand die SpVgg Greuther Fürth nach dem Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach da. Das Schlusslicht dominierte in der ersten halben Stunde, doch wie so oft fehlte die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. Mönchengladbach kam erst mit Verspätung in der Partie an, bis zur Pause konnte sich das Team von Trainer Lucien Favre aber nicht entscheidend durchsetzen. Nach der Pause nahm das Unheil dann seinen Lauf. Zunächst musste Fürths Zimmermann in der 66. Minute mit der Ampelkarte vom Feld, nur acht Minuten später nutzte de Jong die Überzahl zum 1:0 für die Borussen aus. Dabei blieb es bis zum Schluss. Mönchengladbach macht durch den Dreier im Kampf um Europa Ernst, Schlusslicht Greuther Fürth bezieht die 17. Niederlage der Saison.

Freiburg stößt Hamburg tiefer in die Krise

Eigentlich wollte sich der Hamburger SV im Abendspiel für die historische 2:9-Klatsche bei Bayern München vor Wochenfrist rehabilitieren. Dieses Vorhaben ist den Hanseaten mit dem 0:1 (0:0) gegen den SC Freiburg gründlich misslungen. Den Rothosen war die Verunsicherung deutlich anzumerken, die Breisgauer machten den stabileren und auch gefährlicheren Eindruck. Nachdem in Hälfte eins zweimal das Aluminium einem Treffer im Wege gestanden hatte, war es Schmid, der in der 69. Minute zum Sieg für den SCF traf. Das Team von Trainer Christian Streich verbesserte durch den Dreier seine Position im Rennen um die internationalen Startplätze, der HSV tritt auf der Stelle und macht in dieser Verfassung den Fans nur wenig Hoffnung auf Besserung.

Gisdol nährt die Hoffnung - Gomes erlitt Handbruch

Glänzender Auftakt: Firmino trifft früh für die TSG.
Glänzender Auftakt: Firmino trifft früh für die TSG.
© Getty ImagesZoomansicht

Die TSG Hoffenheim hat das erste Spiel unter der Regie von Markus Gisdol gewonnen und am Freitagabend im Abstiegskampf neuen Mut geschöpft. Mit dem vierten Trainer der laufenden Spielzeit an der Linie gewannen die Kraichgauer mit 3:0 gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und verstärken damit den Negativtrend der Meier-Elf. Die Hoffenheimer jubelten schon in der 11. Minute, nachdem Firmino einen blitzsauberen Konter abschloss. Insgesamt agierten beide Mannschaften über weite Strecken auf Augenhöhe. Als sich die Fortunen ein Übergewicht erarbeiteten, lenkte Lambertz eine Ecke ins eigene Tor , so dass der Erfolg ein wenig schmeichelhaft war - in der Nachspielzeit machte Volland den dritten Treffer. Gisdol dürfte dies wenig jucken, hat der Kurz-Nachfolger doch mit seiner Mannschaft wieder den direkten Kontakt zum Relegationsplatz hergestellt. Auf Rang 16 rangieren die Augsburger nun mit einem Punkt Vorsprung - der FCA gastiert am Samstag in Dortmund. Pikant bei Gisdols Premiere als Chefcoach: Keeper Gomes musste mit einer Handverletzung vom Platz, Casteels ersetzte den Brasilianer, der ehemalige Nationaltorwart Wiese verfolgte das Geschehen von der Tribüne aus. Der Brasilianer erlitt einen Handbruch, gisdol sprach am Samstag dem Duo Casteels und Jens Grahl das Vertrauen für die restliche Saison aus, Wiese bleibt außen vor.

Bilder zum 28. Spieltag
Bayern ist Meister - Club nimmt Kurs auf Europa
Sakai (l.) vs. Okazaki
Japaner unter sich

Gleichauf im Laufduell: Hannovers Japaner Hiroki Sakai gegen seinen Landsmann auf Seiten des VfB, Shinji Okazaki.
© Getty Images

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07.04.13
 
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