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31.03.2013, 18:10

Hamburg: 2:9-Pleite hinterlässt Spuren

"Spielball" HSV lädt zum Versöhnungsgrillen

2:9 - der Hamburger SV wurde am Samstagabend vom FC Bayern so richtig abgewatscht. Die historische Pleite hinterließ Spuren. "Wir haben auch unseren Stolz", meinte Manager Frank Arnesen, "das werden wir nie vergessen." Kapitän Heiko Westermann fordert nun die in München auf dem Platz vermisste Reaktion, die Mannschaft stellt sich den Fans und für Trainer Thorsten Fink stehen die Aufräumarbeiten nach dem Debakel an. Auf die Hilfe von Klub-Ikone Uwe Seeler kann er dabei nicht zählen.

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Hängende Köpfe beim Hamburger SV
Diskussionsbedarf beim Hamburger SV nach dem Spiel.
© picture alliance

"Ich halt mich da raus. Ich feiere lieber Ostern", meinte Seeler nach der Blamage von München. Allerdings hatte der Ehrenspielführer der Nationalmannschaft mit seinem HSV schon einmal ein solches Erlebnis zu verarbeiten. Am 7. März 1964 erging es ihm in München nicht anders, ebenfalls 2:9 verlor der HSV, damals allerdings bei 1860. Zur Halbzeit stand es da 1:3, ein 0:5 wie in der Allianz-Arena nach 45 Minuten hatte der Bundesliga-Dino im deutschen Oberhaus noch nie hinnehmen müssen.

"Schlechter kann man nicht ausschauen, wir müssen nicht von Europa sprechen, sondern froh sein, dass wir 38 Punkte haben", wetterte Westermann: "Ich schäme mich, das HSV-Trikot getragen zu haben. Das war unterirdisch. So geht es nicht, so kann es nicht gehen."

Wir waren nur ein Spielball. Wir haben alle versagt, nicht nur das Team, das auf dem Platz stand.

Es ging aber so, die Träume von der internationalen Bühne, gar der Champions-League, bekamen weit mehr als einen Dämpfer. "Das war ein grausames Spiel für uns, wir haben heute viel verloren", sagte Fink. Auch Kredit bei den Fans, bei denen man sich für "das unwürdige Auftreten nur entschuldigen" könne, wie Westermann anmerkte.

Das werden die Spieler auch tun. Am 20. April soll nach dem Spiel gegen Düsseldorf eine Grillparty steigen. Sämtliche Kosten für Essen und Getränke werden da von der Mannschaft übernommen. "Wir möchten uns stellen, Rede und Antwort stehen, auf die Fans zugehen", so Torwart René Adler am Ostersonntag auf der HSV-Homepage.

"Jeder sollte wissen, dass er noch nicht mal 20 Prozent gebracht hat. Da kann man sich schämen", ging indes Fink auf das München-Spiel ein. Er zeigte sich "total sauer, total enttäuscht. Wir waren nur ein Spielball. Wir haben alle versagt, nicht nur das Team, das auf dem Platz stand." Den Auftritt in München abhaken, heißt es für Hamburg. "Wir müssen alle anpacken und nächste Woche zeigen, dass das eine einmalige Sache war", richtet der HSV-Trainer den Blick nach vorne. Am kommenden Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) kann der HSV auf dem Platz gegen den SC Freiburg etwas Wiedergutmachung betreiben. Mehr nicht, denn "sowas bleibt in einem Fußballer-Herz sitzen", meinte Arnesen - und in den Geschichtsbüchern stehen.

Video zum Thema
kicker.tv - Hintergrund- 31.03., 21:13 Uhr
Tag 1 nach dem Debakel - Adler kennt die Tragweite
Nach der Rückkehr aus München strich HSV-Trainer Thorsten Fink den freien Tag für die Hamburger Profis, die sich beim FC Bayern mit 2:9 abschlachten ließen. Torhüter René Adler, der mit seinen Paraden eine zweistellige Pleite verhinderte, stellte sich der Presse und ist sich der Tragweite der historischen Abfuhr vollauf bewusst.
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31.03.13
 

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Vorname:Thorsten
Nachname:Fink
Nation: Deutschland
Verein:Hamburger SV

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Vorname:Heiko
Nachname:Westermann
Nation: Deutschland
Verein:Hamburger SV
Geboren am:14.08.1983

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