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17.03.2013, 11:27

München: Heynckes hat noch lange nicht fertig

Turbo-Meister Bayern: Diesmal giftet Sammer

Das weiß eigentlich jedes Kind. Eine Bundesliga-Saison dauert 34 Spieltage, die Meisterschaft wird im Mai vergeben, wenn die Sonne scheint und die Meisterfeier im offenen Cabrio zelebriert wird. In dieser Spielzeit ist aber alles ein wenig anders - und das liegt an den Münchnern, die spätestens seit der Rückrunde nur noch als die "Rekord-Bayern" firmieren. Bestmarken hat die Heynckes-Elf in dieser Runde zuhauf gesammelt, nun könnten sie der früheste Meister der Bundesliga-Geschichte werden.

Matthias Sammer: "Sie können froh sein, dass ich gute Laune habe."
Matthias Sammer: "Sie können froh sein, dass ich gute Laune habe."
© imagoZoomansicht

Am 27. Spieltag könnten die Würfel gefallen sein. Die Bayern können im Falle eines Heimsieges gegen den Hamburger SV und eines Unentschiedens oder Niederlage von Titelverteidiger Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart schon am Karsamstag (30. März) den Titel sicher haben. Oder am Spieltag darauf, dann aus eigener Kraft. Frei nach Uli Hoeneß, der bei zu frühen Gratulationen stets oft genug darauf hinwies, dass der "Weihnachtsmann nicht der Osterhase" sei. Das stimmt zwar streng genommen auch weiterhin, aber diese frühe Entscheidung im Titelrennen ist angesichts des prophezeiten Kopf-an-Kopf-Rennens zwischen Bayern und dem Vorjahresmeister aus Dortmund schon sehr bemerkenswert.

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Klar ist auch, dass von Seiten der Münchner zu diesem Thema gallige Töne kommen, schließlich ist die Meisterschaft nach den Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre das selbstverständlichste Ziel, zum anderen streben die Münchner in dieser Runde nach den höchsten Lorbeeren sein: Der Trophäe in der Champions League.

In den Worten von Matthias Sammer klingt das dann so: "Sie können froh sein, dass ich gute Laune habe. Sonst würde ich jetzt aggressiv reagieren", antwortete der Bayern-Sportvorstand gereizt auf die Frage, wie man den 23. Titelgewinn feiern würde, wenn es danach in der Champions League gegen Juventus Turin weitergeht. "Das ist mir wurscht. Wir wissen, dass wir einen Vorsprung von 20 Punkten haben", fauchte Sammer. "Aber wir wissen auch, dass wir bei den Zielen, die wir haben, ein paar Dinge besser machen müssen."

Die Messlatte für die Heynckes-Elf ist nicht Bayer Leverkusen, gegen den Tabellendritten gewannen sie in der Schlussphase durchaus glücklich, weil deren Abwehrspieler Wollscheid einen Schweinsteiger-Freistoß unglücklich mit dem Rücken ins eigene Netz beförderte (87.). Die nächste logische Herausforderung heißt Juventus Turin, der einzig akzeptable Konkurrent scheint der FC Barcelona zu sein, der erst wieder gegen den AC Mailand (4:0) unter Beweis stellte, zu welchen Taten die Katalanen imstande sind.

"Unabhängig vom Zeitpunkt der deutschen Meisterschaft müssen wir die Spannung hoch halten. Denn wir brauchen zwei gute Tage, um Juventus im Viertelfinale zu besiegen."Karl-Heinz Rummenigge

Ob es bei der Jagd nach der europäischen Krone von Vorteil ist, dass der 23. Titel nur noch eine Frage des Zeitpunkts ist? Oder könnte dieser Umstand auch zu einem Spannungsabfall führen? "Beides ist möglich, da kann ich keine Prognose geben", sagte Bayerns Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge. "Unabhängig vom Zeitpunkt der deutschen Meisterschaft müssen wir die Spannung hoch halten. Denn wir brauchen zwei gute Tage, um Juventus im Viertelfinale zu besiegen."

Auch von Spieler-Seite gibt es ähnliches zu hören. "Wir müssen scharf bleiben, auch wenn es in den letzten sieben Bundesligaspielen um nichts mehr gehen sollte", sagte Offensivspieler Arjen Robben, der ganz offen die Brandrede von Hoeneß nach dem Arsenal-Spiel guthieß. "Ich finde das gut und glaube, dass er recht hat", meinte der niederländische Nationalspieler hinsichtlich der präsidialen Schelte.

Rund um das Spiel bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Leverkusen, zeigte sich auch Bayern-Coach Heynckes betont entspannt: "Ich sehe das ganz locker. Der Präsident hat das Recht zu loben und auch zu kritisieren. Ich nehme das zur Kenntnis. Und dann ist es auch gut."

Nicht beendet sind dagegen seine Überlegungen, nach Ende des Engagements beim FC Bayern im Sommer die Karriere fortzusetzen. Schließlich sei Konrad Adenauer mit 71 Jahren Bundeskanzler geworden und der neue Papst mit 76 ins Amt eingeführt worden. "Dann habe ich auch das Recht, mit 68 darüber nachzudenken, ob ich noch irgendwas mache", sagte der 67-Jährige dem TV-Sender Sky.

17.03.13
 

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Vorname:Jupp
Nachname:Heynckes
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München

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Vorname:Arjen
Nachname:Robben
Nation: Niederlande
Verein:Bayern München
Geboren am:23.01.1984

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