Das Licht am Ende des Tunnels, das die Chance auf den direkten Klassenerhalt versprach, hat sich wieder abgeschwächt. Im Tabellenkeller ist es für die Augsburger dunkler geworden, und Hoffenheim sitzt ihnen als Gespenst im Nacken. "Allen war klar, dass es Rückschläge geben würde", sagt Jan-Ingwer Callsen-Bracker. "Wir können die Klasse auch mit der Position, auf der wir momentan stehen, halten. Wir haben in Bremen gezeigt, dass wir auswärts punkten können. Dann holen wir jetzt halt in Hamburg den Dreier."
Das Schlimmste an der Niederlage gegen den Club war nicht das Ergebnis. Viel schlimmer: Die Augsburger präsentierten den kopf- und planlosen Fußball der Vorrunde. Vor allem Kapitän Daniel Baier (Gelbsperre) fehlte mit seiner Fähigkeit das Spiel zu lenken, es zu beruhigen, ihm Ideen für die Offensive einzuhauchen.
Dabei hatten die Fans des FCA unter den 30.660 Zuschauern in der ausverkauften SGL-Arena das Motto der Musketiere bemüht. "Einer für alle - alle für einen", stand auf Spruchbändern. Doch anders als bei den beiden Siegen zuvor fand Augsburg "keine spielerische Linie", kritisierte FCA-Manager Stefan Reuter. Weinzierl monierte: "Wir haben wenig Fußball gespielt. Jetzt müssen wir aufstehen, die Mannschaft aufrichten."
Auch Reuter gab den Psychologen. Entscheidend werde jetzt sein, "dass wir den Kopf hochnehmen und weitermachen, nicht aufstecken", sagte er. Am Samstag (15.30 Uhr) in Hamburg ist dann auch wieder Baier mit dabei.
Derweil berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung, dass Dawda Bah einen neuen Verein gefunden hat. Seinen Vertrag mit dem FCA hatte er bereits aufgelöst, nun wechselt er nach Finnland zu Kuopio PS.