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10.03.2013, 19:20

25. Spieltag: S04 Derbysieger - 20 Punkte Vorsprung für Bayern

Schalke ist Vierter - auch der HSV klopft an!

Frankfurt konnte seine Torflaute in Hannover nicht beenden, ist seit über 500 Minuten ohne Treffer und muss Rang vier vorerst an Schalke geben, das im Derby gegen den BVB triumphierte. Dran ist auch der HSV, der in Stuttgart 1:0 gewann. Leverkusen bleibt nach dem 0:1 in Mainz Dritter. Düsseldorf schrammte bei den Bayern knapp am Coup vorbei. Hoffenheim siegte im Kellerduell in Fürth klar, Wolfsburg schoss in Freiburg scharf, Gladbach und Werder spielten 1:1.

Artjoms Rudnevs
Hamburger Jubel in Stuttgart: Artjoms Rudnevs (l.) erzielte das Tor des Tages.
© Getty ImagesZoomansicht

Drei Tage nach der 0:2-Heimpleite gegen Lazio im Achtelfinale der Europa League setzte es für den VfB Stuttgart gegen den Hamburger SV die nächste Heimpleite. In einer relativ ereignislosen ersten Hälfte setzten die Schwaben, die am Sonntag die Verpflichtung von Torhüter Kirschbaum bekanntgaben, zunächst das einzige Ausrufezeichen: Adler lenkte Holzhausers abgefälschten Freistoß an die Latte. Fünf Minuten nach der Pause jagte Rudnevs den Ball nach Diekmeier-Flanke dann jedoch volley ins Netz. Mit der Führung im Rücken hatte der HSV alles im Griff, zu mehr als einer Kopfballchance von Ibisevic reichte es für die Stuttgarter nicht. Für Bruno Labbadia ging nach dem 1:2 in Leverkusen damit auch das zweite Duell mit einem früheren Arbeitgeber verloren, der VfB steckt im unteren Tabellendrittel fest. Die Hamburger hingegen springen wieder auf Platz sechs und sind nur noch einen Punkt von Rang vier und der Champions-League-Qualifikation entfernt!

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Im Schneetreiben von Hannover lieferten sich 96 (erstmals wieder mit Torjäger Diouf) und Frankfurt (ohne den gelbgesperrten Rode) im ersten Durchgang ein Duell mit nur wenigen Höhepunkten. Nach der Pause kam mehr Zug ins Spiel, vor allem die Hausherren, die ihre letzten fünf Heimspiele gewonnen hatten, taten nun mehr. Vier Minuten nach Wiederanpfiff wurde es auf beiden Seiten knifflig: Erst klärte Schwegler einen Schuss von Ya Konan in höchster Not - ob auf oder hinter Linie ließ sich auch nach diversen Zeitlupen nicht genau sagen. Praktisch im Gegenzug netzte Meier ein, der Treffer fand jedoch wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung keine Anerkennung. Der Wille war beiden Teams danach anzumerken, klare Chancen sprangen allerdings auf beiden Seiten nicht mehr heraus. Hannover steckt somit erst einmal im Mittelmaß fest, die Eintracht, die seit nunmehr 504 Minuten auf ein Tor wartet, muss Platz vier vorerst an den FC Schalke 04 abtreten, der am Samstag das Derby gegen Dortmund gewonnen hatte.

Das heißeste aller Derbys geht an S04

Derby-Atmosphäre! Kolasinac lässt Kuba über die Klinge springen.
Derby-Atmosphäre! Kolasinac lässt Kuba über die Klinge springen.
© Getty ImagesZoomansicht

Der 400. Bundesliga-Heimsieg - für Schalke ein ganz besonderer! Die Königsblauen siegten wie schon im Hinspiel auch im zweiten Vergleich dieses Spieljahres mit 2:1 über den Erzrivalen Borussia Dortmund. Und das verdient, weil der BVB zu spät aufwachte. Draxlers Direktabnahme verlieh der Überlegenheit der Hausherren frühzeitig Ausdruck, weitere Großchancen blieben ungenutzt. Bis der "Hunter" zum 2:0 einnetzte. Von den Königsklassen-Magiern, die ohne Reus, dafür mit Hummels (schied zur Pause angeschlagen aus), Bender und Großkreutz in der Startelf angetreten waren, kam viel zu wenig.

65 Prozent hatten im "Wir wollen's wissen" auf kicker.de vor dem 82. Bundesligaduell auf einen BVB-Sieg gesetzt, doch die Klopp-Elf schien nach dem Donezk-Spiel zu schwere Beine zu haben. Erst mit Lewandowskis Anschlusstor (17. Saisontreffer) wurde es eine spannende Angelegenheit. Doch unter dem Strich stand ein fast perfekter Nachmittag für Schalke. Vor dem Spiel verkündete der Verein die Vertragsverlängerung mit Benedikt Höwedes bis 2017, durch den Dreier glich S04 die Bundesliga-Bilanz gegen den BVB aus (29/24/29) und hält nun auch wieder Kurs auf Platz vier und sich damit die Chance auf eine weitere Saison in der Champions League offen. Fast perfekt, weil: Torschütze Huntelaar schied nach der Pause nach einem Zusammenprall mit Torwart Hildebrand am Knie verletzt aus.

Am Rande notiert: Laut ersten Polizeiangaben vom Samstagabend blieb es im Rahmen dieses brisanten Lokalvergleichs weitgehend ruhig.

Die Fortuna führt in München gleich zweimal

8000 Gästefans hatten die Düsseldorfer Fortuna zum Gastspiel beim FC Bayern begleitet. Wohl ohne große Hoffnungen auf einen Coup. Seit dem 2.4.1991 hatten die Rheinländer bei den Münchnern nicht mehr gewonnen (1:0, Tor: Thomas Allofs). Doch es roch nach einer Sensation, als Bolly Neuer zur Führung des Aufsteigers überwand. Es war das erst zweite Rückrundengegentor des Rekordmeisters. Die Bayern ließen sich freilich nicht beirren, erspielten sich im Anschluss Chance um Chance und glichen kurz vor der Pause durch Müllers zwölftes Saisontor aus. Wieder legte Düsseldorf vor - Lambertz erzielte sein erstes BL-Tor -, wieder glich der Favorit aus. Gästeschlussmann Giefer hielt erstklassig. Am Ende gab mit Boateng ein Abwehrspieler den Ausschlag (86.): Mit 3:2 ging ein unterhaltsames Spiel an die Bayern, die nun schon 20 Punkte Vorsprung auf den Rest der Liga haben.

Bilder zum 25. Spieltag
Schalkes Derbysieg - HSV nutzt Gunst der Stunde
Harnik, Bruma, Adler
Banger Blick

Martin Harnik (re.) hat abgezogen und beobachtet mit Gegenspieler Jeffrey Bruma die Parade von HSV-Keeper René Adler.
© Getty Images

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Hoffenheim gewinnt Kellergipfel und rückt an Augsburg heran

Letzter gegen Vorletzter - der Kellergipfel im Fürther Ronhof ging klar an 1899 Hoffenheim, das durch den 3:0-Sieg wieder bis auf zwei Punkte bis an Augsburg heranrückte. Erschreckende Abwehrschwächen offenbarte die SpVgg schon in der Startphase, der für den verletzten Hesl zurückgekehrte Grün musste schnell zweimal hinter sich greifen. Danach hatten die Kraichgauer - ohne den formschwachen Derdiyok im Kader - die nötige Sicherheit und fuhren ihren zweiten Auswärtssieg in dieser Spielzeit sicher nach Hause. Mit dem 3:0 durch Weis kurz nach der Pause war der Käse gegessen. Und ein weiteres Endspiel der zuletzt Formanstieg zeigenden Fürther ging abermals an den Gegner. Das "Kleeblatt" ist nun wohl nur noch durch ein Wunder zu retten.

"Wölfe" siegen erstmals an der Dreisam

Mit Europa im Hinterkopf und dem Lieblingsgegner VfL Wolfsburg zu Gast an der Dreisam schielten die Freiburger auf den nächsten Dreier. Und Kruse nährte die Hoffnungen mit seinem Knaller nach etwas mehr als einer Minute zum 1:0-Traumauftakt. Die Niedersachsen, die Augsburg im Nacken spürten und in neun Versuchen in Freiburg gerade einmal drei Unentschieden geholt hatten, kamen jedoch schnell zurück. Begünstigt durch Makiadis Eigentor drehte die Hecking-Elf (auch der Trainer hatte noch nie gegen Freiburg gewonnen) die Partie noch vor der Pause. Das Highlight: ein spektakulärer Fallrückzieher von Ivica Olic! Am Ende kassierte die zuvor zweitbeste Defensive der Liga fünf Buden beim schon sechsten Auswärtssieg Wolfsburgs.

Kießling scheitert vor Löws Augen

Mainz konnte keines der letzten vier Heimspiele gewinnen - gegen die auswärts nicht gerade übermächtigen Leverkusener (jetzt 4/4/5) gelang es der Elf von Thomas Tuchel wieder einmal. Ein umstrittener Handelfmeter von Ivanschitz brachte den Dreier, der den Sprung der Werkself auf Platz zwei verhinderte und die Europa-League-Aussichten der Rheinhessen verbesserte. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw ließ Leverkusens immer wieder mit der Nationalelf in Verbindung gebrachter Torjäger Kießling vor der Pause eine Hundertprozentige fahrlässig liegen.

Remis im Borussia-Park: Ignjovski kontert Mlapa

Mateo Pavlovic
Aufatmen: Debüttorschütze Ignjovski begraben unter jubelnden Teamkollegen.
© Getty Images

Europapokalhoffnungen trafen am Samstagabend auf Abstiegsängste: Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen. Gästecoach Thomas Schaaf setzte nach viel zu vielen Gegentoren auf eine defensive Variante und ließ Hunt, Elia und Arnautovic zu Beginn draußen. Die Borussia begann indes mit offensiver Ausrichtung und traf auch vor der Pause ins Tor. Doch weil Younes beim Hacken-Pass auf den startenden Herrmann im Abseits stand, wurde der Treffer von Referee Wolfgang Stark nach Kommunikation mit seinem Assistenten spät aber zurecht aberkannt.

Im zweiten Abschnitt gelang dann Mlapa doch das 1:0. Bremen war aber nicht geschockt, glich schnell durch Ignjovskis erstes Bundesligator aus (77.). Nun war die Begegnung rassiger. Matchwinner hätte Mlapa werden können, der in Minute 90 Mielitz schon umkurvt hatte, dann aber an Feldspieler Pavlovic scheiterte! Positiv für Gladbach: Sportdirektor Max Eberl gab vor dem Spiel via "Sky" die Garantie, dass der umworbene Herrmann auch über das Saisonende hinaus "defintiv" beim Traditionsklub bleiben werde.

Schäfer patzt, aber Esswein packt den Hammer aus

Alexander Esswein rettete dem Klub mit seinem Freistoßknaller den 2:1-Erfolg.
Alexander Esswein rettete dem Klub mit seinem Freistoßknaller den 2:1-Erfolg.
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Nicht hochklassig, aber unterhaltsam war die Partie zwischen dem FC Augsburg und dem 1. FC Nürnberg am Freitagabend in der SGL-Arena. Die Nürnberger zeigten sich hoch effizient, ließen sich auch nicht von einem kapitalen Fehler ihres Schlussmanns Raphael Schäfer verunsichern und gewannen mit 2:1. Der Abstand zum Relegationsplatz, den der FCA weiter einnimmt, ist damit auf zehn Punkte gewachsen. Kiyotake (21.) brachte den Club nach einem schönen Spielzug über Pekhart und Esswein mit einem Volleyschuss in Führung. Augsburg zeigte sich weiter bemüht, die FCN-Defensive stand jedoch weiter sicher - bis Keeper Schäfer mit einer unfreiwilligen Slapstick-Einlage nach Kopfball von Werner (36.) den Ausgleich ermöglichte. Doch die Nürnberger zeigten Moral und wurden schon bald mit dem Siegtreffer belohnt: Esswein knallte einen Freistoß aus mehr als 16 Metern mit über 100 km/h zum 2:1-Siegtreffer in die Maschen (54.).

10.03.13
 
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