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01.03.2013, 17:10

München: FCB-Vorstandschef gegen Einmischung der Politik

Rummenigge bezieht klar Stellung gegen EU-Pläne

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern, hat mit harschen Worten die Pläne der Europäischen Union kritisiert, nach denen die Transfersysteme im Profisport reformiert werden sollen. Rummenigge wandte sich grundsätzlich gegen eine Einflussnahme der Politik und führte als Negativbeispiel das Bosman-Urteil an, durch das die Missstände, die nun beseitigt werden sollen, erst aufgetreten seien.

Karl-Heinz Rummenigge
Gegen jegliche Einflussnahme der Politik auf den Sport: Karl-Heinz Rummenigge.
© picture allianceZoomansicht

"Das ist eine Initiative der EU-Kommission, also der Politik. Und ich muss offen und ehrlich sagen: Alle Entscheidungen der letzten 20 Jahre, die die Politik im Fußball getroffen hat, waren für den Fußball katastrophal", erklärte Rummenigge in einem Gespräch mit dem Münchner Merkur und der tz München (Samstags-Ausgaben). "Ich sage: Der Fußball bedarf keiner großen Korrekturen, man muss uns jetzt nicht ins Steuer hinein greifen."

Wie der kicker am Montag berichtete, hat die EU-Kommission einen Acht-Punkte-Plan entwickelt, um "durch eine bessere und verstärkte Umverteilung einen fairen und ausgewogenen Wettbewerb zwischen den Vereinen herzustellen". Unter anderem soll über eine Fairplay-Gebühr auf Transfersummen im Fußball und anderen Profi-Sportarten die finanzielle Kluft zwischen großen und kleineren Klubs verringert werden.

Seine generelle Ablehnung einer Einflussnahme durch die Politik begründet Rummenigge mit einem über 16 Jahre alten Fall: Ende 1995 hatte das Bosman-Urteil das Transfersystem revolutioniert. "Davor hatten wir das perfekte System im Fußball", meint Rummenigge. "Wenn ich mich nur an das Bosman-Urteil erinnere, dreht sich mein Magen noch heute um! Da hat die Politik dem Fußball ein Ei ins Nest gelegt wie nie zuvor eine Institution. Niemals gab es eine negativere Beeinflussung."

Die finanziellen Auswüchse des Profi-Fußballs bezieht der Bayern-Vorstandschef direkt auf dieses Urteil: "Bosman hat dazu geführt, dass die Transfersummen explodiert sind! Bosman hat dazu geführt, dass die Gehälter explodiert sind! Ich würde sagen, die Spieler und die Berater reiben sich noch heute die Hände, aber die Vereine und Verbände waren die, die die Zeche gezahlt haben."

Die Chancen kleinerer Vereine im internationalen Wettbewerb seien dadurch massiv geschmälert worden: "Früher konnten ja auch mal Klubs aus Belgien oder den Niederlanden in ein internationales Finale einziehen. Das ist heute alles nicht mehr möglich. Da hat sich die Politik ein Eigentor geschossen."

01.03.13
 

kicker-sportmagazin

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