| Vorname: | Sascha |
| Nachname: | Mölders |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | FC Augsburg |
| Geboren am: | 20.03.1985 |
Der Arbeitstag endete für Mölders am späten Samstagnachmittag auf dem Zaun bei den Fans. Mit Megafon bewaffnet, feierte er mit den Fans und sah dabei mit seiner blutverschmierten Nase aus wie ein Boxer. Er hatte 90 Minuten Abstiegskampf in den Knochen. Angefangen hat die Geschichte bereits am Freitag, als man starke Töne aus Hoffenheim vernahm. Vor allem Manager Andreas Müller haute verbal ordentlich auf den Tisch. Einen Tag später waren es nur noch die Augsburger, die sich der Situation stellten - allen voran Mölders.
"Er hat mehr gebracht als meine drei Angreifer zusammen", gab TSG-Trainer Marco Kurz danach frustriert zu. Nach einem Zusammenprall musste sich Mölders an der Seitenlinie behandeln lassen, kam mit Blutspuren auf den kurzgeschorenen Haaren und einem Pflaster auf der Nase zurück. Ob er denn daran gedacht habe, sich wegen der Verletzung auswechseln zu lassen, wurde er gefragt. "Keine Sekunde", sagte er: "Ich hab was an der Nase, nicht an den Füßen."
Und mit seinen Füßen sorgte er mit einem sehenswerten Tor zum 2:0 für die Vorentscheidung. Sein neunter Treffer im 13. Spiel. Alle 114 Spielminuten versenkt Mölders den Ball im gegnerischen Netz. Ein Spitzenwert. Mario Mandzukic, der zu den Treffsichersten dieser Saison gehört, braucht zwar nur 96 Minuten. Doch weitere Prominenz wie Thomas Müller (147) oder Robert Lewandowski (123) liegt hinter dem Augsburger. "Mölders war ein Vorbild. Er hat so gespielt, wie wir hätten spielen müssen", sagte Hoffenheims Jannik Vestergaard, dem der FCA-Angreifer beim 0:2 entwischt war.
Und Mölders unterstrich: "Wir haben gezeigt, was Abstiegskampf bedeutet." Die Sätze von Jan-Ingwer Callsen-Bracker waren eine weitere Ohrfeige für die Gäste. "Unsere Körpersprache war sensationell", sagte er und weiter: "Vor dem Spiel war es in unserer Kabine lauter als bei Hoffenheim."
"Das war ein ganz wichtiger Dreier für uns. Es hat die klar bessere Mannschaft gewonnen. Den Platz, den wir jetzt haben, wollen wir mindestens verteidigen", fordert Mölders. Selbst Weinzierl wird angesichts von neun Punkten aus sechs Spielen mutig. "So viele hatten wir in der gesamten Vorrunde", sagt der Trainer und nimmt gleich ein neues Ziel ins Visier. "Der Relegationsplatz ist nicht unser Ziel, wir wollen direkt in der Liga bleiben. Die Chance ist da, es sind neun Punkte Rückstand."