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24.02.2013, 19:20

Überblick: Fürth erkämpft Punkt - FCA zieht an 1899 vorbei

BVB nur remis - Bayern jetzt schon 17 Punkte weg

Nachdem am Samstag Bayern München gegen Werder Bremen keine Zweifel daran ließ, wer in diesem Jahr die deutsche Meisterschaft feiern wird, ließen Leverkusen und Dortmund am Sonntag weitere Punkte liegen. Der BVB kam bei Gladbach nicht über ein Remis hinaus und Leverkusen aus Fürth mit einem Punkt zurück. Im Abstiegskampf gelang Augsburg ein echter Big Point gegen Hoffenheim. Hannover gewann hoch gegen den HSV, Schalke freute sich über einen neuen Torjäger.

Amin Younes (rechts) jubelt mit Havard Nordtveit
Überraschender Ausgleich: Gladbachs Amin Younes (rechts) jubelt mit Havard Nordtveit.
© Getty ImagesZoomansicht

Während im Rennen um die Meisterschaft eine vermeintliche Vorentscheidung bereits gefallen scheint, war am Sonntag Borussia Dortmund im Kampf um die Champions-League-Plätze bei Borussia Mönchengladbach gefordert. Die Klopp-Elf war lange Zeit das bessere Team, musste sich nach einer spannenden Schlussphase letztlich aber mit einem Remis begnügen.

Zunächst stand Götze, der für die gesperrten Lewandowski und Schieber in die Spitze rückte, im Mittelpunkt. Dabei musste er ordentlich einstecken (u.a. trat ihm Marx auf den Spann), holte aber auch einen Elfmeter heraus. Diese Aufgabe erledigte er selbst, verwandelte sicher und bescherte dem BVB eine verdiente Pausenführung gegen bis dahin viel zu harmlose Hausherren. Hummels musste in der Halbzeit mit einem Bluterguss ausgewechselt werden, Felipe Santana ersetzte ihn. Nach dem Wechsel bekam Weidenfeller aber dann auch Arbeit, nur stellten Younes oder Stranzl den Keeper zunächst vor lösbare Aufgaben, während das Team von Jürgen Klopp alles im Griff zu haben schien. Doch dann klingelte es in der BVB-Defensive und plötzlich hieß es 1:1. Younes durfte nach seinem abgefälschten Schuss den Ausgleich bejubeln. Der BVB kritisierte, dass de Jong zuvor im Abseits gestanden habe. Danach schaltete Dortmund zwar umgehend wieder einen Gang höher, Bajner gab als Sturmspitze für Leitner eingewechselt sein Debüt in der Bundesliga, aber es blieb beim Unentschieden. Sowohl Mlapa als auch Kehl hatten jeweils noch die Riesenchance, die Partie zu entscheiden - beide verfehlten das Tor aber aus kurzer Distanz knapp. "Wir hatten das Spiel im Griff, haben keine Torchancen zugelassen. Wir durften dieses Spiel auf keinen Fall mit einem Unentschieden beenden", ärgerte sich Kapitän Kehl. "Am Ende konnte ich es selber beenden, das ist bitter."

Hesl hält einen Punkt fest

Wolfgang Hesl klärt gegen Stefan Kießling
Stets zur Stelle: Fürths Keeper Wolfgang Hesl klärt gegen Stefan Kießling.
© picture alliance

In der Tabelle behauptete sich der BVB dennoch, weil Leverkusen in Fürth nicht über ein torloses Remis hinauskam. Bereits vor der Partie überraschte Interimscoach Ludwig Preis mit einer mutigen Aufstellung. Geis (Bundesliga-Debüt) und Pledl (Startelf-Debüt) durften ran. Und Geis hatte auch gleich die erste große Chance, aber Leno parierte. Überhaupt legte die Spielvereinigung einen guten Start hin, machte die Räume eng, attackierte früh und ließ die Gäste zunächst nicht recht ins Spiel finden. Ein Kopfball von Mavraj wurde von Castro von der Linie gekratzt. Erst gegen Ende der ersten Hälfte nahm Bayer Fahrt auf, Fürth konnte sich in dieser Phase aber auf einen glänzenden Keeper Hesl verlassen.

Nach dem Wechsel war es lange Zeit ein Geduldsspiel. Am ehesten fand Leverkusen noch die Lücken, aber Hesl war stets zur Stelle. Egal, ob es Kießling per Kopf oder Schürrle mit einem Schuss versuchten, der Torhüter war einfach im Weg, sodass es beim torlosen Remis blieb. Damit hat der FC Bayern nunmehr 17 Punkt Vorsprung auf den ersten Verfolger, der Dortmund bliebt.

Samstag: Matip führt Schalke zum Sieg

Doppeltorschütze in königsblau: Joel Matip, hier gefeiert von Michel Bastos.
Doppeltorschütze in königsblau: Joel Matip, hier gefeiert von Michel Bastos.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Samstagabend musste Schalke 04 lange um den Sieg gegen Fortuna Düsseldorf bangen. Die Gelsenkirchener hatten mit dem Rückenwind vom 1:1 bei Glatasaray in der ersten Hälfte klare Vorteile, taten sich aber schwer, gegen tiefstehende Gäste überhaupt zu Chancen zu kommen. Für den kaum in Erscheinung tretenden Huntelaar sprang dann ein Abwehrspieler ein: Nach einem Freistoß und Kopfballablage von Jones drückte Matip das Leder zur 1:0-Pausenführung über die Linie. Mit Wiederbeginn drehte die Fortuna, bei der Bodzek und Lambertz nach Gelb-Sperren wieder in der Startformation standen, Kruse aber krank fehlte, auf. Schalke geriet unter Druck, Bellinghausen nutzte eine Fehlerkette zum Ausgleich. Doch auf den neu entdeckten Torriecher von Matip war aus Schalker Sicht Verlass. Als die Fortuna wieder etwas nachließ, tauchte Matip erneut im gegnerischen Strafraum auf und verwandelte in der 81. Minute in feinster Torjäger-Manier zum 2:1-Siegtreffer. Bei einem Zähler Rückstand auf Platz sechs ist Europa für die Schalker damit wieder in Reichweite.

Heynckes lässt beim Jubiläum rotieren - und wird reich beschenkt

Voll motiviert: Arjen Robben trifft vor Franck Ribery zum 1:0 gegen Bremen.
Voll motiviert: Arjen Robben trifft vor Franck Ribery zum 1:0 gegen Bremen.
© picture allianceZoomansicht

Am Samstag empfingen die Bayern Werder Bremen zum Klassiker in München. Der geeignete Rahmen für FCB-Trainer Jupp Heynckes' Jubiläum: Der 67-Jährige war zum 1000. Mal als Spieler und Trainer bei einer Bundesliga-Partie dabei. Nach der Belastung durch das Champions-League-Spiel in London (3:1 bei Arsenal) ließ Heynckes reichlich rotieren, neben Gomez und Robben kamen beispielsweise auch Contento und Shaqiri zu einem Startelfeinsatz, Schweinsteiger fehlte im Aufgebot. Dennoch fuhren die Münchner einen weiteren souveränen Sieg ein. Robben sorgte als Torschütze und Vorbereiter für eine 2:0-Führung beim Halbzeitpfiff. Den erlebte Prödl schon nicht mehr auf dem Platz - Rot nach Notbremse. Ohne zu glänzen legte der Rekordmeister nach der Pause nach, Gomez traf doppelt. Kleiner Schönheitsfleck: Nach einem Ballverlust von Dante musste Neuer den achten Gegentreffer der Saison und den ersten in der Liga in 2013 hinnehmen. Spannend wurde es beim 6:1-Erfolg aber nie.

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VfB legt nur einen Punkt nach

Nach dem als Befreiungsschlag nach fünf Niederlagen gefeierten 1:0-Sieg in Hoffenheim wollte Stuttgart, das mit dem Einzug ins Europa-League-Achtelfinale (2:0 in Genk) zusätzliches Selbstvertrauen sammeln konnte, zu Hause gegen Nürnberg nachlegen. Doch so ganz klappen sollte das nicht, auch wenn der VfB in einer niveauarmen Parie zunächst die besseren Chancen hatte. Im zweiten Durchgang ließ Traoré die Schwaben mit einem Treffer ins leere Tor auf einen weiteren Dreier hoffen, doch Feulner glich aus und sorgte damit für eine Punkteteilung.

Hannover alles andere als müde

23 seiner insgesamt 30 Zähler hatte Hannover 96 vor dem Spieltag auf eigenem Rasen geholt. An diese Heimstärke knüpften die Niedersachsen gegen den Hamburger SV nahtlos an und feierten in einem temperamentvollen Spiel einen 5:1-Sieg. Auch die am Freitag öffentlich gemachte TBC-Erkrankung von Franca warf 96 nicht aus der Bahn, schon früh schlug Torjäger Diouf zu. Nach van der Vaarts Elfmeter-Ausgleich bekamen auch die Hannoveraner nach einem Foul des nach Bauchmuskelzerrung zurückgekehrten, aber insgesamt nicht glücklich agierenden HSV-Keepers Adler einen Strafstoß zugesprochen. Huszti verwandelte, musste aber direkt raus: Der Ungar verletzte sich bei der Ausführung! Doch auch ohne den Antreiber blieb die Slomka-Elf am Drücker und fuhr im Kampf um die Europa-League-Qualifikation dank eines Ya-Konan-Doppelpacks einen ebenso klaren wie wichtigen Sieg ein.

Abstiegs-Gipfel: Augsburg überholt 1899

Dong Won Ji und Ja-Cheol Koo
Freude im Abstiegs-Duell: Augsburgs Ja-Cheol Koo freut sich mit Torschütze Dong Won Ji.
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FCA-Innenverteidiger Callsen-Bracker hatte das Spiel gegen Hoffenheim im Vorfeld als "Do or Die"-Spiel bezeichnet. Seine Teamkollegen zeigten, dass sie verstanden hatten: Die Augsburger präsentierten sich sehr engagiert und belohnten sich kurz vor der Pause in Person von Ji mit dem Führungstor. Für die vorzeitige Entscheidung sorgte Mölders, der traf, nachdem er zuvor noch eine Wunde nähen lassen musste. Die Hoffenheimer hingegen blieben ideenlos, leisteten sich eine Unmenge leichter Fehler und kamen erst spät durch den ersten Treffer von Neuzugang de Camargo zum Anschluss. Die Quittung: Eine verdiente 1:2-Pleite gegen den direkten Konkurrenten und der Platztausch in der Tabelle - Augsburg schnappt sich den Relegationsrang.

Zehn Wölfe sichern einen Punkt in Mainz

Mainz und Wolfsburg lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem eine missglückte Aktion von VfL-Keeper Benaglio den Weg zur Mainzer Führung ebnete. Zimling bedankte sich und traf erstmals im 05-Trikot. Naldo sorgte schnell für den verdienten Ausgleich, und selbst nach Madlungs Roter Karte nach einer halben Stunde gestaltete Wolfsburg die Partie aus einer tieferen Staffelung heraus ausgeglichen. Die Niedersachsen bestätigten damit die Worte von Trainer Dieter Hecking ("Die Mannschaft hat an Stabilität gewonnen.") und durften nach dem 1:1 einen Punkt als Belohnung verbuchen.

Freiburg steigert sich, Frankfurt rettet Remis

Rosenthal stieg zwei Mal am höchsten - ins Netz brachte auch er den Ball aber nicht unter.
Rosenthal stieg zwei Mal am höchsten - ins Netz brachte auch er den Ball aber nicht unter.
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Mit einem intensiven aber torlosen Duell zweier Europapokalanwärter begann der Spieltag am Freitagabend: Der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt trennten sich 0:0. Frankfurts Trainer Armin Veh setzte auf eine Doppelspitze mit Aigner und Matmour, der den Vorzug gegenüber Occean bekam. Sein Team zeigte in einer ersten Hälfte, die sich vorwiegend im Mittelfeld abspielte, die ansprechendere Leistung und hätte in der 17. Minute durch Aigner in Führung gehen können. Doch der stramme Schuss des Blondschopfs verfehlte das Ziel. Nach der Pause konnten die Breisgauer das Spiel dann offener gestalten und waren in ihrem Angriffsspiel bissiger. Großes Glück hatten die Hessen, als der für den gesperrten Inui in die Mannschaft gerückte Celozzi zwei Mal auf der Linie gegen Kopfballchancen von Rosenthal (64.) und im Anschluss von Ginter (65.) rettete. Auch in der 86. Minute versuchte es Rosenthal noch einmal per Kopf - diesmal knapp über die Latte. Frankfurt kam kaum noch zu Entlastungsangriffen, brachte das Ergebnis aber schließlich über die Zeit.

Fotos zum 23. Spieltag
FCB und H96 gierig, Remis im Borussen-Duell
Toprak und Pledl
Jugend forsch

Fürth wartete gegen Bayer mit gleich mehreren jungen Kräften in der Startefl auf. Geis, Klaus oder hier im Bild Pledl (im Duell mit Toprak) rechtfertigten mit großem Einsatz das Vertrauen von Interims-Trainer Ludwig Preis.
© Getty Images

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