Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

18.02.2013, 13:43

Dortmund: Es geht um die Zeit nach Lewandowski

Kießling weiß um das Interesse des BVB

Robert Lewandowski. Borussia Dortmund. Noch Borussia Dortmund. Bald Bayern München. Oder doch erst Bayern München ab Juli 2014? Es gibt in diesen Tagen nur eine gesicherte Meldung zu dem BVB-Stürmer - die ist dafür absolut wasserdicht: Der 24-jährige Angreifer ist Polens Fußballer des Jahres 2012. Auch 2011 wurde er mit diesem Titel ausgezeichnet, dies ist ebenfalls eine gesicherte Information. Alles andere zu Robert Lewandowski ist momentan nur schwer zu greifen.

Heiß begehrter Angreifer: Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski.
Heiß begehrter Angreifer: Dortmunds Stürmer Robert Lewandowski.
© imago

Dass die Spekulationen ins Kraut schießen, wenn es um die sportliche Zukunft von Robert Lewandowski geht, hängt vor allem damit zusammen, dass die wesentlichen Personen, die darüber entscheiden, entweder nichts sagen - wie Lewandowski und sein Management. Oder wenig hilfreiche Aussagen tätigen, wie die Macher der deutschen Topvereine aus Dortmund und München, die sich um den polnischen Nationalstürmer einen Wechselpoker vom feinsten liefern. Zu diesen Spielchen gehören Bluffs genauso dazu wie das gepflegte Schweigen, das erklärt das momentane Durcheinander.

- Anzeige -

Fakt ist, dass Robert Lewandowski 2010 zu den Dortmundern kam und einen Vierjahresvertrag unterschrieb. In seiner ersten Spielzeit beim BVB stand er in 33 Bundesligaspielen auf dem Platz, doch dorthin gelangte er zumeist von der Bank aus. 18-Mal brachte ihn Trainer Jürgen Klopp als Joker, an Konkurrent Lucas Barrios führte zunächst kein Weg vorbei. Der Durchbruch gelang ihm in der zweiten Meistersaison bei der Borussia - 34 Spiele, immer in der Startelf, 22 Tore, zehn Assists. Was Lewandowski, wie allen Dortmundern auch, in der Saison 2011/12 fehlte, war die internationale Reputation. Der BVB ging in der Gruppenphase unter, der Stürmer schoss ein Tor in sechs Spielen. In der laufenden Spielzeit brilliert die Klopp-Elf in der Königsklasse und der Torjäger knipste in sieben Partien schon fünfmal - zuletzt markierte er den wichtigen 1:1-Ausgleichstreffer in Donezk in einer Phase, als der BVB nach einem Rückstand leicht zu schwimmen begann. Lewandowskis Klasse in der Königsklasse dürfte das letzte Puzzlesteinchen gewesen sein, dass ihn für die Bayern interessant gemacht hat.

Zurück zum Poker. Am Freitag preschten Sport1 und der Münchner Merkur mit der Meldung ins Feld, wonach die Bayern und der 50-malige Auswahlspieler sich einig seien. Die Münchner Macher sagten, dass sie nichts sagen würden. Präsident Uli Hoeneß (61) verwies auf seine Aussage im kicker vor elf Tagen: "Wir haben gute Stürmer, mehr ist dazu nicht zu sagen." Sportvorstand Matthias Sammer (45) sagte, er habe gesagt, "was ich sagen musste und sagen wollte und was gesagt werden darf". Und Karl-Heinz Rummenigge (57) wollte "diese Geschichte nur noch weglächeln, sonst laufe ich Gefahr, mich darüber aufzuregen". Wie wäre es mit einer Klarstellung? Damit wollte der Vorstand nicht dienen: "Ich will die Spannung nicht herausnehmen."

Eigentlich sitzen die Dortmunder angesichts der Vertragssituation ja am längeren Hebel. Zwar geht Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc davon aus, "dass Robert nicht verlängern wird". Doch sagt der 50-jährige Ex-Profi auch, dass "er einen Vertrag bis 2014 hat". Am Wochenende war zu vernehmen, dass nicht vor Mai offiziell bekannt gegeben werden soll, ob Lewandowski schon ab dem kommenden Sommer für die Münchner unter ihrem neuen Trainer Pep Guardiola stürmen wird. Für diesen Fall denkt Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke an eine Entschädigung in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Damit würden sich die Schwarz-Gelben in etwa an der Größenordnung beim Wechsel von Robin van Persie von Arsenal zu Manchester United orientieren.

Lewandowskis jüngste Äußerung, er werde sich erst nach Saisonende äußern, finden sie in München gut. "Es wird keine Entscheidung rund um das Pokalspiel geben", betont also auch Zorc und nennt alles andere "Mumpitz" und "einfach frei erfunden". Zum Rundenende hin ist also mit Lewandowskis Absichtserklärung zugunsten des FC Bayern zu rechnen. Sollten sich beide Klubs über die Ablöse einigen, stellt sich die Frage nach den Folgen für beide Mannschaften. Während die Bayern im Sturm ein Luxusproblem zu lösen hätten, müssten die Dortmunder eine klaffende Lücke im Klopp'schen System schließen, das auf einem Stürmer basiert.

Als Nachfolger werden Mame Diouf (25, Hannover), Christian Benteke (22, Aston Villa) und Edin Dzeko (26, ManCity) gehandelt. Mit Dzeko soll sich kürzlich eine BVB-Delegation im Hotel "von Korff" in Meschede getroffen haben. Zudem wird Stefan Kießling (29) nun als Kandidat genannt. Der erfolgreichste Scorer der Liga hat in Leverkusen einen Vertrag bis 2015. "Ich habe gehört, dass Interesse besteht", sagt Kießlings Berater Ali Bulut. "Es hat allerdings noch keine Kontaktaufnahme gegeben."

Video zum Thema
kicker.tv - Hintergrund- 18.02., 14:42 Uhr
Klopp wurde erhört: Reus & Co. begeistern
Nach dem 3:0 gegen Eintracht Frankfurt herrschte bei Borussia Dortmund eitel Sonnenschein. Mats Hummels, Marco Reus, Mario Götze und Ilkay Gündogan begeisterten gegen die Hessen. BVB-Trainer Jürgen Klopp freute sich insbesondere, dass seine Spieler die Anweisungen für das Defensivspiel nun auch wieder umsetzten.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS
18.02.13
 

- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -

weitere Infos zu Lewandowski

Vorname:Robert
Nachname:Lewandowski
Nation: Polen
Verein:Bayern München
Geboren am:21.08.1988

weitere Infos zu Kießling

Vorname:Stefan
Nachname:Kießling
Nation: Deutschland
Verein:Bayer 04 Leverkusen
Geboren am:25.01.1984

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -