| Vorname: | Jens |
| Nachname: | Keller |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | FC Schalke 04 |

kicker: Ist in der aktuellen Verfassung des FC Schalke gegen diese Bayern nicht mehr drin oder darf man trotzdem mehr erwarten?
Jermaine Jones (31): Uns war bewusst, dass es gerade nach unserer Niederlage gegen Fürth und mit all den Ausfällen gegen die Bayern schwer wird. Ohne Huntelaar, Draxler, Farfan, Uchida. Auch Papadopoulos und Affelay sind weggebrochen. Wir haben versucht dagegenzuhalten, aber sie haben trotzdem ihre Chancen herausgespielt. Das haben sie gut gemacht.
kicker: Ist Schalke derzeit einfach zu weit weg von der Ligaspitze?
Jones: Nein, aber die Bayern sind weit weg vom Rest. Dahinter ist alles noch offen. Selbst die Dortmunder haben verloren. Diese Plätze werden bis zum Saisonende heiß umkämpft sein.
kicker: Wie soll in Mainz die Wende gelingen?
Jones: Unser Ziel muss ganz klar sein, in Mainz zu punkten, da zählen keine Ausreden mehr. Uns muss allen bewusst sein, dass wir Spieler des FC Schalke 04 sind. Mit dem Anspruch, international zu spielen. Daran müssen wir uns messen lassen. Wenn das nicht der Fall sein sollte, wird Bilanz gezogen. In München kann man verlieren, gegen Fürth oder im Pokal gegen Mainz aber nicht.
kicker: Wird Mainz ein Endspiel?
Jones: Gerade nach diesen zwei Niederlagen müssen wir dort gewinnen. Das ist ein Big Point, um oben dranzubleiben.
kicker: Was macht Hoffnung?
Jones: Wir haben ja schon gute Spiele gezeigt. Wir müssen uns voll reinhängen, uns konzentrieren, dann wird der Knoten wieder platzen.
„"Wir wissen, dass wir in der Pflicht stehen."“Jermaine Jones
kicker: Die Diskussionen um den Trainer werden immer größer ...
Jones: Ich denke, man sollte nicht alles gleich am Trainer festmachen. Er macht einen guten Job und kann gar nicht mehr tun. Für uns intern ist das kein Thema. Wir hatten Stevens, da hieß es, wir spielen keinen guten Fußball. Jetzt versuchen wir, Fußball zu spielen, der Trainer unternimmt alles, es uns taktisch mitzugeben. Am Ende ist es die Sache der Spieler, das auch umzusetzen.
kicker: Nur ein Sieg aus elf Pflichtspielen - wie sehr leiden Stimmung und Selbstvertrauen?
Jones: Es ist klar, dass wir nicht rumhüpfen und uns freuen. Wir wissen, dass wir in der Pflicht stehen. Solche Spiele wie in Mainz müssen wir gewinnen, da zählt's. Da sind wir der Favorit, und so müssen wir auch auftreten.
kicker: Wurde die Qualität der Mannschaft schlicht überschätzt?
Jones: Nein, die Qualität haben wir zu Beginn der Saison schon nachgewiesen. Es hat mehr mit der Einstellung zu tun, auch in dieser Phase, in der es nicht läuft, alles abzurufen. Wir müssen uns auf gut Deutsch den Arsch aufreißen, um in die Erfolgsspur zurückzukommen. Da müssen wir jetzt zusammenhalten.
kicker: Schafft die Mannschaft das?
Jones: Ich bin fest davon überzeugt.
Interview: Michael Pfeifer