| Vorname: | Thomas |
| Nachname: | Schaaf |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Werder Bremen |

Die Erleichterung nach seiner Gala-Vorstellung war bei Ekici deutlich zu spüren: "Heute habe ich einen wichtigen Schritt getan." Der türkische Nationalspieler hielt sein verschwitztes Trikot mit der Nummer 10 fest in der Hand, als Erinnerungsstück wird es sicherlich in seinem Bremer Zuhause seinen Platz finden.
Jene Nummer 10, die in Bremen große Regisseure wie Johan Micoud und Diego trugen. Nicht zuletzt deshalb verknüpft sind mit einer gewissen Bürde, mit großen Erwartungen. Erwartungen, die Ekici nach seinem Wechsel vom 1. FC Nürnberg im Sommer 2011 zunächst nicht oder nur selten erfüllen konnte. 21 Liga-Partien absolvierte der Rechtsfuß für seinen neuen Klub in seiner auch mit Verletzungen gepflasterten Premierensaison an der Weser, kicker-Durchschnittsnote 4,04 bei einem Treffer und fünf Assists waren die mäßige Bilanz.
Und auch in dieser Saison lief es nicht rund: Gerade einmal 28 Minuten hatte der Techniker in der Hinserie an Einsatzzeit bekommen. Klar, dass sich zuletzt die Zweifel mehrten, Ekici könne bei den Hanseaten noch den Durchbruch schaffen. Selbst die Bezeichung "Edelreservist" war schon etwas weit hergeholt. An Ekicis Selbstbewusstsein jedoch hat dies - zumindest nach außen - nicht gekratzt: "Ich weiß, was ich kann", so sein fortwährendes Credo. In jedem Trainingslager, bei jeder Vorbereitung. Und am Ende blieb nicht mal mehr eine Nebenrolle. Zuhörer bewunderten zwar seinen grenzenlosen Optimismus, stellten sich gleichzeitig aber die Frage, ob dieser Mann nicht an ebensolcher Selbstüberschätzung litt.
Alles Schnee von gestern? Am Samstag verließ der Matchwinner nach seinem Doppelpack beim 4:1-Triumph überglücklich die Mercedes-Benz-Arena. Die Durststrecke war vergessen. Es gebe solche Phasen, sagte "Memo" in Stuttgart. "Es war nicht einfach für mich, doch da geht jeder Fußballer mal durch."
Einer seiner Fürsprecher, Coach Thomas Schaaf (51), freute sich denn auch für seinen Spätzünder: "Eine gute Entwicklung, nun erleben wir bei ihm die Dinge, die wir uns immer gewünscht haben." Der Coach zielte auf die gestalterischen Fähigkeiten, aber auch auf die Torgefahr und die Brillanz bei Standards, die sein Schützling bei seinem Doppelschlag offenbarte, seinem ersten in der Liga.
Dass es nicht von selbst so weitergehen wird, weiß auch Ekici: "Ich muss weiter hart arbeiten, wie wir alle." Und: "Ich spiele nicht allein. Ohne die Mannschaft bin ich ein Niemand." Vielleicht aber kommt dem Mittelfeldakteur nun des Öfteren ein entscheidender Part zuteil.


| Vereinsname: | Werder Bremen |
| Gründungsdatum: | 04.02.1899 |
| Mitglieder: | 40.400 (30.06.2012) |
| Vereinsfarben: | Grün-Weiß |
| Anschrift: | Franz-Böhmert-Straße 1c 28205 Bremen Telefon: 0 18 05 - 93 73 37 Telefax: (04 21) 49 35 55 |
| Internet: | http://www.werder.de |