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10.02.2013, 22:25

Der HSV überrennt den BVB - Krmas erlöst den SC Freiburg

15 Punkte Vorsprung: FC Bayern enteilt weiter

Zum Abschluss schlug Freiburg Düsseldorf, vorher teilten sich Augsburg und Mainz die Punkte. Am Samstagabend gewann der FC Bayern gegen desolate Schalker mit 4:0 und baute den Vorsprung an der Spitze auf 15 Zähler aus. Dortmund kassierte gegen den HSV eine Heimpleite und verlor zudem Lewandowski mit Rot. Leverkusen musste sich in Gladbach mit einem 3:3 begnügen, Frankfurt kam gegen Nürnberg nicht über ein 0:0 hinaus. Im Keller kommt Hoffenheim nicht vom Fleck, Fürth wartet weiter auf einen Heimsieg. Stuttgart steckt in der Krise.

Düsseldorfs Reisinger behauptet den Ball gegen Freiburgs Krmas.
Düsseldorfs Reisinger behauptet den Ball gegen Freiburgs Krmas.
© Getty ImagesZoomansicht

In einem spannenden Spiel trennten sich Augsburg und Mainz 1:1. Trotz der Tatsache, dass der FCA auch im vierten Spiel nacheinander ungeschlagen blieb, dürften die Schwaben mit dem Ergebnis am Ende nicht restlos zufrieden sein, denn es war mehr drin. Augsburg geriet zwar in Rückstand, dominierte dann aber in Überzahl die zweite Hälfte nach Belieben, vermochte es aber dennoch nicht, den Dreier einzufahren. Szalai hatte die Gäste in Führung gebracht, doch kurz vor der Pause sah Parker die Rote Karte. Im zweiten Durchgang hatte Mainz Probleme sich aus der eigenen Hälfte zu befreien, ließ aber nur Mölders' Treffer zu.

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Krmas' Treffer bringt dem SC den Dreier

Zum Abschluss des Spieltags standen sich der SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf gegenüber. Die Breisgauer dominierten die erste Hälfte, vergaben aber beste Torgelegenheiten. Nach dem Wechsel wurde Düsseldorf stärker, ohne jedoch zwingend vor den Kasten des SC zu kommen. Zehn Minuten vor dem Ende tauchte plötzlich Fortuna-Kapitän Lambertz vor dem Freiburger Kasten auf, fand seinen Meister aber in SC-Keeper Baumann. Erst in der Schlussphase erlöste Krmas den Sportclub mit seinem Siegtreffer. Der erste Sieg im Jahr 2013 bringt die Freiburger auf Rang fünf der Tabelle.

Bayern nimmt Sparringspartner Schalke auseinander

Schweinsteiger jubelt über seinen sehenswerten Freistoßtreffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Schalke.
Schweinsteiger jubelt über seinen sehenswerten Freistoßtreffer zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Schalke
© Getty ImagesZoomansicht

Der FC Bayern enteilt der Konkurrenz immer weiter. Nach dem souverän herausgespielten 4:0-Heimsieg gegen den FC Schalke 04 beträgt der Vorsprung für den Spitzenreiter nunmehr 15 Zähler. Der Erfolg gegen die kriselnden Königsblauen war hochverdient, die Mannschaft von Trainer Jens Keller war für die Heynckes-Elf nicht mehr als ein Sparringspartner. Begonnen hatte die Partie mit drei bemerkenswerten Personalien: In der Bayern-Startformation standen Gomez, Robben und Boateng - Mandzukic, Müller und van Buyten saßen zunächst draußen. Den Führungstreffer für den Rekordmeister markierte Alaba durch einen von Ribery herausgeholten Elfmeter. Höger hatte den Franzosen zu Boden "gezupft" und der österreichische Linksfuß verlud Hildebrand (19.). Auch das zweite Tor für die Münchner, die den Schalkern in allen Belangen überlegen waren, fiel nach einem Standard: Schweinsteiger zirkelte einen platzierten Freistoß aus 25 Metern genau ins Eck (32.). S04 blieb auch nach dem Seitenwechsel offensiv nicht zwingend und leistete sich defensiv weiterhin grobe Nachlässigkeiten - so kam Alaba völlig unbedrängt im Strafraum zum Abschluss und markierte seinen zweiten Treffer an diesem Abend (51.). Zum 4:0-Endstand traf Gomez.

Hamburg überrennt den BVB - Lewandowski fliegt

HSV jubelt in Dortmund
Unverhofft kommt oft: Der HSV bejubelt seinen 4:1-Triumph in Dortmund.
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Aufatmen beim BVB vor dem Heimspiel gegen den HSV: Weidenfeller und Götze konnten trotz Grippe auflaufen. Sahin feierte sein Startelf-Debüt, dafür erhielt Gündogan eine Verschnaufpause. Die Wechselgerüchte um Dortmunds Torjäger Lewandowski hatten unter der Woche für reichlich Wirbel gesorgt. BVB-Coach Jürgen Klopp zeigte sich davon vor dem Anpfiff unbeeindruckt, der Pole danach zunächst auch: Ein Fehler von Westermann (17.) ermöglichte ihm Saisontor Nummer 14. Der starke HSV ließ sich vom Aussetzer seines Kapitäns jedoch nicht aus dem Konzept bringen: Die Antwort von Rudnevs ließ keine Minute auf sich warten! Und in einer intensiven Partie mit vielen Torraumszenen gingen die Gäste durch einen herrlichen Schlenzer von Son sogar in Führung (26.). Wenig später kochten die Emotionen hoch: Ein Einsteigen Lewandowskis gegen Skjelbred hatte eine Rudelbildung zur Folge. An deren Ende zeigte Schiedsrichter Gräfe dem Dortmunder die Rote Karte - hart. Van der Vaart, der Lewandowski bestürmt hatte, sah Gelb.

Die Stimmung in Dortmund war nun mächtig aufgeheizt: So wurde van der Vaart kurz vor der Ausführung eines Eckballs von einem Feuerzeug getroffen. Nach knapp einer Stunde war die numerische Gleichheit wieder hergestellt: Bruma griff gegen Reus zur Notbremse. Auch auf diesen Rückschlag gab der HSV jedoch prompt die Antwort: Rudnevs nickte drei Minuten nach dem Platzverweis zum 3:1 ein. Sekunden vor Schluss schnürte auch Son noch seinen Doppelpack. So feierte der HSV seinen zweiten Saisonsieg gegen den Meister. War das 3:2 im Hinspiel noch höchst schmeichelhaft, verdienten sich die Fink-Schützlinge den unerwarteten 4:1-Auswärtserfolg in Dortmund mit ihrer vielleicht stärksten Saisonleistung. Für den BVB ging die Generalprobe für das Champions-League-Gastspiel in Donezk am Mittwoch (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) mächtig in die Hose. Interessant: Immer wenn Gündogan nicht in der Startelf stand, gewann die Borussia nicht - am Samstag zum sechsten Mal!

Kießling im 100er-Klub, doch Herrmann bleibt Bayers Albtraum

Im Westduell bei Borussia Mönchengladbach lieferte Leverkusen auch ohne den erkrankten Reinartz, beim 2:3 gegen Dortmund noch Doppel-Torschütze, eine starke Vorstellung ab. Einzig das Toreschießen vergaß die Werkself, die allerdings durchaus einen Elfmeter hätte bekommen können (Stranzl gegen Kießling) und zudem Pech hatte, dass ein Treffer von Schürrle wegen vermeintlicher Abseitsstellung keine Anerkennung fand. Von Gladbach war in der Offensive gar nichts zu sehen, bis Stranzl das Spiel kurz vor der Pause nach einer Ecke auf den Kopf stellte. Auch Sams Ausgleich konterte die Borussia nach dem Wechsel durch de Jong. Jetzt waren die Leverkusener jedoch hellwach - und kaltschnäuziger als im ersten Durchgang: Erst glich Kießling mit seinem 100. Bundesliga-Treffer aus, dann bescherte Schürrle den Gästen die erste Führung. Doch die Werkself brachte sie nicht über die Runden: Herrmann traf auch im fünften Spiel in Folge gegen seinen Lieblingsgegner. 3:3! Damit verpasste es Leverkusen, den Dortmunder Patzer zu nutzen und bleibt Dritter.

Herrmann köpft ein
Schlusspunkt in Gladbach: Patrick Herrmann köpft zum schmeichelhaften 3:3 ein.
© Getty Images

Beim zum Sicherheitsspiel deklarierten Duell zwischen Frankfurt und Nürnberg verließen die Gästefans aus Protest gegen Sicherheitsauflagen und verschärfte Kontrollen zu Beginn zwischenzeitlich ihren Block. Auf dem Feld leistete der Club der heimstarken Eintracht ordentlich Gegenwehr und hatte im ersten Durchgang sogar die besseren Chancen. Die Frankfurter konnten sich jedoch erneut auf ihren starken Schlussmann Trapp verlassen. Auch in der zweiten Hälfte blieb es ein Duell auf Augenhöhe, in dem die ganz großen Möglichkeiten jedoch ausblieben. So blieb es beim torlosen Unentschieden.

Stuttgart 2013 weiter ohne Punkt - Ekici meldet sich zurück!

Mehmet Ekici
So stark wie lange nicht mehr: Mehmet Ekici traf in Stuttgart doppelt.
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Mit dem Sieg in Stuttgart gelang es Bremen erstmals seit 15 Monaten wieder, zwei Bundesliga-Spiele in Folge zu gewinnen. Nach verschlafenem Start war Werder, das kurzfristig auf Arnautovic (muskuläre Probleme) verzichten musste, beim VfB klar überlegen. Mehr als der Führungstreffer von Ekici (sein erstes Tor nach 511 Tagen) sprang trotz bester Chancen jedoch nicht dabei heraus, de Bruyne traf unter anderem den Pfosten. So stand es kurz nach Wiederanpfiff plötzlich 1:1. Stuttgart fünfte Niederlage in Folge konnte Traorés Treffer allerdings auch nicht abwenden, da Teamkollege Kvist mit einem katastrophalen Fehlpass die erneute Bremer Führung durch Hunt einleitete. Mit einem sehenswerten Freistoßtor machte Ekici schließlich alles klar, de Bruyne legte sogar noch einen drauf. "Am Samstag gegen Bremen muss es zünden", hatte Sportdirektor Fredi Bobic gefordert. Der VfB wartet 2013 weiter auf den ersten Punktgewinn. Diagnose: Fehlzündung.

Gomes-Patzer wird für Hoffenheim kostspielig - Fürth wartet weiter

Nach der Auswärtspleite in Bremen konnte sich Hannover 96 (mit drei Jubilaren: Huszti 100. Bundesligaspiel, Schlaudraff 150., da Silva Pinto 200.) gegen Hoffenheim einmal mehr auf seine Heimstärke verlassen. Wobei die Leistung der Niedersachsen alles andere als überzeugend war. Aber eine Unsicherheit von 1899-Torhüter-Neuzugang Gomes, die Diouf zur Führung nutzte, brachte die Hoffenheimer früh auf die Verliererstraße, die sie trotz eines durchaus ansprechenden Auftritts nicht mehr verließen. Hannovers Nationaltorhüter Zieler erwies sich als nicht zu überwindendes Hindernis. In der Schlussphase hätte 96 bei Kontern noch nachlegen können, Gomes parierte jedoch mehrfach stark. Seinen Fehler konnte das auch nicht mehr ausbügeln. Hoffenheim verlor 0:1 und könnte am Sonntag wieder auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen.

Auf einem solchen steht die SpVgg Greuther Fürth weiterhin: Eine Woche nach dem Husarenstück auf Schalke gelang den Franken auch im elften Anlauf nicht der ersehnte Heimsieg. Großer Aufwand, wenig Ertrag - auf diese Formel ließ sich das Spiel des Tabellenletzten wieder einmal reduzieren. Cleverer war der VfL Wolfsburg, der durch Dost in Führung ging und durch Diego schon kurz vor der Pause für die Vorentscheidung hätte sorgen können. Doch auch nach der Pause hatten die Niedersachen alles im Griff. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz ist inzwischen komfortabel. Die Fürther hingegen nehmen in zwei Wochen den zwölften Anlauf Richtung Heimsieg Nummer eins. Gegner ist dann allerdings Bayer Leverkusen.

Fotos zum 21. Spieltag
Debakel für Dortmund und Schalke, Freiburg springt auf 5
Christian Streich
Immer engagiert dabei

Im Kühlschrank von Freiburg hatte sich Freiburgs Coach Christian Streich warm eingepckt und war wie immer an der Seitenlinie sehr aktiv.
© Getty Images

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10.02.13
 
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