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04.02.2013, 16:18

Hamburg: Wirbel wegen Öztunali-Abschied - Adler ist sauer

HSV: Rückschläge auf und neben dem kritisierten Grün

Wie Gladbach konnte auch der Hamburger SV die Patzer der Konkurrenz nicht nutzen und verpasste es, sich als ernsthafter Bewerber um die internationalen Startplätze einzureihen. Gegen die Frankfurter Eintracht verlor die Mannschaft von Trainer Thorsten Fink relativ klar mit 0:2 und bliebt im Mittelfeld der Tabelle hängen. Schon vor dem Duell mit den Hessen und Ex-Trainer Armin Veh rumorte es gewaltig an der Alster, weil ihnen der Seeler-Enkel Levin Öztunali (16) abhanden gekommen war.

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Hamburgs Keeper René Adler ist angefressen, weil der HSV eine große Chance verspielte, Richtung Europa zu marschieren.
Hamburgs Keeper René Adler ist angefressen, weil der HSV eine große Chance verspielte, Richtung Europa zu marschieren.
© imago Zoomansicht

Zwei Stunden nach Spielende brannte noch Licht im Vorstandsbüro. Klubboss Carl Edgar Jarchow hatte mit Fink und Mediendirektor Jörn Wolf die Köpfe zusammengesteckt. Weil es wieder mal Redebedarf gibt. Sportlich tritt der HSV auf der Stelle und unterstrich, dass der Europacup für dieses Team zu früh kommt; wirtschaftlich muss der Rückschlag, im Januar nicht annähernd die erforderlichen 6,4 Millionen Euro eingespart zu haben, verkraftet werden.

Und Fragen zu der Perspektive des HSV wirft ausgerechnet der 16-jährige Enkel von Klub-Ikone Uwe Seeler auf, der samt seines Vaters, der bis zum Wochenende als Scout beim HSV angestellt war, zu Liga-Konkurrent Leverkusen wechselt.

Öztunali wäre möglicherweise ein großes Versprechen für die Zukunft des Bundesliga-Dinosauriers gewesen, doch geht den Hamburgern schon im Sommer der nächste Hoffnungsträger aus dem aktuellen Profikader von der Fahne? Entscheidende Gespräche kündigt Arnesen für den Februar mit Heung-Min Son (20, Vertrag bis 2014) an. Finanziell wird der HSV mit den Offerten aus England nicht mithalten können. Überzeugen will Arnesen den Youngster ausgerechnet mit dem Faktor Perspektive. Ein weiterer personeller Rückschlag droht.

Auch das sportliche Tagesgeschäft hielt einen solchen parat - 0:2 gegen Frankfurt, die erste Halbzeit darf getrost als blutleer bezeichnet werden. Torwart René Adler redete deshalb Klartext: "Wir haben jeglichen Elan vermissen lassen. Das ist unverständlich nach einem Derby-Sieg und den Ergebnissen des Nachmittages." Den Keeper frustriert die leichtfertig vergebene Chance, in der Tabelle einen wichtigen Schritt zu machen: "Europa ist zwar nicht unser erklärtes Ziel, aber es ist möglich. Nur dann müssen wir da sein, wenn sich die Chance bietet."

"Wenn ich schon höre, dass sich 20-Jährige über unseren Rasen aufregen ..."

Der Keeper legt schonungslos den Finger in alle offenen Wunden. "Wenn ich schon höre, dass sich 20-Jährige über unseren Rasen aufregen ..." Tolgay Arslan, immerhin 22, hatte den Zustand des Platzes kritisiert, Adler aber verlangt totale Fokussierung, damit der HSV endlich auch mal die großen Schritte macht: "Jeder sollte sich auf seine Aufgaben konzentrieren. Wenn alle rund um die Uhr arbeiten würden wie unsere Platzwarte, hätten wir weniger Probleme." Redebedarf, so viel scheint sicher, bleibt bestehen.

04.02.13
 

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weitere Infos zu Adler

Vorname:René
Nachname:Adler
Nation: Deutschland
Verein:Hamburger SV
Geboren am:15.01.1985

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