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04.02.2013, 09:46

FC Bayern: Tuchel attackiert Sammer

Robben flüchtet, Müller nur noch genervt

Die Diskussionen um Mario Gomez und Arjen Robben als Edel-Joker des FC Bayern reißen nicht ab. Bei souveränen 3:0-Erfolg des deutschen Rekordmeisters bei den bissigen Mainzern saß das Duo erneut auf der Bank und wurde von Trainer Jupp Heynckes im Paket eingewechselt - in der 76. Minute. Beide dürften denken, erst in der 76. Minute. Zudem gerieten sich der Mainzer Trainer Thomas Tuchel und FCB-Sportvorstand Matthias Sammer am Samstag in die Haare.

Die Bayern-Bank freut sich, Arjen Robben (re.) flüchtet vom Spielfeld.
Die Bayern-Bank freut sich, Arjen Robben (re.) flüchtet vom Spielfeld.
© imagoZoomansicht

Die Bayern bissen sich gegen die taktisch gut eingestellten Mainzer im ersten Abschnitt lange Zeit die Zähne aus und bewiesen dann doch ihre Klasse. Mit der ersten Chance schlugen sie zu - Thomas Müller machte das 1:0. Im zweiten Durchgang brauchte dann Torjäger Mario Mandzukic nur sieben Minuten, um bis zur 57. Minute mit einem Doppelpack den Deckel draufzumachen. Es waren die Ligatore 13 und 14 für den kroatischen Mittelstürmer. Müller, der beste Scorer der Liga (21 Punkte) netzte zum elften Mal ein - das Duo Müller/Mandzukic hat einen Lauf und deswegen sitzen die direkten Konkurrenten Robben/Gomez auf der Bank.

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Schiedsrichter Weiner hatte gerade die Partie erst abgepfiffen, da spurtete Arjen Robben nach 14 Minuten Spielzeit in die Kabine, um nur wenige Minuten später kommentarlos im Bus zu verschwinden. Zu einem Zeitpunkt, als viele seiner Kollegen sich noch immer freudestrahlend bei Fans oder Journalisten tummelten. Der 29-Jährige war sichtlich sauer. "Arjen ist halt einer, der das nicht verbergen kann", sagte Trainer Heynckes. "Ich hätte mich genauso wenig gefreut, wenn ich nicht gespielt hätte." Matthias Sammer sprang dem Niederländer am Sonntag ebenfalls zur Seite. "Arjen ist eben Arjen. Das muss er auch bleiben. Das darf man nicht überbewerten. Was wir nicht akzeptieren, ist, wenn persönliche Interessen in den Mittelpunkt gerückt werden, doch das ist nicht der Fall."

Für Sammer wird das Thema um die beiden hochwertigen Ersatzspieler Robben/Gomez von der Öffentlichkeit künstlich inszeniert. "Das ist schon bösartig, die beiden haben sich nichts zuschulden kommen lassen." Richtig genervt reagierte Offensivkraft Müller auf das Dauerthema: "Es gibt hier keinen Zweikampf Robben gegen Müller oder sonstwas. Wir sind eine Mannschaft, wir sind in der Offensivreihe sehr flexibel einzusetzen", sagte der Nationalspieler am Sonntag in der Sendung Sky90. Und außerdem: "Dieses ständige Thema geht mir auf die Eier."

Während Gomez im Länderspiel gegen Frankreich Spielpraxis sammeln kann, darf Robben wieder nur trainieren. Er wurde nicht ins niederländische Aufgebot berufen. Trainer Louis van Gaal wolle experimentieren, hieß es. Flügelflitzer Robben kann die Zeit dann an der Säbener Straße nutzen, um sich in Abwesenheit der zahlreichen Münchner Nationalspieler im Training wieder aufzudrängen.

Tuchel contra Sammer - Heynckes lobt den FSV-Coach

Wortduelle zwischen FCB-Sportvorstand Matthias Sammer (li.) und dem Mainzer Coach Thomas Tuchel.
Wortduelle zwischen FCB-Sportvorstand Matthias Sammer (li.) und dem Mainzer Coach Thomas Tuchel.
© imago

Apropos aufdrängen: Am Samstag gab es zwischen den Mainzern und den Bayern noch einen ganz besonderen Austausch.

Zwischen dem Mainzer Coach Thomas Tuchel und FCB-Sportvorstand Matthias Sammer ging es während der 90 Minuten heiß her, mehrfach fauchten sie sich während des Spiels an. Anschließend blies der Übungsleiter der Nullfünfer zur Attacke: "Sammer war extrem aktiv, beim Vierten Offiziellen und vorne an der Linie. Er hat sich bei jedem Foul echauffiert und mich verbal angegriffen. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemals der Trainer eines Gastvereins von unserem Manager verbal angegangen wurde. Deshalb kann ich das nicht verstehen." Sammer dagegen versuchte, gelassen zu reagieren "Zum Spiel gehören Emotionen, aber hinterher ist das alles vergessen", sagte der 45-Jährige am Sonntag zum kicker.

Eine pikante Note erhält der Disput durch die Aussagen von Heynckes, der seinen Mainzer Kollegen vor dem Spiel in den höchsten Tönen lobte, als künftigen Bayern-Coach ins Gespräch brachte: "Er ist ein Trainer, der prädestiniert ist, irgendwann den FC Bayern zu trainieren. Er arbeitet sehr gut und hat immer etwas in petto. Ich habe ja eine gewisse Erfahrung, um zu erkennen: Das ist ein Guter", sagte der 67-jährige Trainer.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 04.02., 15:24 Uhr
Der FC Bayern siegt und siegt - auch ohne Robben
Mit großer Konstanz zieht der FC Bayern in der Bundesliga seine Kreise, zum neunten Mal blieben die Münchner beim 3:0 in Mainz auswärts ohne Gegentor. Bundesligarekord, wie auch der Zwölf-Punkte-Vorsprung nach dem 20. Spieltag. Mirko Slomka ist beeindruckt vom Auftreten des FCB und hat schon eine Gratulation parat.
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04.02.13
 

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