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02.02.2013, 21:51

Fürth: Erster Sieg nach 17 Spielen Durststrecke

Büskens und das neue Seelenleben

Die SpVgg Greuther Fürth erlebte ihren Traum - in der Jubiläumssaison der Bundesliga stiegen die Franken in den erlauchten 18er-Kreis des deutschen Fußballs auf. Es sollten 34 Feiertage werden für einen Klub, der sich als Zweitliga-Dinosaurier wohl fühlte, doch nach 17 sieglosen Spielen mutierte der Traum zum Albtraum. Dann kam das Duell auf Schalke und ein Last-Minute-Sieg, den keiner erwartete. "Das tut der Seele gut", sagte Trainer Mike Büskens nach dem Erfolg an seiner alten Wirkungsstätte.

Fürths Trainer Mike Büskens (li.) wirft sich auf seine Spieler, die das 2:1 auf Schalke bejubeln.
Fürths Trainer Mike Büskens (li.) wirft sich auf seine Spieler, die das 2:1 auf Schalke bejubeln.
© Getty Images

Natürlich lag der Fokus vor dem Spiel in Gelsenkirchen auf dem Fürther Übungsleiter. Büskens stieg bei den Knappen zum "Eurofighter" auf, erlebte seine ersten Spiele bei den Königsblauen als Profi-Trainer und fand seinen Namen immer wieder in den Gazetten, wenn beim Ruhrpott-Klub ein Trainer wackelte oder einer gesucht wurde.

Nach dem Sieg am Samstag - Büskens warf sich nach Djurdjics Siegtor in der Nachspielzeit in bester Fighter-Manier auf die am Boden sich wälzende, jubelnde Spielertraube - gewährte der 44-Jährige ein weiteres Mal einen Einblick in seine Gefühlswelt. Angesprochen auf den vermeintlichen Vertrauensentzug von Präsident Helmut Hack sagte er: "Es geht nicht um mich, sondern um den Verein. Wir haben uns einem Projekt verschrieben. Wir wissen, dass der Weg weit ist, aber wir nehmen den Kampf an. Wir stehen intern sehr eng zusammen."

Fast 17 Jahre arbeitete Büskens für die Königsblauen. Büskens versucht erst gar nicht, dies wegzudiskutieren und bezeichnet "Schalke natürlich als eine Herzensangelegenheit" - als Trainer der Knappen saß er 15-mal verantwortlich auf der Bank, für die Fürther schon 105-mal. "Ich bin beseelt von der Aufgabe, mit der Spielvereinigung in der Bundesliga zu bleiben", sagte Büskens und blickte auf eine entspannte Woche zurück - was angesichts der immer bedrohlicheren Lage überraschte. "Die vier Monate davor waren wesentlich schlimmer als das, was sich in der vergangenen Woche abgespielt hat", sagte Büskens, denn: "Was mich stört ist, dass wir 17 Mal nacheinander nicht gewonnen haben. Und nicht, ob da irgendwas in der Zeitung steht aus einer Sitzung, die im Vier- oder Sechs-Wochen-Rhythmus stattfindet, und aus der eine Krisensitzung gemacht wird. Das kann ich nicht beeinflussen."

Ich bin beseelt von der Aufgabe, mit der Spielvereinigung in der Bundesliga zu bleiben.Mike Büskens nach dem Sieg auf Schalke

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Dennoch: Der Befreiungsschlag, den Büskens mit fünf wesentlichen Veränderungen in der Startelf anging, kam rechtzeitig genug, um eine weitere Woche mit Diskussionen um seine Person zu vermeiden. Der Sieg in Schalke war der zweite für die Fürther in der Bundesliga, der erste gelang dem Kleeblatt in Mainz am 2. Spieltag (1:0, Torschütze Klaus).

Zwischen dem ersten und dem späten, zweiten Erfolgserlebnis versäumte es die Büskens-Elf in der Liga anzukommen, speziell im heimischen Stadion konnte der Aufsteiger nicht an die erfrischende Spielweise der Aufstiegssaison anknüpfen. Defensiv kompakt (zuletzt beste Zweitliga-Abwehr) und überfallartiger Offensivfußball, das wollte in der Beletage nicht mehr klappen. Leistungsträger steckten in Leistungslöchern, haarsträubende individuelle Fehler waren an der Tagesordnung, der katastrophale Torabschluss amüsierte unter der Woche die Trainingskiebitze und am Spieltag trieb er Fans und Verantwortliche an den Rand der Verzweiflung.

In der Transferperiode reagierte Präsident Hack und frischte das Personal gehörig auf. In der Fürther Startformation auf Schalke standen mit Zimmermann, Varga und Djurdjic drei Neue. Im Vergleich zum Hinspiel gegen S04 (0:2) fanden sich nur noch drei Spieler erneut in der ersten Elf (Mavraj, Pekovic, Klaus). Tabellarisch veränderte der Sieg auf Schalke wenig - Fürth bleibt Letzter, Augsburg punktete in Wolfsburg, bleibt aber in Reichweite, Hoffenheim siegte und ist vier Punkte weg.

Doch in Fürth geriet die Tabelle schon seit einiger Zeit in den Hintergrund - es ging um das Gefühl, in dieser Liga Spiele gewinnen zu können. Insofern könnte Schalke ein Anfang gewesen sein, nun kommt Wolfsburg. Klar ist: So schön der Dreier auf Schalke ist, er hilft den Franken nur, wenn sie nun auch anfangen, zuhause dreifach zu punkten.

02.02.13
 

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