| Vorname: | Nils |
| Nachname: | Petersen |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Werder Bremen |
| Geboren am: | 06.12.1988 |
"Endlich", atmete Schaaf erleichtert auf, "endlich hat sich meine Mannschaft auch einmal selbst belohnt." Fast 85 Minuten mussten drückend überlegene Bremer gegen 96 warten, ehe Torjäger Petersen das Tornetz doch noch erzittern ließ. Der Rest des Abends: Euphorie pur. "Das sind die besten Spiele, da gibt es jede Menge Adrenalin extra. Es war einer der schönsten Siege, die ich je erlebt habe", meinte Petersen beseelt.
Es war zwar nur "ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung", dennoch kann die Party steigen: Bei der traditionellen Grün-Weißen Nacht können die Werder-Kicker, begleitet von Stargast Jan Delay, ein erfolgreiches Wochenende begießen. Ein Dreier zur Klubfeier - das passt: Seit zehn Jahren gab es am betroffenen Wochenende keine Niederlage mehr.
„ Dieses Spiel hat gezeigt, dass es funktionieren kann. “ Thomas Schaaf
So wichtig war ein Sieg aber schon lange nicht mehr. Nach dem Dortmund-Debakel (0:5) und der Derby-Schlappe (2:3 beim HSV) schoss sich Werder den angestauten Frust von der Seele. "Dieses Spiel hat gezeigt, dass es funktionieren kann. Das sollten wir in die nächsten Partien mitnehmen", sagte Schaaf, der gegen Hannover lange zittern musste. "Es hat lange gebraucht. Ich freue mich riesig für die Mannschaft, die gezeigt hat, dass sie nicht aufgibt."
Vom Anpfiff weg hatte Werder seine Ambitionen unterstrichen, die auswärtsschwachen Hannoveraner waren aufgetreten, wie von Mirko Slomka angekündigt. "Unser Ziel für dieses Spiel kann nur sein: Wir wollen einen Punkt", hatte der 96-Trainer im Vorfeld erklärt. Das ging am Ende nicht gut - auch weil bei den Gastgebern Sorgenkinder wie Mehmet Ekici und vor allem Eljero Elia auftrumpften.
Der Niederländer, in Abwesenheit des gesperrten Marko Arnautovic auf dem rechten Flügel aufgeboten, bereitete Petersens erstes Tor direkt vor und initiierte mit einem tollen Solo auch das zweite. "Heute ist er richtig weite Wege gegangen, hat viel gearbeitet", sagte Schaaf auf der Werder-Website anerkennend: "Ich bin aber überzeugt, dass er es noch viel, viel besser kann." Trotzdem freute sich der Fußballlehrer, endlich mal wieder ein flächendeckendes Lob aussprechen zu können. "Alle", stellte er klar, "haben heute als Mannschaft überzeugt."