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03.02.2013, 19:21

FCB souverän, Fürth siegt bei S04, Veh-Elf marschiert

BVB überholt Bayer, erster Club-Sieg unter Wiesinger

Leverkusen musste am Sonntagabend Platz zwei an Dortmund abgeben, weil der BVB das Spitzenspiel mit 3:2 für sich entschied. Zuvor besiegte Nürnberg die Gladbacher mit 2:1 und jubelte erstmals in der Rückserie. Der FC Bayern ließ am Samstag in Mainz nichts anbrennen, die Schalker kassierten hingegen eine bittere Niederlage. Düsseldorf hielt Stuttgart nieder und schaffte die Trendwende. Das gelang auch Hoffenheim, das Freiburg besiegte. Wolfsburg und Augsburg trennten sich 1:1. Am Samstagabend gewann Frankfurt auch beim HSV. Am Freitag bezwang Bremen Hannover.

Dortmunds Santana (li.) und Bender nehmen den Leverkusener Kießling in die Mangel.
Dortmunds Santana (li.) und Bender nehmen den Leverkusener Kießling in die Mangel.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Topspiel des 20. Spieltags am Sonntagabend waren die Verfolger des FC Bayern gefragt - das Duell zwischen den zweitplatzierten Leverkusenern und dem Dritten Borussia Dortmund ging nach teilweise dramatischen 90 Minuten mit 3:2 an den deutschen Meister. Die Borussia legte furios los und ging schon in der Anfangsphase durch Reus' Lupfer in Führung. Kurz darauf holte Bayer-Keeper Leno BVB-Stürmer Lewandowski im Strafraum unsanft von den Füßen und Blaszczykowski verwandelte den fälligen Strafstoß sicher. In der Folge waren die Dortmunder bis zur Halbzeitpause dem dritten Treffer näher als die Werkself dem Anschluss. Die Leverkusener spielten zwar immer wieder schnell in die Spitze, doch zum Abschluss kam Kießling & Co. fast gar nicht im ersten Abschnitt. In der zweiten Hälfte erhöhte Leverkusen - mit Sam für Rolfes deutlich offensiver ausgerichtet - den Druck und stürzte den BVB in mehrere brenzlige Situationen. Reinartz war dann zweimal zur Stelle und glich verdientermaßen für die Heimmannschaft aus. Doch der Jubel der Bayer-Elf währte nur kurz, denn nach einem zu kurzen Rückpass von Wollscheid brachte Lewandowski die Klopp-Elf wieder mit 3:2 in Führung. Blaszczykowski hätte den BVB per Foulelfmeter wieder mit zwei Toren in Front schießen können, doch der Pole scheiterte am sicher parierenden Leno. In der Schlussphase wogte das Spiel weiter hin und her, doch der BVB tütete den Dreier letztlich ein.

Club bringt den Vorsprung über die Zeit - Gladbachs Serie gerissen

Simons brachte den 1. FCN per Elfmeter in Front.
Simons brachte den 1. FCN per Elfmeter in Front.
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Der 1. FC Nürnberg belohnte sich im ersten Sonntagsspiel gegen Borussia Mönchengladbach für sehr engagierte 45 Minuten mit zwei Toren und legte damit den Grundstein zum 2:1-Heimsieg. Simons verwandelte einen von Frantz herausgeholten Foulelfmeter in der Anfangsphase, Mittelstürmer Pekhart erhöhte mit einem präzisen Flachschuss, nachdem Marx im Aufbauspiel ein leichtfertiger Fehlpass unterlaufen war. Die Franken agierten sehr aggressiv und zweikampfstark, doch mussten sie auch dreimal tief durchschnaufen: Kiyotake kratzte den Schuss von Herrmann von der Linie, zudem parierte Schäfer reaktionsschnell gegen Herrmann und de Jong. Im zweiten Durchgang erhöhte die Favre-Elf den Druck merklich und spielte auch flüssiger nach vorne. Der Club hatte nun zunehmend Schwierigkeiten, den Aufbau der Gladbacher zu stören, so dass der Anschlusstreffer durch Herrmanns Konter hochverdient war. In der Schlussviertelstunde hatten die Borussen dann aber nichts mehr zuzusetzen, so dass Nürnberg den knappen Vorsprung über die Zeit brachte und den ersten Dreier in der Rückserie einfuhr. Gladbachs Serie von sieben Liga-Spielen ohne Pleite riss dagegen.

Veh-Elf marschiert

Lakic macht das 1:0 für Frankfurt, später legte er auch noch einen Treffer zum 2:0-Endstand nach.
Lakic macht das 1:0 für Frankfurt, später legte er auch noch einen Treffer zum 2:0-Endstand nach.
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Die Frankfurter Eintracht feierte am Samstagabend einen letztlich ungefährdeten 2:0-Auswärtssieg beim Hamburger SV. Die Hessen konnten sich bei ihrem jüngsten Neuzugang bedanken, da Lakic per Doppelpack im ersten Abschnitt das Spiel vorzeitig entscheid. Erst drückte der Kroate einen Flachpass aus kurzer Distanz über die Linie, dann nickte der Ex-Wolfsburger eine maßgenaue Flanke überlegt zum Endstand ein. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh festigte damit Platz vier. Die Gastgeber von der Alster lieferten eine blutleere erste Hälfte ab, steigerten sich im zweiten Durchgang aber deutlich, doch die Hintermannschaft der SGE stand sehr sicher. Zudem hatten Van der Vaart & Co. Bei einigen Abschlüssen das Visier nicht sonderlich scharf gestellt. Durch die Niederlage verpassen es die Hamburger an die internationalen Startplätze heranzurücken.

Mandzukic weiter sehr torhungrig

Die Bayern jubeln in Mainz - 3:0 durch Müller und zweimal Mandzukic.
Die Bayern jubeln in Mainz - 3:0 durch Müller und zweimal Mandzukic.
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Der FC Bayern hat auch die Hürde in Mainz genommen. Die Münchner, bei denen Robben und Gomez erneut nicht in der Startelf standen, gewannen bei den Rheinhessen mit 3:0, den Führungstreffer für den Rekordmeister markierte Müller mit der einzigen Chance der Heynckes-Elf im ersten Durchgang. In diesen 45 Minuten machten die Nullfünfer wie erwartet sehr aggressiv die Räume eng und behinderten so den Spielaufbau der Bayern. Nach dem Seitenwechsel wollten die Mainzer ihr Visier etwas öffnen, doch sie bekamen durch Mandzukic sofort die kalte Dusche. Der Kroate traf in der 50. und 57. Minute zum 2:0 und 3:0 vorentscheidend für die Bayern - für den Mittelstürmer waren es der vierte und fünfte Treffer in der Rückrunde, insgesamt steht er mittlerweile bei 14 Erfolgserlebnissen in der Liga. Mit dem 16. Saisonsieg baute der souveräne Spitzenreiter die Führung weiter aus.

Sensationssieg für Fürth: Djurdjic sticht in der Nachspielzeit

Die Fürther Azemi (li.) und Djurdjic sind nach dem 2:1 außer Rand und Band.
Die Fürther Azemi (li.) und Djurdjic sind nach dem 2:1 außer Rand und Band.
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Die Schalker hatten in den letzten Tagen der Transferperiode einiges an Bewegung im Kader - so ging Holtby schon jetzt zu den Spurs, Bastos kam für die Offensive neu hinzu. Gegen das Schlusslicht aus Fürth taten sich die Knappen im ersten Abschnitt enorm schwer, die auf fünf Positionen veränderten Franken machten die Räume eng und standen tief. So gab es zur Pause noch keine Tore zu bestaunen, garniert wurde die Leistung von S04 mit vereinzelten Pfiffen. Gleich nach Wiederbeginn jedoch drehte sich die Stimmung in der Arena, denn Bastos ließ seinen linken Fuß sprechen. Der Brasilianer drosch vom linken Strafraumeck das Leder schnurstracks ins lange Eck und ließ die SpVgg kurze Zeit taumeln. Doch im Gegensatz zu den zurückliegenden Spielen brach die Büskens-Elf nicht auseinander, sondern kam durch Klaus zum überraschenden 1:1. Danach stand das Spiel auf des Messers Schneide - die Schalker trafen den Pfosten, die Fürther konterten mehrfach gefährlich. Den entscheidenden Vorstoß setzte Djurdjic, der in der Nachspielzeit - aus einer Abseitsposition - den Siegtreffer köpfte.

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Fortuna schafft die Trendwende - dank Kruse

Die Düsseldorfer hatten zuletzt unter wenig Durchschlagskraft in der Offensive und enormer Durchlässigkeit in der Defensive zu leiden. Gegen den VfB Stuttgart war davon aber in den ersten 45 Minuten gar nichts zu merken. Die Fortunen störten aggressiv und gingen durch zwei Tore von Kruse in Führung. Den Stuttgarter, die sich zuletzt über die Vertragsverlängerung von Bruno Labbadia bis 2015 freuen durften, fielen im ersten Abschnitt besonders im Vorwärtsgang wenig ein. Darüber hinaus leisteten sie sich leichte Fehler im Aufbau. Nach der Halbzeitpause wurde das Spiel der Schwaben etwas zielstrebiger, vor allem Traore machte über links Betrieb. Nach einer Flanke des Nationalspielers aus Guinea markierte Gentner den Anschlusstreffer und verlieh dem VfB neue Hoffnung. Die Schwaben erhöhten nun mächtig die Schlagzahl, so dass sich die Meier-Elf kaum mehr befreien konnte. Dann aber leistete sich Tasci einen gefährlichen Querschläger, der bei Fink landete und der Düsseldorfer schoss gegen einen nicht glücklich agierenden Keeper Ulreich zum 3:1 ein.

Gomes hält - Volland trifft doppelt

Hoffenheims Gomes kassierte ein frühes 0:1, doch dann jubelte der Keeper zweimal umso ausgelassener.
Hoffenheims Gomes kassierte ein frühes 0:1, doch dann jubelte der Keeper zweimal umso ausgelassener.
© Getty Images

Bei der TSG Hoffenheim rissen die Turbulenzen in der vergangenen Woche, die den Absturz auf Platz 17 mit sich brachte, nicht ab. Zuletzt wurde Torwart Gomes von Tottenham verpflichtet, Stammkeeper Wiese wurde von Trainer Marco Kurz aus der Schusslinie genommen - und so verfolgte der Ex-Bremer das Spiel von der Tribüne aus. Sein Kollege im TSG-Tor musste gegen die Freiburger schon nach vier Minuten hinter sich greifen und den Ball nach Kruses Führungstor aus dem Netz holen. Doch die Kraichgauer zeigten eine gute Reaktion und hatten in Person von Volland einen eiskalten Vollstrecker - mit einem Doppelpack im ersten Abschnitt drehte der Offensivspieler die Partie. In der zweiten Hälfte gingen die Hoffenheimer weiter aggressiv zu Werke und schafften in der Rückrunde den ersten Dreier.

Bei den Wölfen reißt der Faden

Die Wolfsburger wollten mit einem Heimsieg gegen den wiedererstarkten FC Augsburg die gefährdete Zone verlassen, doch der zweite Heimsieg unter dem neuen Coach Dieter Hecking wollte nicht klappen. Zunächst lief es für die Wölfe allerdings nach Plan, denn Naldo nickte nach einem Eckball wuchtig ein. Doch anstatt durch das Führungstor an Sicherheit zu gewinnen, verfielen die Niedersachsen zunehmend in Lethargie und kassierten prompt den Ausgleichstreffer durch Moravek. Danach riss bei den Wolfsburgern komplett der Faden, der FCA wurde mutiger, doch zu einem Auswärtssieg wie in Düsseldorf (3:2) reichte es für die Weinzierl-Elf nicht.

Petersen knackt Hannover

Doppelpack: Werders Nils Petersen (Mitte) erzielt das 2:0.
Doppelpack: Werders Nils Petersen (Mitte) erzielt das 2:0.
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Nach vier Spielen ohne Sieg und nur einem Punkt hat Werder Bremen den Negativlauf im Nordduell gegen Hannover gebrochen und einen verdienten Heimsieg gefeiert. Mit richtig viel Schwung legte Werder los. Gleich in den ersten Minuten hatte Bremen tolle Gelegenheiten, entweder stand die Latte im Weg oder Keeper Zieler, der gleich mehrmals erstklassig auf dem Posten war und einen frühen Rückstand verhinderte. Erst nach rund einer halben Stunde hatte sich Hannover etwas auf den Gegner eingestellt, hatte per Konter auch eigene Möglichkeiten. Nach dem Wechsel änderte sich wenig am Geschehen. Werder hatte weiterhin reichlich Chancen (Hunt scheiterte an Zieler, Schmiedebach rettete auf der Linie), aber Hannover blieb durch schnelle Gegenstöße ebenfalls gefährlich. Doch dann knackte Petersen den Gegner. Binnen drei Minuten musste sich der bis dahin starke Zieler gleich zwei Mal dem Stürmer geschlagen geben. Werder (25 Punkte) rückt durch das 2:0 nun wieder bis auf einen Zähler an Hannover ran.

Bilder zum 20. Spieltag
BVB bezwingt Bayer, Franken im Aufwind
Stefan Kießling
Verzweifelt

Im Topduell zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund erwischte den Werkself einen denkbar schlechten Start. Stefan Kießlings Verzweiflung macht schon alles deutlich, wie es in den Köpfen der Leverkusener im ersten Durchgang aussah.
© Getty Images

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03.02.13
 
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