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27.01.2013, 19:23

19. Spieltag: Hamburg siegt im Nordduell

München baut die Tabellenführung aus

Zum Abschluss des Spieltags gewann der FC Bayern in Stuttgart. Vorher siegte der HSV im Nordderby gegen Bremen. In den beiden Derbys am Samstag jubelten die Heimteams: Hannover brachte ein schmeichelhaftes 2:1 gegen Wolfsburg in Unterzahl über die Zeit, Gladbach siegte gegen Düsseldorf. Im Tabellenkeller kletterte Augsburg durch das 0:0 gegen Schalke auf den Relegationsplatz, Hoffenheim rutschte nach dem 1:2 in Frankfurt auf Rang 17 ab. Für Fürth wird es nach dem 0:3 gegen Mainz langsam düster. Am Abend trennten sich Freiburg und Leverkusen 0:0, zum Auftakt gewann der BVB 3:0 gegen Nürnberg.

Der FC Bayern lässt sich auch in Stuttgart nicht stoppen. Torjäger Mandzukic nimmt die Gratulationen der Kollegen gerne an.
Der FC Bayern lässt sich auch in Stuttgart nicht stoppen. Torjäger Mandzukic nimmt die Gratulationen der Kollegen gerne an.
© picture allianceZoomansicht

Am Ende war es eine klare Sache für den Spitzenreiter. Der FC Bayern gewann den Südschlager in Stuttgart mit 2:0. Der VfB hielt lange gut mit und hatte im ersten Durchgang sogar Pech, als Harniks Kopfball am Pfosten landete. Doch in der zweiten Häfte leitete ein kapitaler Fehler von Stuttgarts Molinaro die Münchner Führung ein. Nach Mandzukics Treffer erhöhte Müller, ehe Harnik gelb-Rot sah. In Unterzahl hatten die Schwaben keine Chance mehr und fanden sich mit der Niederlage ab. Mit dem achten Auswärtssieg im neunten Spiel auf fremden Platz - nur in Nürnberg gaben die Münchner Punkte ab - baute das Team von Trainer Jupp Heynckes die Tabellenführung aus.

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Aufregendes Nordduell

Im packenden Nordderby bezwang Hamburg am Samstag Bremen nicht unverdient mit 3:2. Werder hatte nach früher Führung alles im Griff, ehe der HSV nach einer Einzelaktion Mitte des ersten Durchgangs zurück im Spiel war. Ein Doppelschlag des Liga-Dinos kurz nach Wiederanpfiff sowie der postwendende Anschlusstreffer und etliche Ausgleichschancen der Gäste sorgten zunächst für große Unterhaltung. Ab Mitte des zweiten Durchgangs passierte kaum mehr etwas, ehe mit Fritz und Arnautovic zwei Werderaner vorzeitig duschen durften.

Düsseldorf wacht im "Ersatzderby" zu spät auf

Patrick Herrmann trifft nach Vorlage von de Jong
Gladbach jubelt im "Ersatzderby": Patrick Herrmann nutzte eine De-Jong-Vorlage zum 2:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Derby? Damit verbindet man in Mönchengladbach eher die Duelle mit dem derzeit zweitklassigen 1. FC Köln. Die Bedeutung der Partie gegen Fortuna Düsseldorf wurde von Gladbacher Seite im Vorfeld der Partie heruntergespielt. Um Revanche ging es für den VfL am Samstagnachmittag nach dem 0:0 in der Hinrunde und dem 0:1 n.V. im Pokal (jeweils in Düsseldorf) dennoch. Bei der Fortuna debütierte Neuzugang und Hoffnungsträger Latka in der Innenverteidigung, seinem Abwehrkollegen Juanan unterlief beim ersten Düsseldorfer Auftritt in Gladbach seit 16 Jahren schon in der sechsten Minute ein folgenschwerer Lapsus. Eigentor, 0:1. Herrmann machte den Traumstart für die Hausherren nach knapp einer Viertelstunde perfekt, die Borussia steuerte gegen harmlose Gäste auf ihren 400. Bundesliga-Heimsieg zu. Die Fortuna kam allerdings konzentrierter aus der Kabine und durch einen Handelfmeter zum schnellen Anschlusstor. Nun waren die Düsseldorfer drin im Spiel und gingen endlich mit Leidenschaft zu Werke. Dem Ausgleich kamen die Gäste gleichwohl nicht wirklich nahe, vielmehr verhinderten die Latte und Giefer (mehrfach im Privatduell mit Arango) in der Schlussphase den dritten Gegentreffer. Am Ende blieb es beim 2:1.

Pocognoli fliegt beim Debüt - 96 zittert sich über die Zeit

Das erste Tor des Nachmittags fiel in Hannover: Abdellaoue nutzte Kjaers Schlafmützigkeit an der Seitenlinie gnadenlos aus, Wolfsburg lag bei Dieter Heckings Rückkehr an alte Wirkungsstätte (2006-2009) früh hinten. Sein Team ließ sich davon nicht beirren: Der VfL dominierte das Niedersachsen-Duell klar, agierte vor dem Tor aber zu umständlich. Bei zwei Fast-Eigentoren war 96 zudem mit Fortuna im Bunde. Die Premiere von Neuzugang Pocognoli misslang indes gründlich, nach rüdem Einsteigen mit hohem Bein gegen Fagner sah der belgische Nationalspieler Rot (34.). Doch was passierte? Diouf nutzte Hannovers zweite Chance zum zweiten Tor und stellte den Spielverlauf endgültig auf den Kopf. Zur Pause blieb Unsicherheitsfaktor Kjaer bei den Gästen draußen, der eingewechselte Madlung verkürzte nach einer Ecke umgehend zum 1:2. In Überzahl drängten die Wolfsburger natürlich mit aller Macht auf den Ausgleich. Jedoch ließen sie entweder die Durchschlagskraft vermissen oder scheiterten am mehrmals glänzend reagierenden Ziegler. So rettete 96 den schmeichelhaften Erfolg über die Zeit und wehrte damit den Angriff der Wolfsburger ab, die mit einem Auswärtssieg am Landesrivalen hätten vorbeiziehen können. Dicker Wermutstropfen für Hannover: Innenverteidiger Eggimann brach sich den Knöchel und fällt lange aus.

0:3 gegen Lieblingsgegner Mainz: Gehen in Fürth schon die Lichter aus?

Hinein in den Abstiegskampf: Für die SpVgg Greuther Fürth wird es am Tabellenende indes immer düsterer. Auch im zum "Schlüsselspiel" erklärten Duell gegen Lieblingsgegner Mainz, bei dem der Aufsteiger in der Hinrunde den einzigen Dreier eingefahren hatte, gelang den Franken nicht der ersehnte erste Heimsieg. Nach schwacher erster Hälfte brachte Torjäger Szalai per Billardtor den 3:0-Erfolg des FSV auf den Weg, zu dem der Ungar noch einen weiteren Treffer beisteuerte. Mainz klettert auf Rang fünf. Fürth blieb vor allem in der Offensive wieder einmal alles schuldig, daran änderte auch das Debüt des eingewechselten Neuzugangs Djurdjic nichts. In der Abstiegszone schwimmen den Fürthern die Felle zunehmend davon. Nur fünf Teams hatten in der Bundesliga-Historie nach 19 Spieltagen neun Punkte - wie jetzt Fürth - oder weniger auf dem Konto - alle stiegen ab.

Adam Szalai
Saisontreffer Nummer zehn und elf: Adam Szalai brachte den Mainzer Auswärtssieg in Fürth auf den Weg.
© Getty Images

Augsburger Achtungserfolg gegen Schalke verweist Hoffenheim auf Platz 17

Ein weiteres Lebenszeichen gab hingegen der FC Augsburg ab, der Schalke an den Rand einer Niederlage brachte. Letztlich verhinderte die schwache Chancenverwertung jedoch den verdienten Heimsieg der Schwaben, bei denen die beiden Südoreaner Ji und Koo sich als ständige Gefahrenherde auszeichneten. Mölders scheiterte im zweiten Durchgang zudem am Pfosten. So musste sich der FCA letztlich mit einem torlosen Remis begnügen, kann aus der Leistung gegen den Champions-League-Teilnehmer aber sicher neues Selbstvertrauen ziehen - zumal der Punkt reichte, um die direkten Abstiegsplätze zu verlassen! Für Schalke, bei dem die angedachte Verpflichtung von Lyons Bastos offenbar nur noch an der Ablösesumme hängt, bedeutete das Remis einen Rückschlag auf dem Weg zum Saisonziel Champions-League-Qualifikation. Im Übrigen spielte Schalke nach fast zwei Jahren (und insgesamt 65 Spielen) in der Liga erstmals wieder 0:0.

Tabellenrechner 1.Bundesliga

Nach dem Augsburger Punktgewinn findet sich 1899 Hoffenheim seit Samstag erstmals auf einem direkten Abstiegsplatz wieder. Bei Eintracht Frankfurt lieferten die Kraichgauer, bei denen der am Freitag verpflichtete Polanski genauso debütierte wie der Peruaner Advincula, dabei phasenweise eine ansprechenden Auftritt ab. Den Ausgleich von Volland hatten sich die Gäste im zweiten Durchgang redlich verdient (65.). Nur: Er hielt bloß zwei Minuten. Als Wiese nach einer Ecke durch den Fünfmeterraum irrte, bedankte sich Aigner mit dem 2:1-Siegtreffer für die Eintracht, die durch Lanig vor der Pause in Führung gegangen war und durch den Sieg Platz vier untermauerte. Trapp bot im Tor der Frankfurter erneut eine ganz starke Vorstellung.

Einem guten Abendspiel in Freiburg fehlen nur die Tore

Im Abendspiel lieferten sich Freiburg und Leverkusen einen intensiven und unterhaltsamen Vergleich, dem einzig die Tore fehlten. Die beiden starken Abwehrreihen machten den Offensivabteilungen das Leben schwer und wussten mit Baumann, der bereits zum zehnten Mal in dieser Saison kein Gegentor zuließ, und Leno zudem zwei glänzend aufgelegte Torhüter hinter sich. Und wenn diese einmal geschlagen waren, rettete das Aluminium: Bei Rosenthals Volleyschuss in der ersten Hälfte (17.) genauso wie bei einem von Rolfes noch abgefälschten Ball (52.) und einem Flachschuss von Schürrle (71.). Am Ende blieb es bei der gerechten Punkteteilung, die Freiburgs Negativserie in Heimspielen gegen Bayer (zuletzt vier Pleiten in Folge) beendete. Der Sportclub bleibt im Dunstkreis der Europacup-Plätze, Leverkusen eroberte durch das Remis Platz zwei von Borussia Dortmund zurück.

Blaszczykowski läuft kurz heiß

Doppelpack: Jakub Blaszczykowski benötigte nur drei Minuten.
Doppelpack: Jakub Blaszczykowski benötigte nur drei Minuten.
© Getty ImagesZoomansicht

Der BVB hatte am Freitagabend die bisher mit 14 Punkten etwas magere Heimbilanz gegen Nürnberg aufpoliert und einen glatten Dreier eingefahren. Der 3:0-Sieg war zwar hochverdient, nahm aber aus Nürnberger Sicht einen etwas ärgerlichen Anfang. Lewandowski hatte die ersten Chancen der Partie, aber auch Nürnberg hatte eine Doppelchance. Und ein strittiger Elfmeter wurde in der Folge zur Vorlage der Dortmunder Führung. Blaszczykowski blieb cool und verwandelte. Nur drei Minuten später erhöhte der Pole auf 2:0. Eine Nürnberger Reaktion auf den Rückstand blieb aus, die Franken waren einfach zu harmlos und auch nicht bissig genug.

Dortmund spielte nicht mit letzter Konsequenz auf das 3:0, verpasste daher einen deutlich höheren Erfolg (Reus hätte beispielsweise erhöhen müssen), brachte das Spiel aber letztlich ungefährdet über die Ziellinie. Erst in der Schlussphase wurde es Lewandowski zu bunt und er hämmerte das Leder unter die Latte zum 3:0-Endstand. Für Nürnberg bleibt es dabei: In Dortmund gibt es nichts zu holen. Bei den letzten sechs Auftritten traf der Club noch nicht mal mehr ins gegnerische Tor. Außer Spesen also wieder nichts gewesen. Dagegen freute sich der Ex-Nürnberger Ilkay Gündogan: "Wir haben jetzt zwei sehr ordentliche Spiele gemacht."

Bilder zum 19. Spieltag
HSV im Derby-Glück, FCB überlegen
Musikerin im Stuttgarter Stadion.
Tonangebend...

... waren die Gastgeber aus Stuttgart im Grunde nur vor dem Anpfiff, als eine Marching-Band für Unterhaltung sorgte. Im Spiel zeigte sich der FC Bayern als unüberwindbares Hindernis.
© Getty Images

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27.01.13
 
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