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19.01.2013, 13:10

Slomka: Für einen Bundesligatrainer ein "Desaster"

"Wie soll man dieses Spiel bewerten?"

Diese Frage stellte sich unweigerlich nach dem 5:4-Wahnsinn am Freitagabend für den neuen Schalker Coach Jens Keller. Vorausgegangen war eine durchwachsene erste Hälfte - und ein spektakulärer zweiter Durchgang mit sage und schreibe acht Toren! Während S04 dem vogelfreien Treiben noch etwas Positives - sprich drei Punkte - abgewinnen konnte, war Hannovers Trainer Mirko Slomka restlos bedient.

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Höwedes, Hildebrand und Keller
Erklärungsbedarf: Jens Keller lässt sich das Spektakel von Kapitän Benedikt Höwedes und Keeper Timo Hildebrand schildern.
© imago Zoomansicht

Schalke gegen Hannover: Es sollte die Art von Partie werden, die die Zuschauer von den Sitzen reißt und für ungläubiges Kopfschütteln auf den Trainerbänken sorgt. "Als Trainer sitzt du da draußen und verstehst die Welt nicht mehr", räumte Keller ein. Auch der zerknirschte Slomka fühlte sich von den Akteuren regelrecht gefoltert. "Für einen Bundesligatrainer, der strategisch denkt, war es ein Desaster."

Dabei hatte alles relativ harmlos begonnen in der Schalker Arena. Die Gelsenkirchener wirbelten zwar in den Anfangsminuten, waren sichtlich bemüht, die Negativschlagzeilen der letzten Wochen vergessen zu machen. Doch bis zum Treffer von Farfan kurz vor der Pause tat sich nicht mehr viel auf dem Platz. Vorausgegangen war eine langer Einwurf von Christian Fuchs, der Peruaner stand nach unfreiwilliger Kopfballverlängerung von Eggimann sträflich frei. "Konstantin Rausch war für Farfan eingeteilt", schimpfte Slomka. "Wir wussten doch, dass bei weiten Einwürfen der Schalker immer Gefahr droht."

zum Spielbericht

Damit war der Bann gebrochen, in der zweiten Halbzeit hieß es hüben wie drüben: Feuer frei! Mal half der Zufall, wie beim 2:0 von Draxler, als der Ball genau in den Lauf von Vorbereiter Holtby sprang. Oder beim Anschlusstreffer von da Silva Pinto - Neustädter hatte entscheidend abgefälscht. Eine anständige Portion Schlafmützigkeit kam aber auch hinzu: Djourou blieb beim 2:4 einfach in der Mitte stehen, anstatt Marica anzugreifen. Fuchs ließ sich beim 2:2 und 4:3 auf links düpieren, was auch Keller nicht verborgen blieb: "Auf der linken Seite hatten wir in der Defensive Probleme."

So ein Spiel habe ich noch nie erlebt. Ciprian Marica UND Jan Schlaudraff unisono nach dem 5:4.

Den spektakulären Schlusspunkt setzte Mame Diouf mit einem Fallrückzieher aus 16 Metern - doch das Kunststück kam zu spät, Sekunden danach pfiff Referee Deniz Aytekin die Partie ab. Das Fazit von Slomka: "Wir haben viel zu viele individuelle Fehler gemacht. Es ist schon ein bisschen Wahnsinn. Wenn man vier Tore auf Schalke schießt, muss man am Ende eigentlich mindestens einen Punkt, wenn nicht gar drei Zähler mitnehmen."

Mirko Slomka
Szenen eines Wechselbads: Mirko Slomka zwischen Freude...
© imago Zoomansicht
Mirko Slomka
...und Enttäuschung.
© imago Zoomansicht

Vier Schalker Gegentore - wird da auch die Torwartfrage wieder neu entfacht? Wohl kaum. Kurioserweise waren sowohl Ron-Robert Zieler als auch Timo Hildebrand bei allen Treffern chancenlos. Der Schalker Schlussmann, der die ersten drei richtigen Torschüsse der 96er passieren lassen musste, war dennoch erleichtert über den Sieg, befand aber auch: "Wir können nicht jedes Mal fünf Tore erzielen, um zu gewinnen."

Immerhin, der Rückrundenstart ist geglückt, die drei Punkte sind im Sack. Was auf Schalker Seite bleibt: eine Mischung aus Freude und Ungläubigkeit. "Am Ende haben wir alle gelacht und den Kopf geschüttelt", gab Hildebrand zu. "Jedes Wochenende muss ich das allerdings nicht haben."

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© Getty Images

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19.01.13
 

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weitere Infos zu Keller

Vorname:Jens
Nachname:Keller
Nation: Deutschland
Verein:FC Schalke 04

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