Zum Abschluss des 18. Spieltages feierte der Tabellenvorletzte FC Augsburg bei Aufsteiger Düsseldorf den ersten Auswärtssieg dieser Saison und schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf. Von den FCA-Neuzugängen begann wie erwartet lediglich Ji in der Offensive, Parkhurst saß erstmal auf der Bank. Jentzsch fühlte sich noch nicht fit, Manninger hütete daher das Tor des FCA. Fortunas Trainer Norbert Meier verzichtete derweil gänzlich auf Neuzugänge in der Startelf. Immerhin schafften es Omae und Tesche auf die Bank.
Gastgeber Düsseldorf machte in Hälfte eins deutlich weniger als die Augsburger, die mutig den Weg nach vorne suchten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten gefällig auftraten. Der Mut der Schwaben zum Offensivspiel wurde denn auch belohnt. Bei einem langen Ball waren sich Juanan und Giefer uneins, wer klären soll. Der Spanier köpfte dann seinem Keeper durch die Beine, Mölders war der lachende Dritte und schob locker ins leere Tor ein. Fast mit dem Pausenpfiff erhöhte Koo aus spitzem Winkel sogar auf 2:0 für den FCA. Nach Wiederanpfiff hatte Düsseldorf ein optisches Übergewicht, aber das Visier nicht exakt genug eingestellt. Dafür leistete sich Torwart Giefer einen großen Fauxpas und schoss nach einem Rückpass FCA-Stürmer Mölders ans Hinterteil, von wo der Ball zum 3:0 über die Linie ging (71.). Reisinger gelang zwar noch ein Doppelpack zum 2:3, konnte die dritte Heimniederlage aber nicht mehr verhindern.
Nürnbergs neues Trainergespann Michael Wiesinger/Armin Reutershahn musste sich beim Debüt gegen den HSV mit einem am Ende glücklichen Remis zufrieden geben. Die Partie hatte in Hälfte eins insgesamt ein schwaches spielerisches Niveau. Nürnberg - mit Pekhart im Angriff statt Polter, aber ohne Kiyotake - war bissiger, zweikampfstärker und hatte gegen harmlose Hamburger zwei gute Gelegenheiten, in Führung zu gehen. HSV-Coach Fink musste schon vor der Pause zweimal wechseln. Mancienne hatte sich am Sprunggelenk verletzt, Arslan wandelte nah am Platzverweis. Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Hanseaten munterer, setzten den FCN früher unter Druck und investierten mehr ins Offensivspiel. Rudnevs aber vergab freistehend, Pinolas Rettungstat landete am eigenen Pfosten. Nürnberg leistete sich zu viele einfache Fehler, kam kaum mehr konstruktiv in des Gegners Hälfte und war hinten nicht sattelfest. Logische Folge war Rudnvs Kopfball zum 1:0 für den HSV (70.). Nun wachte der FCN auf, antwortete wütend und kam prompt durch Pekhart zum Ausgleich (75.). In der Schlussphase hatte der HSV die klar besseren Chancen, scheiterte aber am guten FCN-Torhüter Schäfer und am Pfosten.

Borussia Dortmund ist im Samstagabendspiel genauso wie die Konkurrenten aus Leverkusen und München erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Der deutsche Meister feierte einen ungefährdeten 5:0-Auswärtsieg bei Werder Bremen und zeigte phasenweise sehr viel Spielfreude. Reus brachte die Borussia mit einem raffinierten Freistoß in Front, Götze legte durch einen leicht abgefälschten Schuss noch in der ersten Halbzeit zur beruhigenden 2:0-Führung nach. Die Bremer fanden im ersten Abschnitt offensiv kaum statt und mussten die erhoffte Aufholjagd auch nach dem Seitenwechsel schnell ad acta legen, denn Dortmunds Santana köpfte nach einer Ecke das alles entscheidende 3:0. In der Folge konnten die Borussen das Spiel gemächlich nach Hause fahren, doch immer wenn sie das Tempo anzogen stürzten sie die Werder-Defensive in Verlegenheit. So wie beim 4:0 durch Lewandowski oder beim letzten Tor des Tages, das der eingewechselte Blaszczykowski markierte. Der im Winter verpflichtete Sahin bekam von BVB-Trainer Jürgen Klopp in der 84. Minute die Chance, wieder Bundesliga-Luft zu schnuppern.

Am Samstagnachmittag trat der FC Bayern als souveräner Spitzenreiter gegen das Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth an und fuhr einen ungefährdeten Erfolg ein. Die Münchner hatten im ersten Abschnitt mitunter über 80 Prozent Ballbesitz und schnürten die Franken förmlich ein. Richtig viele Chancen sprangen dabei allerdings nicht heraus, so dass der Führungstreffer der Heynckes-Elf mit gütiger Mithilfe von SpVgg-Keeper Hesl fiel, der einen Mandzukic-Schuss durch die Finger rutschen ließ. Im zweiten Abschnitt war es erneut der kroatische Mittelstürmer, der den Fürthern den nächsten Treffer einschenkte. Nach einer Kroos-Ecke köpfte er den 2:0-Endstand und markierte damit seinen elften Saisontreffer. Nach diesem Tor schaltete die Heynckes-Elf deutlich zurück, die Fürther verharrten in ihrer defensiven Ausrichtung und fügten sich klaglos in die Niederlage.
Das Topspiel des 18. Spieltags fand in Leverkusen satt, wo die zweitplatzierte Bayer-Elf die Frankfurter Eintracht empfing, die auf Rang vier rangiert. Bevor die Leverkusener im ersten Abschnitt zwei Tore durch Abwehrmann Boenisch und Torjäger Kießling erzielten, fielen Teile der Frankfurter Fans negativ auf, also sie Pyro-Technik abbrannten und Raketen aufs Spielfeld schossen. Schiedsrichter Stark unterbrach nach rund 15 Minuten die Partie für insgesamt sieben Minuten. Als Stark das Spiel wieder fortsetzen ließ, gab es keine Zwischenfälle mehr. Nach dem Seitenwechel offenbarte die Mannschaft des Trainerduos Lewandowski/Hyypiä weiterhin die größere Effektivität - Schürrle hämmerte das Leder präzise zum 3:0 in die Maschen und sorgte damit endgültig für klare Verhältnisse. Zwar erzielte der Frankfurter Torjäger Meier noch den Anschlusstreffer, doch sein zwölfter Saisontreffer zum 3:1-Endstand war nur Ergebniskosmetik.
Der VfL Wolfsburg verpflichtete in der Winterpause Dieter Hecking als neuen Trainer und der ehemalige Nürnberger durfte sich gegen den VfB Stuttgart gleich über den ersten Sieg freuen. Die Wölfe besiegten den VfB Stuttgart mit 2:0. Nach ausgeglicher erster Hälfte traf der unbehelligte Diego mit einem platzierten Flachschuss ins linke Eck, wobei VfB-Keeper Ulreich nicht die allerbeste Figur machte. Ohne ihren Torjäger Ibisevic (Gelb-Sperre) versprühten die Schwaben wenig Durchschlagskraft in der Offensive, zudem nickte der Wolfsburger Abwehrmann Madlung eine Freistoßflanke zum 2:0 ins Stuttgarter Tor. Mit dem erst zweiten Heimsieg entfernen sich die Niedersachsen deutlich von den Abstiegsrängen, die Mannschaft von VfB-Trainer Bruno Labbadia, der laut Manager Fredi Bobic unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung steht, dagegen hängt im Niemandsland der Tabelle fest.
Auch Hoffenheim startete die Rückrunde mit einem neuen Trainer - Marco Kurz wurde verpflichtet, um die Aufholjagd Richtung Platz 15 zu starten. Die Kraichgauer, die mit 41 Gegentreffern in der Hinrunde zur "Schießbude der Liga" mutierten, fanden gegen Borussia Mönchengladbach gut in die Partie rein, doch ein Treffer wollte der TSG nicht gelingen. Die Gladbacher indes enttäuschten vor allem offensiv, erst in der 86. Minute schoss die Favre-Elf erstmals Richtung TSG-Keeper Wiese. Insofern schmeichelte die Nullnummer der Fohlen-Elf, die Kraichgauer können mit dem torlosen Remis wenig anfangen.

Mainz gegen Freiburg, Sechster gegen Fünfter, Kampf um die internationalen Startplätze. Das war die Ausgangslage, doch das Spiel hielt speziell im zweiten Abschnitt nicht das, was es versprach. War der erste Durchgang noch einigermaßen ansehnlich, verflachte die Partie nach dem Seitenwechsel immer mehr. Trauriger Höhepunkt war die Ampelkarte für den Mainzer Joker Parker, der binnen drei Minuten zweimal Gelb sah und vorzeitig duschen gehen konnte.

Das erste Bundesligaspiel für den Schalker Coach Jens Keller endete am Freitagabend mit einem turbulenten und unter dem Strich verdienten 5:4-Erfolg gegen 96. Nachdem die erste Halbzeit erst kurz vor der Halbzeitpause ein echtes Highlight durch Farfans Führungstreffer bereithielt, wurde die Partie im zweiten Abschnitt richtig rasant. Sechs Tore binnen 19 Minuten (49. Bis 68. Minute) unterhielten das Publikum in der geschlossenen Schalker Arena bestens, vor allem, weil die Schalker am Ende die Oberhand behielten. Nach Draxlers 2:0 schien das Spiel gegen bis dato offensiv harmlose Hannoveraner gelaufen zu sein, doch dann verfiel Schalke in einen kollektiven Tiefschlaf und kassierte den schnellen Ausgleich durch Pinto und Huszti. Postwendend erhöhten Höger und Marica wieder um zwei Tore, doch wieder war es Huszti, der die Slomka-Elf im Rennen hielt. In der Schlussphase warfen die Roten alles nach vorne, doch Farfan setzte den entscheidenden Konter und schenkte Holtby den Treffer zum 5:3. Der künftige Spieler von Tottenham war mit zwei Vorlagen und einem Treffer der auffälligste Akteur auf dem Platz. Den Schlusspunkt setzte Diouf mit dem Tor zum 5:4-Endstand.
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Bayern München | 46:7 | 45 |
| 2 | ![]() | Bayer 04 Leverkusen | 36:23 | 36 |
| 3 | ![]() | Borussia Dortmund | 40:20 | 33 |
| 4 | ![]() | Eintracht Frankfurt | 34:30 | 30 |
| 5 | ![]() | FC Schalke 04 | 32:29 | 28 |
| 6 | ![]() | SC Freiburg | 24:18 | 27 |
| 7 | ![]() | 1. FSV Mainz 05 | 24:21 | 27 |
| 8 | ![]() | Borussia M'gladbach | 25:26 | 26 |
| 9 | ![]() | Hamburger SV | 19:22 | 25 |
| 10 | ![]() | VfB Stuttgart | 21:30 | 25 |
| 11 | ![]() | Hannover 96 | 36:36 | 23 |
| 12 | ![]() | Werder Bremen | 28:34 | 22 |
| 13 | ![]() | VfL Wolfsburg | 19:27 | 22 |
| 14 | ![]() | Fortuna Düsseldorf | 22:25 | 21 |
| 15 | ![]() | 1. FC Nürnberg | 18:23 | 21 |
| 16 | ![]() | 1899 Hoffenheim | 23:41 | 13 |
| 17 | ![]() | FC Augsburg | 15:31 | 12 |
| 18 | ![]() | SpVgg Greuther Fürth | 11:30 | 9 |
| 1. Kießling, Stefan | Bayer 04 Leverkusen | ![]() |
| Spiele: 33 | Tore: 24 | |
| 2. Lewandowski, Robert | Borussia Dortmund | ![]() |
| Spiele: 30 | Tore: 23 | |
| 3. Ibisevic, Vedad | VfB Stuttgart | ![]() |
| Spiele: 29 | Tore: 15 | |
| 4. Mandzukic, Mario | Bayern München | ![]() |
| Spiele: 23 | Tore: 15 | |
| 5. Meier, Alexander | Eintracht Frankfurt | ![]() |
| Spiele: 30 | Tore: 15 | |