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03.01.2013, 13:30

DFL: Neuer Geschäftsführer stellt sich der Öffentlichkeit vor

Rettig: "Auf beiden Seiten Vertrauen schaffen"

Andreas Rettig, neuer Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) stellte sich am Donnerstag bei einem Pressegespräch der Öffentlichkeit vor. Ein großer Themenpunkt war dabei das Verhältnis zwischen Klubs und Verbänden auf der einen, sowie Fans auf der anderen Seite. Rettig begrüßte die anstehenden Gespräche, in denen es seiner Meinung nach vor allem darum geht, das in den letzten Monaten verspielte Vertrauen wieder herzustellen.

Andreas Rettig
Der neue DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig am Donnerstag bei der Pressekonferenz in Frankfurt (Main).
© picture allianceZoomansicht

Erst am Mittwoch hatte die Fan-Kampagne "12:12" verkündet, den Stimmungsboykott gegen das von der DFL verabschiedete "Konzept Sicheres Stadionerlebnis" nach der Winterpause nicht mehr fortführen zu wollen. "Nach der Winterpause gibt es von uns keinen Aufruf zu einem Stimmungsboykott. Wir werden uns auf Einladung von Herrn Rettig in den nächsten Tagen zusammensetzen und uns zunächst beschnuppern", sagte Sprecher Jan-Henrik Gruszecki einen Tag nach Neujahr.

"Ich freue mich, dass die Fanvertreter dieser Einladung gefolgt sind", sagte Rettig am Donnerstag bei seiner offiziellen Vorstellung in Frankfurt (Main). Allerdings warnte der 49-Jährige vor allzu hohen Erwartungshaltungen: "Aber wir wollen das tiefer hängen. Das wird nicht 'das' Gespräch, es werden noch weitere folgen. Wir wollen glaubwürdig sein und auf beiden Seiten Vertrauen schaffen", so Rettig. Die Fans dagegen gehen offensiver in die Treffen. Die dauerhafte Einstellung der Proteste sei auch davon abhängig, ob die Klubs bereits beschlossene mögliche Maßnahmen wie Reduzierung des Gästekontingents nicht in die Tat umsetzen.

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Rettig selbst setzt vor allem auf eine ruhige und professionelle Atmosphäre: "Wir dürfen nicht wieder den Fehler machen, das Gespräch zu einem Medienspektakel zu machen - das wäre fatal. Es ist kein Fangipfel, sondern ein Treffen auf Arbeitsebene. Also das, was wir immer wollten", sagte Rettig. Bereits bei seiner Berufung zum DFL-Geschäftsführer Ende Oktober wünschte sich Rettig eine "verbale Abrüstung" und machte den Fan-Vertretern etliche Gesprächs-Angebote.

Rettig will Talente fördern - auch an den Schulen

Daneben wendete Rettig den Blick auf die Nachwuchsförderung in der DFL und mahnte eine verbesserte Betreuung der Jugendlichen an: "Wir laden unseren Jugendspielern sehr viel in den Rucksack", sagte er: "Wir müssen dieser neuen Qualität der Belastung Rechnung tragen".

Dies könnte zum Beispiel durch die Verankerung von verpflichtenden Fortbildungen in den Arbeitsverträgen geschehen. "Das ist zumutbar", sagte Rettig: "Auch das gehört zur Aufgabe eines Verbandes." Denkbar seien Sprach- oder IT-Kurse. Ziel sei dabei nicht die hochbezahlte Elite des Fußballs. "Die, die am Ende ein Problem haben könnten, sollten wir zu ihrem Glück zwingen", sagte Rettig.

Rettig wendete seinen Blick allerdings auch über den Tellerrand hinaus und bemängelte allgemeine Defizite der Gesellschaft im Verhältnis zum Sport: "Der Sport muss eine viel größere Bedeutung in unserem Land bekommen - dafür müssen wir gemeinsam mit dem Deutschen Fußball Bund werben", konstatierte Rettig.

So könnte die DFL zum Beispiel an den Schulen aktiv werden: "Es ist erschreckend, was im Schulsport passiert", kritisierte Rettig: "Wir haben Tausende arbeitslose Fußballtrainer - können wir die nicht mal in die Schulen schicken?", fragte Rettig und kündigte ein Pilotprojekt der DFL an.

Andreas Rettig begann seine Karriere als Fußball-Funktionär bei Bayer Leverkusen. In verschiedenen Ämtern war der gebürtige Leverkusener zwischen 1989 und 1998 aktiv. Weitere Stationen waren der SC Freiburg, der 1. FC Köln sowie der FC Augsburg. Seit dem Jahr 2007 ist er zudem für verschiedene Aufgaben bei der DFL zuständig, zuletzt als Vorsitzender der DFL-Kommission für die Leistungszentren.

03.01.13
 
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