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28.12.2012, 17:00

Wolfsburg: Perisic und de Bruyne im Visier?

Hecking: "Natürlich schauen wir nach oben"

Am Freitag stellte der VfL Wolfsburg seinen neuen Trainer Dieter Hecking offiziell auf einer Pressekonferenz vor. Der 48-Jährige, der kurz vor Weihnachten vom 1. FC Nürnberg zu den Niedersachsen gewechselt war, erhält bei den Wölfen einen Dreieinhalbjahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2016. Ob Hecking zum Trainingsauftakt neue Spieler begrüßen kann, steht noch nicht fest.

Dieter Hecking und Klaus Allofs
Das sportliche Führungsduo beim VfL Wolfsburg: Der neue Trainer Dieter Hecking (li.) und Manager Klaus Allofs.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Ende ging alles recht schnell. Am Donnerstag vor Weihnachten kontaktierte Klaus Allofs den damaligen Trainer des 1. FC Nürnberg, Dieter Hecking, der zu dieser Zeit bereits in seinem Wohnort Bad Nenndorf weilte. Noch am gleichen Tag traf sich der Wolfsburger Manager mit seinem Wunschkandidaten. Nach einem "langen und intensiven Gespräch", bei dem beide Seiten ihre gegenseitigen Vorstellungen abklopften, nahm der Wechsel an Fahrt auf.

Fast zeitgleich informierten Hecking und Allofs den Club und dessen Sportvorstand Martin Bader über das Meeting. Und nach einer sowohl für Hecking als auch Allofs "schlaflosen Freitagnacht" reifte bei dem Fußball-Lehrer am vergangenen Samstagmorgen die Entscheidung, seinen Vertrag in Nürnberg aufzulösen und nach Wolfsburg zu wechseln.

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"Ich hatte mit Klaus ein sehr, sehr gutes Gespräch. Wir haben uns sehr konstruktiv ausgetauscht", beschrieb Hecking den ersten Kontakt. Zwei Gründe seien dann für die Entscheidung pro Wolfsburg ausschlaggebend gewesen. Einerseits das Gefühl, dass "Klaus mich auf jeden Fall will", und andererseits die berechtigte Hoffnung, dass "die gemeinsamen Sachen, die man erreichen kann und will, auch einen gemeinsamen Nenner haben". Sonst hätte er den Club nicht verlassen, wie Hecking betonte: "Die Aufgabe in Nürnberg war klasse, ich gehe mit einem weinenden Auge, das möchte ich hier noch einmal betonen", bekräftigte Hecking, der auf den Tag genau drei Jahre am Valznerweiher erfolgreich arbeitete. Allerdings machte Hecking erneut keinen Hehl daraus, dass auch private Gründe eine nicht unbedeutende Rolle gespielt haben: "Ich bin Westfale, aber seit mehr als 17 Jahren hier in Niedersachsen heimisch. Einer meiner Gründe war, wieder nach Hause zu kommen", meinte Hecking.

Die Länge des Vertrags zeigt, wie groß unser Vertrauen in Dieter Hecking ist. Wir wollen damit ein Zeichen für Stabilität und Kontinuität setzen.Klaus Allofs zu Dieter Hecking

Auch Allofs legte seine hauptsächlichen Gründe für die Wahl von Hecking offen. Von dem neuen Trainer erhoffe er sich einerseits eine neue Stabilität auf dem Trainerposten: "Die Länge des Vertrags zeigt, wie groß unser Vertrauen in Dieter Hecking ist. Wir wollen damit ein Zeichen für Stabilität und Kontinuität setzen", so der 56-Jährige. Ein verständlicher Wunsch, immerhin ist Hecking bereits der sechste Trainer seit dem überraschenden Meistertitel im Jahr 2009.

Zweitens soll mit Hecking der Nachwuchsbereich stärker in den Mittelpunkt rücken. "Wir wollen auch im Nachwuchsbereich etwas ändern, wollen auf eine stärkere Einbindung drängen. Wir wollen die Teams dafür mehr miteinander verzahnen" sagte der Ex-Bremer.

Und dafür sei Hecking laut Allofs "der richtige Mann am richtigen Ort". Denn bei seinen bisherigen Trainerstationen bewies Hecking ein glückliches Händchen mit Talenten. Nicht nur, aber vor allem in Nürnberg. Unter der Regie Heckings und Baders gelang etlichen Youngstern beim Club der Sprung vom Nachwuchsleistungszentrum in die Lizenzmannschaft. Ausgeliehene junge Spieler wurden beim Club an den Profibereich herangeführt. Namen wie Gündogan, Wollscheid, Schieber, Ekici oder auch Chandler und Plattenhardt stehen für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit.

Dass Hecking nun als "Weihnachtsgeschenk" in Wolfsburg gelandet ist, sei einzig und allein der Ausstiegsklausel geschuldet, die Bestandteil des Vertrags in Nürnberg gewesen sei. Ohne diese Klausel hätte Hecking vom Club "nie und nimmer" die Freigabe erhalten, er selbst hätte auch nicht auf eine Vertragsauflösung gedrängt. "Beide Seiten haben ihre Unterschrift unter dem Vertrag gesetzt, die Konstellation war einfach so. Durch die Klausel habe ich meinen Vertrag erfüllt, ohne sie wäre ich nicht gewechselt", sagte Hecking. Auch Allofs, der von der Klausel wusste, bestätigte, dass er ohne diese keine Anfrage an Nürnberg gestellt hätte.

Ein tolles Ziel für die Rückrunde wäre doch der Pokalsieg.Dieter Hecking

Hecking hat nun rund 14 Tage Zeit, sein neues Team auf die Rückrunde vorzubereiten. Die Realität heißt zunächst Abstiegskampf, wie Hecking anmerkte. "Wir sollten zuerst das Tagesgeschäft erledigen, die Tabelle lügt nicht", sagte er. "Ich bin mir aber zu 100 Prozent sicher, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Ob noch mehr geht, werden wir sehen", führt er weiter aus. Bei nur sieben Punkten Rückstand auf die internationalen Startplätze sei auch nach oben noch einiges möglich. "Wichtig ist ein guter Start, dann könnte sich eine positive Dynamik entwickeln", hofft Hecking. Und dann sei ja auch noch der Pokal-Wettbewerb: "Ein tolles Ziel für die Rückrunde wäre doch der Pokalsieg", sagte er.

Perisic und de Bruyne im Visier? - Trainingsauftakt am 3. Januar

Wie in Nürnberg dürfte Hecking in Wolfsburg auf ein 4:2:3:1-System setzen. Allerdings wollte er sich darauf nicht festlegen, sondern erst einmal die Mannschaft genau kennenlernen. Sofortige Neuverpflichtungen fordert er nicht, Hecking gilt gemeinhin als kein Freund von Winterneuzugängen. Allofs wollte allerdings nicht ausschließen, dass vielleicht bis Ende Januar personell noch was passiert.

Einer der Kandidaten soll Ivan Perisic sein. Der kroatische Nationalspieler wartet bei Borussia Dortmund noch auf seinen Durchbruch und ist mit seiner Situation unzufrieden. Das Interesse ist vorhanden, eine offizielle Anfrage wurde aber noch nicht gestellt. Allerdings öffnet das Transferfenster auch erst am 1. Januar 2013.

Und ab kommenden Sommer soll dann Kevin de Bruyne für den VfL Wolfsburg auflaufen. Allofs kennt den Belgier ziemlich gut, schließlich holte er ihn auf Leihbasis im Sommer vom FC Chelsea zu Werder Bremen. Der Leihvertrag an der Weser läuft Ende Juni 2013 aus, anschließend will Allofs den 21-Jährigen nach Wolfsburg lotsen. "Wenn sein Vertrag mit Werder Bremen am Saisonende ausläuft und die Möglichkeit besteht, ihn zu holen, dann werden wir das natürlich angehen. Ich halte ihn für einen sehr guten Spieler" sagte Allofs gegenüber dem Sportsender Sky. Marko Arnautovic dagegen soll kein Thema sein.

Am 3. Januar wird Hecking sein neues Team erstmals um sich versammeln. Noch am selben Tag geht es Richtung Türkei ins Trainingslager nach Belek. Am 12. Januar steht gegen Hertha BSC ein letztes Testspiel auf dem Programm, ehe eine Woche später zum Auftakt der Rückrunde der VfB Stuttgart seine Aufwartung in Wolfsburg macht.

28.12.12
 

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weitere Infos zu Hecking

Vorname:Dieter
Nachname:Hecking
Nation: Deutschland
Verein:VfL Wolfsburg

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Vereinsdaten

Vereinsname:VfL Wolfsburg
Gründungsdatum:12.09.1945
Mitglieder:19.500 (01.07.2013)
Vereinsfarben:Grün-Weiß
Anschrift:In den Allerwiesen 1
38446 Wolfsburg
Telefon: (0 53 61) 89 03 0
Telefax: (0 53 61) 89 03 15 0
E-Mail: fussball@vfl-wolfsburg.de
Internet:http://www.vfl-wolfsburg.de

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