Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

14.12.2012, 11:25

Hamburg: Über sechs Millionen Miese im Geschäftsjahr

Jarchow will durch Spielerverkäufe Kasse machen

Sportlich hat sich der Hamburger SV nach schwachem Saisonstart stabilisiert, die finanzielle Bilanz dagegen weist ein dickes Minus auf. Über 6,6 Millionen Euro fehlen dem Bundesliga-Dino im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12. Der Vorstands-Vorsitzende Carl Jarchow möchte die Zahlen nun durch Spielerverkäufe im Winter aufbessern.

Carl Jarchow
Der HSV-Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow musste Verluste vermelden und will diese durch Spielertransfers ausgleichen.
© imagoZoomansicht

Das Konzernergebnis des Hamburger SV ist zum zweiten Mal in Folge negativ. Nach einem Verlust von 4,87 Millionen Euro kommen nun im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 6,607 Millionen Euro hinzu. Diese Botschaft verschickte der HSV bereits am Mittwoch an seine Mitglieder.

"Diese Zahlen gehen natürlich nicht", wird Jarchow in der "Hamburger Morgenpost" zitiert: "Aber jeder weiß ja, welche Ausgangslage wir hier vorgefunden haben."

Wie Jarchow sagte, hat die Vereinsführung einen Verlust ungefähr in dieser Größenordnung eingeplant. Dafür verantwortlich waren unter anderem auch der hohe Transferaufwand in diesem Sommer und die Gehälter der Spieler. Durch Rückkehrer Rafael van der Vaart sowie Petr Jiracek und Milan Badelj konnten die Gehaltsausgaben nicht wie geplant gesenkt werden.

- Anzeige -

Im laufenden Geschäftsjahr versucht Jarchow nun, den Schuldenberg nicht noch größer werden zu lassen. "Wir arbeiten daran, dass das Minus in dieser Saison nicht so hoch ausfällt, aber das hängt auch von möglichen Verkäufen im Winter ab", sagte der 57-Jährige. Ein klarer Auftrag an Manager Frank Arnesen und Thorsten Fink, durch Transfers und Gehaltseinsparungen Geld in die Kassen zu spülen.

Und das sportliche Führungs-Duo hat bereits eine Streichliste von Spielern, die man abgeben würde, erstellt. Darauf stehen mit Reservekeeper Jaroslav Drobny, Verteidiger Slobodan Rajkovic und Mittelfeldmann Robert Tesche drei Akteure, die unter Fink mehr oder weniger keine Zukunft mehr haben.

Ilicevic, Kacar und Sala stehen zum Verkauf

Ob mit diesen Spielern allerdings die gewünschten Erlöse zu erzielen sind, erscheint zweifelhaft. Das Trio spielte aus unterschiedlichsten Gründen keine Rolle, Drobny und Rajkovic kamen in der Liga keine einzige Minute zum Zuge, Tesche auf vier Kurzeinsätze. Keine guten Bewerbungsunterlagen für potentielle Abnehmer. Dies gilt auch für den glücklosen Angreifer Marcus Berg, der in dieser Saison bisher ohne Treffer und Vorlage blieb.

Allerdings hat sich seit der Systemumstellung auf eine Raute im Mittelfeld auch die Situation einstiger Hoffnungsträger verändert. Dies gilt besonders für Ivo Ilicevic. Der technisch beschlagene und flinke Deutsch-Kroate, der gerne auf dem linken Flügel wirbelt, ist ein Verlierer der Umstellung. Nach seinem Muskelfaserriss im Spiel gegen Hannover 96 (1:0) verlor der 26-Jährige im überbesetzten Mittelfeld seinen Stammplatz, ein geplanter Neustart im Jahr 2013 erhielt durch die taktische Umstellung einen herben Dämpfer.

Unter der Situation im überbesetzten Mittelfeld leidet auch Jacopo Sala. Der hoch veranlagte Youngster kommt gegen die Konkurrenz nicht mehr zum Zuge, seit dem siebten Spieltag fristet er ein Dasein als Reservist. Gojko Kacar fand nach seiner schlimmen Knöchelverletzung zum Ende der Saison 2011/12 nicht mehr den Weg zurück in den Kader. Dies dürfte auch im neuen Jahr so bleiben, weshalb der Serbe sich ebenfalls nach einem neuen Arbeitgeber umschauen darf.

Skjelbred heißt der Gewinner der Raute

Doch wo Schatten ist, ist auch Licht. Auf der anderen Seite darf sich Per Skjelbred als Gewinner fühlen. Es ist noch nicht lange her, da galt das Aus des 25-jährigen Norwegers als beschlossene Sache. Nun allerdings scheint er in der Elb-Metropole endlich angekommen zu sein: "Halbrechts in der Raute", so Fink, "hat er seine ideale Position. Und auch nach der Rückkehr aller Leistungsträger will der Trainer den "Teamplayer" nun auf jeden Fall behalten.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 14.12., 12:50 Uhr
René Adlers Rückkehr
Zwölf Jahre lang hat René Adler für Bayer Leverkusen gespielt. Dann wagte er einen Neuanfang beim Hamburger SV und kehrte zu alter Stärke zurück. Am Wochenende schließt sich ein Kreis für den Schlussmann - es geht gegen seinen alten Arbeitgeber.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS
14.12.12
 

- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema

Vereinsdaten

Vereinsname:Hamburger SV
Gründungsdatum:29.09.1887
Mitglieder:72.700 (01.07.2013)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Anschrift:Sylvesterallee 7
22525 Hamburg
Telefon: (040) 41551887
Telefax: (040) 41551234
E-Mail: info@hsv.de
Internet:http://www.hsv.de

- Anzeige -

- Anzeige -