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16.12.2012, 19:24

Bayern verzweifeln an ter Stegen - S04 im tiefsten Winterfrust

BVB springt auf Platz 3 - Aufreger zum Ausklang

Hoffenheim wollte gegen Dortmund ein Lebenszeichen senden, doch der BVB siegte am Sonntag mit einer Durchschnittsleistung verdient 3:1. Im letzten Bundesliga-Spiel im Jahr 2012 teilten sich Bremen und Nürnberg beim 1:1 die Punkte. Am Samstag musste sich Rückkehrer Adler mit dem HSV in Leverkusen geschlagen geben. Das Kellerduell zwischen Fürth und Augsburg fand keinen Sieger. Für Wolfsburg ging gegen Frankfurt alles schief. Am Abend vertiefte Freiburg die schwere Schalker Krise. Am Sonntag wurde S04-Coach Huub Stevens entlassen. Zum Auftakt am Freitag kamen die Bayern gegen Gladbach nur zu einem 1:1.

Dortmunds Götze zielt durch Becks Beine und markierte das 1:0 gegen Hoffenheim.
Dortmunds Götze zielt durch Becks Beine und markierte das 1:0 gegen Hoffenheim.
© Getty ImagesZoomansicht

In der ersten Partie des letzten Hinrundenspieltags am Sonntagnachmittag holten die Dortmunder in Hoffenheim drei Punkte und gewannen ohne eine glänzende Partie abzuliefern verdient mit 3:1. Die Dortmunder beenden das Jahr in der Liga damit auf Rang drei, zum Spitzenreiter FC Bayern fehlen zwölf Punkte. Die TSG dagegen konnte auch im zweiten Spiel nach der Entlassung von Markus Babbel nicht punkten - dem 0:2 in Hamburg folgte nun die Heimniederlage gegen den BVB. Die von Interimstrainer Frank Kramer gut eingestellten Kraichgauer boten dem deutschen Meister etwa eine Stunde lang Paroli, doch schon im ersten Abschnitt mussten sie nach einer feinen Einzelleistung durch Götze einem Rückstand hinterherlaufen. Zwar glich Schipplock noch vor der Pause verdientermaßen aus, doch die Klopp-Elf reduzierte im zweiten Abschnitt die Fehlerquote im eigenen Passspiel und erhöhte damit merklich den Druck. Belohnt wurde dies durch die Treffer von Großkreutz zum 2:1 und Lewandowskis 3:1. Sein zehnter Saisontreffer mit links und aus spitzem Winkel war gleichzeitig der Endstand. Die Hoffenheimer bleiben auf dem Relegationsrang und haben mittlerweile auch schon sieben Zähler Rückstand zum 15. Platz. Zudem steht nun die Lösung der Trainerfrage an.

Club remis in Bremen: Petersen gleicht aus dem Abseits aus

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Im 153. und letzte Hinrundenspiel der laufenden Runde lief am Sonntagabend zwischen Werder Bremen und dem 1. FC Nürnberg alles auf Nullnummer hinaus, doch in der Schlussphase brachte erst Nürnberger Gebhart den Club in Front, ehe Petersen für die Bremer aus dem Abseits heraus den 1:1-Endstand besorgte. Im ersten Abschnitt hatten die Norddeutschen ein klares Übergewicht und genügend Chancen, um die Führung zu erzielen. In dieser Phase konnten sich die offensiv kaum stattfindenden Franken im Wesentlichen bei ihrem Torwart Schäfer bedanken, der an der Weser sein 200. Bundesligaspiel für den Club absolvierte und mehrmals in höchster Not rettete. Im zweiten Durchgang wagte die Hecking-Elf etwas mehr Vorwärtsgang, doch Feulner und Mak scheiterten. Diese Lichtblicke konnten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch in den zweiten 45 Minuten die Bremer das Spiel bestimmten. Insofern war der Ausgleich unter dem Strich mehr als gerecht für den SV Werder, doch das Zustandekommen war für die Franken mehr als bitter, denn Petersen fälschte den Ball kurz vor dem Abpfiff im Abseits stehend in die Maschen.

Kießling vermiest Adlers Rückkehr

Schürrle und Kießling
Torschützen vom Dienst: Andre Schürrle und Stefan Kießling von Bayer Leverkusen.
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Am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) kehrte HSV-Keeper René Adler nach Leverkusen zurück - es sollte kein besonders nettes Wiedersehen werden. Beinahe hätte es schon nach Sekunden geklingelt, Schürrle scheiterte aber nach dem Patzer von Badelj am Pfosten. Adlers Vorderleute hatten danach durchaus ihre Möglichkeiten (Rudnevs traf per Kopf den Pfosten), die Tore fielen aber auf der anderen Seite. Kießling (26.) und Schürrle (36.), der diesmal das Aluminium auf seiner Seite hatte, sorgten für einen behaglichen Vorsprung zur Pause. Als Kießling nach Abstoß von Leno (!) das 3:0 per Heber markierte (66.), waren die Norddeutschen endgültig geschlagen. Damit rückt die Werkself vor Weihnachten auf neun Punkte an Spitzenreiter FC Bayern heran.

Frankfurt stoppt Wolfsburgs Aufwärtstrend

Für den VfL Wolfsburg ging in der Anfangsphase gegen Frankfurt so ziemlich alles schief, was schiefgehen konnte - und so war auch diese Partie zur Halbzeit bereits so gut wie entschieden. Per Kopf netzte Meier zum elften Mal in dieser Saison ein (12.), nach einem üblen Tritt von Josué in Occeans Unterleib waren die Wölfe nur noch zu zehnt (16.) - und fingen sich nur Sekunden später das 2:0 durch Inui ein. Die Wölfe kamen in Unterzahl nicht zum Zug, vielmehr hätte Frankfurt die Partie vorzeitig entscheiden können. Letztlich fuhren die Hessen einen verdienten Sieg ein und liegen vor der Winterpause als Aufsteiger sensationell auf einem Champions-League-Platz.

In Mainz müllert's zweimal

Sowohl Mainz als auch Stuttgart hatten die internationalen Plätze vor der Partie im Blick. Die Rheinhessen in der ersten Hälfte offenbar etwas schärfer: Stuttgart kam nur selten in Strafraumnähe, allerdings hatten die Schwaben in der 33. Minute die beste Chance, als Müller VfB-Angreifer Ibisevic das Leder gerade noch vom Fuß stibitzte. Wesentlich prickelnder wurde es in Hälfte zwei. Harniks Kopfball legte sich Keeper Müller ins eigene Netz (48.). Halb so wild, denn sein Namenspendant Nicolai hatte einen Sahnetag erwischt. Der Mainzer stellte in der 55. Minute auf 1:1 und drehte mit seinem zweiten Treffer (71.) sogar die Partie. Der VfB warf nun alles nach vorne, jedoch ohne Erfolg. In der Schlussphase machte Soto mit dem 3:1 alles klar für die Tuchel-Elf.

Keller-Endspiel findet keinen Sieger

Letzter gegen Vorletzter - mehr Keller als Greuther Fürth gegen Augsburg ging wirklich nicht. Es waren keine zehn Minuten gespielt, da standen die Mittelfranken bereits unter Zugzwang, Mölders köpfte nach einem Freistoß sträflich frei ein. Das Kleeblatt wirkte danach engagiert, aber auch meist ziemlich ideenlos. Erst in Hälfte zwei wurden die Versuche konkreter und einer davon auch erfolgreich. Sobiech köpfte ein, nachdem Stiebers Flanke von der Latte direkt zu ihm abtropfte (69.). Dann wurde es bunt: Erst sah SpVgg-Kapitän Mavraj Gelb-Rot (76.), wenig später folgte der gerade erst eingewechselte Sio mit glatt Rot (85.). Einen Sieger fand die Partie trotzdem nicht, die Konkurrenz im Abstieg dürfte sich freuen.

Ilsös Kunstschuss macht Fortuna zum Sieger

Zwischen Düsseldorf und Hannover ging's zunächst ziemlich ereignislos zu, sieht man von der frühen Verletzung von Schlaudraff ab. Musik brachte dann aber die Fortuna in Person von Schahin ins Spiel (39.), die 96er mussten mit einem Rückstand in die Kabine. In der zweiten Hälfte investierten die Niedersachsen mehr: Diouf traf zum Ausgleich (69.) und hatte sogar die Führung auf dem Fuß. Doch der Senegalese vergab in der 79. Minute. Das sollte sich rächen. Ilsö zirkelte einen Freistoß direkt in die Maschen, ein herrlicher Treffer des Dänen (83.) - und ein Riesenschritt in Sachen Klassenerhalt für die Fortuna.

Schalke am Boden, Freiburg furios

Im Hintergrund feiert Schmid, im Vordergrund ist Matip untröstlich.
Wenn Frust und Freude eng beisammen liegen. Im Hintergrund feiert Schmid, im Vordergrund ist Matip untröstlich.
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Am Samstagabend kämpfte Schalke gegen Freiburg gegen die Krise, gerade mal zwei Punkte hatte S04 in fünf Spielen eingefahren. Zunächst sah es gut aus für die Gelsenkirchener, Holtby machte es Farfan beim Führungstreffer in der 20. Minute einfach. Die Breisgauer zeigten sich davon allerdings gänzlich unbeeindruckt. Nur sechs Minuten später schoss Rosenthal volley von der Strafraumkante ein, nach einem Patzer von Matip drehte Schmid die Partie endgültig (32.). S04 bemühte sich nach der Pause um eine erneute Wende, blieb aber meist ideenlos - und der SCF eiskalt. Metzelders Pass im Spielaufbau war zu ungenau, Rosenthals zweiter Treffer - ein äußerst sehenswerter - entschied die Partie (61.). Als der Doppeltorschütze Gelb-Rot sah, keimte bei Schalke nochmal Hoffnung auf, Sekunden später flog aber Huntelaar ebenfalls mit der Ampelkarte vom Platz. Die Gelsenkirchener, die im Pokal noch gegen Mainz antreten müssen, reagierten auf die sportliche Krise und trennten sich am Sonntagmorgen von Trainer Huub Stevens.

Bayern 1:1 im Klassiker: Nur Shaqiri trifft

Shaqiri wurde eingewechselt und besorgte den 1:1-Ausgleich für den FC Bayern.
Shaqiri wurde eingewechselt und besorgte den 1:1-Ausgleich für den FC Bayern.
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Der FC Bayern hat die Hinrunde der Bundesliga am Freitagabend mit einem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach abgeschlossen. Die Punkteteilung im Klassiker schmeichelte den Westdeutschen extrem, denn die Münchner waren in allen Belangen überlegen, wobei sich die Favre-Elf immerhin durch eine sehr kompakte Defensive auszeichnen konnte, die zudem einen Pakt mit der Glücksgöttin Fortuna geschlossen hatte. Nachdem in der Anfangsphase der erste Druck der Bayern nachgelassen hatte, gingen die Gladbacher sogar in Führung: Marx verwandelte einen von Boateng verursachten Handelfmeter absolut sicher zum 1:0 (21.). Die Elf von Trainer Heynckes intensivierte mehr in den Vorwärtsgang, doch kam sie erst in der 59. Minute zum 1:1. Shaqiri, der in Hälfte eins für den im Gesicht verletzten Javi Martinez kam, nutzte einen Leichtsinnsfehler von Marx und schob überlegt ein (59.). Nun hatten die Münchner natürlich Blut geleckt und wollten mehr als das ein Pünktchen, doch die Borussia konnte sich bei einem fantastischen Torwart ter Stegen bedanken, der mehrfach Großchancen des Spitzenreiters zunichte machte.

Bilder zum 17. Spieltag
Bayer verkürzt, Krise auf Schalke - BVB souverän im Kraichgau
Gebhart (ob.) vs. Arnautovic
Abgeräumt

Die fünfte Gelbe gab's für Marko Arnautovic nach Foul an Timo Gebhart. Wenig später drehte der Club-Torschütze den Spieß um und kassierte ebenfalls den Gelben Karton.
© imago

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